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Rechtliche Fragen / Versicherungen zum Thema Pferde Hier gibt es Tipps & Tricks rund um versicherungstechnische und rechtliche Fragen zu Pferdehaltung usw.
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Alt 24.01.2012, 18:17   SAMMELTHREAD: Alles rund um Haftungspflichten des Stallbesitzers Beitrag #163
Silvia_0710
Fohlen
 
Registriert seit: 18.01.2012
Hi Liebe Pferdefreunde,
Ich möchte eure Meinung zu dem Thema wissen und ob ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt. Der Anwalt ist eingeschaltet sieht aber nicht wirklich eine chance geld zu bekommen.

Eigendlich war das Jahr 2011 sehr zufriedenstellend zumindest was das Finanzielle und den Beruf anging man war eigendlich voller Tatendrang und voller Zuversicht bis ....... ja bis zum 24.12.2011 war die Welt noch in Ordnung!

Denn am 24.12.2011 geschah das Unfassbare eigendlich sollte es ja ein schöner tag werden schön ausschlafen dann frühstücken und denn um 10 Uhr zu den Lieblingen aber soweit kam es garnicht erst denn um ca 9 Uhr klingelte mein Handy und es wurde nur noch gesagt es brennt es brennt!

Wie es brennt? Ja es brennt die Pferde verbrennen!

Das war natürlich erstmal ein Schlag ins Gesicht und ne Tolle Weihnachtsüberraschung denn eigendlich sollte der Tag doch so schön werden :-)

Wie von fremder Hand gesteuert bin ich dort hin um nach meinen Lieblingen zu schauen als ich dort ankam sagte mir ein Feuerwehr man das die Pferde gerettet wurden und ich mir keine sorgen machen müsste, ok dachte ich super deinen Lieblingen geht es gut aber dem war nicht so denn als ich an der Brandstelle ankam stockte mir der Atem und ich wusste nicht was ich sagen sollte denn ich konnte mir schwer vorstellen das dies ein Pferd überlebt haben könnte!

Und siehe da ich lag mit meiner Vermutung richtig denn als ich meine Lieblinge sah bot sich mir ein Bild des Grauens!

Als erstes bekam ich meinen Max zu Gesicht als ich ihn sah gefror mir das Blut in den Addern und ich begann sofort an zu weihnen denn sowas hatte ich noch nie gesehen wie konnte ein Pferd das nur überleben ich war froh das er lebte aber die verletztungen waren so schwer das ich Max 3 tage später erlösen musste!

Und als wenn das noch nicht genug war kam die nächste schlechte Botschaft denn meinem Steppi hat es noch schlimmer getroffen denn er wurde zuletzt gerettet und musste sogar mit der Kettensäge befreit werden, auch bei Steppi habe ich den Kampf verloren auch Ihn musste ich 5 tage später einschläfern lassen :-(

Am nächsten Tag dann der Anblick der ganzen Katastrohpe und immer wieder die frage wieso, wieso gerade deine Lieblinge und auch immer wieder die Bilder im Kopf wieso fing es an zu brennen was lief falsch aber jder der sowas schonmal erlebt hat weiss was man fühlt und denkt!

Ja das war der 24.12.2011 einer meiner schlimmsten Tage in meinem Leben und als ob dies noch nicht genug sei kam gleich der nächste Schlag ins Gesicht denn ich hatte ja die Pferde bei ner Freundin stehen die mir dann ins Gesicht sagte tja Pech gehabt die Pferde sind nicht versichert. Wie jetzt nicht versichert? Das darf doch wohl nicht wahr sein da Zahlt man Geld hilft Ihr wo es nur geht ist befreundet und denn sowas ich dachte ich träum!
Und nicht nur das desweiteren durfte ich mir auch noch sachen anhören wie mach doch nicht so ein Tam Tam wegen den Gäulen!

Und um das ganze noch abzurunden setzte sie noch einen drauf ich dachte mich trifft der Schlag als mich eine Freundin anrief und mir sagte weisst du was in der Zeitung steht!

Da wurden doch glat meine Pferde als die eigenen ausgegeben um mit meinem Leid Provit zu machen bzw spenden zu Kassieren ich fasse es nicht wie können Menschen nur so sein und sowas nennt sich Freundin :-(

Aber ihre Pferde leben ja auch noch.

Das Ende vom Lied ist ich sitze auf den Kosten habe keine Lieblinge mehr und bin Finanziell so Ruiniert das ich mir ohne Fremde kein Pferd mehr kaufen kann denn der Schaden den ich erlitten habe beläuft sich auf ca 4 bis 5000 Euro!

Deshalb auch meine Bitte an euch wer mir helfen möchte bzw sogar was Spenden will kann dies gerne tun ich würde mich sehr freuen denn sonst weiss ich einfach nicht weiter denn Max und Steppi waren mein Leben meine Freunde mit denen man durch Dick und dünn gehen konnte :-)

Ruhet in frieden Max und Steppi gestorben am 24.12.2011
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Alt 25.01.2012, 12:49   SAMMELTHREAD: Alles rund um Haftungspflichten des Stallbesitzers Beitrag #164
Smigel
ein toller Typ
Power-User / Versicherungsexperte
 
Benutzerbild von Smigel
 
Registriert seit: 28.06.2006
Ort: Haiger
Zitat:
Zitat von Silvia_0710 Beitrag anzeigen
Hi Liebe Pferdefreunde,
Ich möchte eure Meinung zu dem Thema wissen und ob ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt. Der Anwalt ist eingeschaltet sieht aber nicht wirklich eine chance geld zu bekommen.


Erstmal mein Beileid zu dem schrecklichen Vorfall...

Bevor irgendwelche Tips oder gar Spenden erbracht werden, empfehle ich Dir, den genannten Zeitungsartikel o. ä. einzustellen, um Deine Glaubwürdigkeit zu untermauern. Es hat ja überall schon Schmu mit diesen Dingen gegeben, deshalb werden schon bald die ersten kommen, die Belege fordern, bevor sie Dir ihr Geld schicken.

Außerdem wage ich es ehrlich gesagt zu bezweifeln, dass hier auch nur einer einen Euro locker macht, "nur" weil Dir die Pferde gestorben sind. Denn ich habe auch gerade einen Schaden in Höhe von mehreren tausend Euros, mache aber deshalb doch keinen Spendenaufruf... Hallo? Egal wie schlimm das alles ist - aber Dir sind "Luxus"-Gegenstände kaputt gegangen...! "Mehr nicht"!


LG


Dennis

Geändert von Smigel (25.01.2012 um 13:39 Uhr)
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Alt 03.03.2012, 21:32   SAMMELTHREAD: Alles rund um Haftungspflichten des Stallbesitzers Beitrag #165
MontanaSky
Erst-Pferdebesitzer
 
Benutzerbild von MontanaSky
 
Registriert seit: 19.02.2008
Ort: LK Karlsruhe
Blog-Einträge: 12
Hallo,
ich hab da mal eine Frage und zwar geht es darum ob ich jemanden Haftbarmachen kann, wennn der fall xy eintritt unter anderem den Stallbesitzer.
Dazu muss ich jetzt weiter ausholen.

Mein Pferd kam heute aus der Klinik zurück, es wurde operiert und hat am Kopf noch Wunden die vernäht sind, und deren Nähte gestern teilweise nochmal erneuert wurden. Prinzipiell hängt davon einiges Ab ob das so verheilt, wie es wünschenswert wäre.
Die Klinik hat gesagt, es wäre kein Ding, wenn sie sofort wieder in den OS kommt, so lange da die übliche Ruhe herscht, also normale Rangeleien oder mal Kopf anhauen ist völlig ok, nur stundenlanges Gerennne ist halt Kontraproduktiv, weil sie noch starke Medikamente bekommt.

Jetzt war sie grade mal 15 Minuten drin klar gabs da anfangs dannn auch einen Kurzen Galopp zur begrüßung und soweiter, aber alles im Rahmen.
Ich war kurz weg um Hänger weg zu bringen und komme wieder regen sich die 2 Pferde völlig auf.
Springt da der Sohn einer Anwohnerin, handelt sich um einen Aussiedlerhof, wo auch einige Wohnhäuser sind, trampolin im Garten nebean und die Pferde galoppieren geisteskrank auf und ab.
Das hatten wir jetzt schon mindestens 2x einmal davon bei Schnee und Eis, die Pferde regen sich auf und Galoppieren, sind auch alle Beschlagen, also auch schon daher ein großes Gefahrenpotential. Das ging so weit das mein Pferd 2 Decken durchgeschwitzt hat, und da reden wir dann nicht mehr von 5 Minuten galoppieren. Darauf hin wurde vereinbart, das bei schnee das springen komplett untersagt ist.
Grunsätzlich gings mir jetzt darum das man die Leute schon mehrfach darauf hingewiesen hat, dass das gefährlich ist.


Jetzt ist ja wieder aufgetaut.
Der ist heute Trampolin gesprungen und mein pferd hat sich die Frisch operierten Kopf gleich mal an der Eisenstange, angeknallt, so übel das wir dachten, dass alles wieder aufgeplatzt ist und wir die 200km zurück in die Klink fahren können. Wobei das auch gefährlich wird, wenn die da eine dementsprecchende Stelle Treffen können die sich da das genick Brechen.

Ich habe den Jungen gebeten aufzuhören, die Situation geschildert, dass sie frisch operiert ist und das da giftig ist. Im Oktober wars ja auch kein Ding da waren die Blätter noch da und dann haben die Pferde das nicht gesehen. War auch durchaus kompromissbereit und habe gesagt, wenn Pferd nicht da ist, wenn sie ruhig steht habe ich kein Problem wenn er 3 Stunden am stück springt. aber wenn die Galoppieren möge er das doch bitte einstellen.
Seitens der Leute kam keinerlei einsicht.
Mit hängen und würgen konnten wir sie zu einer 2Tägigen springpause überreden, das kam mir aber auch nur halbherzig versprochen rüber. Und in 2 Tagen heilt die sache mit sicherheit nicht.
Und man hat argumentiert das wäre jetzt 10 jahre gut gegangen und was weis ich was. Allerdings waren die PFerde schon vor denen da.
Und wenn ich auf einen Reithof ziehe, weis ich ja das da Pferde leben und das ich da rücksicht nehmen muss. Und ein stall ist ja nunmal auch kein Spielplatz. Und von einem 16 jährigen Jungen kann ich erwarten, dass er erkennt wenn die Pferde da rumgaloppieren, dass die Schiss haben und das er Rücksicht nimmt.

Der stallchef ist leider nicht dagewesen, die verantwortliche fühl sich nicht verantwortlich.
MOrgen wenn er zurück ist, werden wir ihn in kenntniss setzen, dass das so nicht geht.
Jertzt meine Frage, wenn der wieder da ist und das nicht unterbindet und die aber über die Gefahren in Kenntniss gesetzt sind.
Und es Passiert was, wen kann ich dann haftbar machen? Den stallbesitzer? Eigentlich ist das ja grob Fahrlässig und die Führsorgeplicht verletzt!
Wir reden da dann nicht über 3 euro sonder 4 stellige summen und davon keine niederen.

Ich glaub jetzt hab ich alles erwähnt

Ach ja und umstellen geht wegendem Beschlag auch nicht.
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Alt 04.03.2012, 06:22   SAMMELTHREAD: Alles rund um Haftungspflichten des Stallbesitzers Beitrag #166
akat
Jungpferd
 
Benutzerbild von akat
 
Registriert seit: 19.03.2007
das ist nicht rechtlich abgesichert, sondern meine sicht:

- wenn das pferd sich nicht beliebig bewegen darf, hat es nichts im offenstall zu suchen.
- eine potentielle verletzungsquelle an der sich ein pferd das genick brechen kann hat in jeder art von stall nix zu suchen. das würde ich dem sb durchaus mitteilen und auf beseitigung bestehen.
- DU bist für die ausheilung zuständig, nicht dein nachbar oder sonstwer! stell das pferd in die klinik oder in eine ruhige box bis zur vollständigen ausheilung.
- ich finde deinen gedanken, dem jungen das trampolin springen zu untersagen gelinde gesagt abstrus! verbietest du demnächst dem sb mit seinem traktor rumzukurven?
--> pferde müssen schon in der lage sein oder sich daran gewöhnen ein völlig normales leben (inkl. geräusch- und bewegungskulisse) wegstecken zu können. ansonsten: für´n geschmack macht´s keinen unterschied, ob´s ein nervenkrüppel oder ein gutes pferd war.
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botafoc, Smigel
Alt 29.04.2012, 01:00   SAMMELTHREAD: Alles rund um Haftungspflichten des Stallbesitzers Beitrag #167
SweetyLuna
Absetzer
 
Benutzerbild von SweetyLuna
 
Registriert seit: 17.04.2010
Hallo,
ich bräuchte auch Hilfe:

Vor 2 Tagen hat mich mein Stallbesi angerufen, mein Pferd hätte sich auf der Weide an der Heuraufe am Vorderbein verletzt. Wie genau das passiert ist, hat niemand gesehen, andere Einsteller haben mein Pferd entdeckt als es schon verletzt war und dem Stallbesi Bescheid gesagt.
Die Wunde war so tief, dass mein Pferd sofort in die Tierklinik musste und auch am selben Tag noch operiert werden musste (ein großer Hautlappen war abgerissen und hing weg, tiefes Loch bis zum Knochen..). Ob der Hautlappen wieder ganz und ohne Komplikationen anwachsen wird und ob Sehnen verletzt wurden, ist im Moment noch nicht sicher.

Nun frag ich mich: dass es zu so einer schweren Verletzung kommen konnte, musste doch an der Raufe irgendwas nicht in Ordnung gewesen sein. Evtl war da ein abstehender Draht irgendwo, oder ne scharfe Kante..denn an einer "sicheren" Heukrippe könnte doch sowas nie passieren? Hat der Stallbesi in diesem Fall dann eine Mitschuld? Er müsste doch eigentlich dafür sorgen, dass an der Weidebefestigung (Zäune etc), den Tränken und Heuraufen kein Verletzungsrisiko besteht, oder nicht?
Es ist ja nicht nur eine oberflächliche Schürfwunde, weil mein Pferd wo dagegengestoßen oder wo drangeschrammt ist, sondern das Fleisch wurde richtig herausgerissen, also muss ja an der Krippe was gewesen sein, wo man hängenbleiben kann..

Ich bin seit dem Unfall nicht mehr in den Stall gekommen, da ich jetzt jeden Tag in die Tierklinik gefahren bin, deshalb konnte ich die Raufe noch nicht genauer ansehen. Was ist, wenn ich tatsächlich irgendwo einen rausstehenden Draht entdecke? Kann natürlich aber auch sein, dass der Besi die Raufe inzwischen in Ordung gebracht hat, falls tatsächlich je was nicht in Ordnung war und ich dann natürlich nichts mehr finde...
Würde es haftungstechnisch überhaupt von Belang sein, ob die Raufe in Ordnung war oder nicht? Ich wusste wie gesagt nichts von einer Beschädigung, denn sonst hätt ich mein Pferd nie auf diese Weide gelassen.

Ich würde einfach gern wissen, ob es in so einem Fall eine klare Regelung gibt, ob/welche Versicherung was von dem Schaden übernimmt, oder ob ich überhaupt einen Anspruch habe. Habe vorerst vor in dem Stall zu bleiben, daher möchte ich auf keinen Fall einen großen Rechtsstreit anfangen oder gar vor Gericht gehen. (Und natürlich ist es mir erst mal auch am Wichtigsten, dass mein Pferd wieder wird).

Vielleicht weiß ja jemand wies in so einem Fall aussieht.

Danke schonmal.
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Alt 29.04.2012, 09:43   SAMMELTHREAD: Alles rund um Haftungspflichten des Stallbesitzers Beitrag #168
botafoc
Sportpferd
 
Registriert seit: 21.09.2007
Steht denn fest, dass sich das Pferd an der Heuraufe verletzt hat (wenn es denn niemand beobachtet hat)? Das sollte man wissen, bevor man sich über weitere Sachen Gedanken macht. Danach: kommt auf die konkreten Umstände an. (meine Meinung)

Schau mal in diesem Thread:
http://www.reitforum.de/wer-muss-zahlen-585889.html

Fazit war: Der SB (oder jemand anderes in diesem Fall) darf machen was er will. Das Pferd muss mitdenken.
(nicht meine Meinung)

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