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Alt 04.10.2006, 14:01   Sattel-Erfahrungsaustausch! Beitrag #1
Simönchen
Gnadenbrotpferd
 
Benutzerbild von Simönchen
 
Registriert seit: 10.10.2005
Ort: Düren
Bilder: 13
Hallo,

da immer mehr Threads eröffnet werden wo es um verschiedene Marken von Sätteln und ihre Eigenschaften geht, eröffne ich hier einen Sammelthread wo jeder, der Lust hat, bitte seine Erfahrungen einträgt.
So kann man es als Nachschlagewerk benutzen.
Bitte beachten: Hier ist keine Diskussion erwünscht!
Jeder kann hier seine Erfahrungen schildern, wenn dazu Fragen entstehen könnt ihr euch gerne per PN austauschen.

Ich bitte euch folgende Fragen zu beantworten:

1. Was haltet ihr von günstigen Sätteln die schon für 150€ bei eBay oder auch im Loesdau Katalog angeboten werden?
2. Welche Sättel (Hersteller) bevorzugt ihr und warum?
3. Wie lange halten eure Sättel schon?
4. Worauf sollte man beim Kauf achten?


Ich mache dann mal gleich den Anfang:
zu 1. Von den günstigen Sättel halte ich nichts, weil sie oftmals einfach nicht gut verarbeitet und haltbar sind. Unabhängig davon ob der Sattel dem Pferd passt. Oft lassen sich die Sättel nicht gut genug auf den Pferdrücken anpassen. Ein Garantieanspruch besteht, besonders bei ebay, nicht so oft und ist wenn, dann meistens mit erheblichem Aufwand verbunden. Ich hatte selbst so einen Sattel und bin echt entäuscht.

zu 2. Ich bevorzuge Sättel von Kieffer. Sie gefallen mir optisch am besten und lassen sich zudem noch super anpassen. Stübben macht auch schöne Sättel, haben mir aber nie den Aha-Effekt gebracht.

zu 3. Man sollte immer einen Sattler zu rate ziehen, egal ob der Sattel ein No-Name oder Markensattel ist. Er kann am besten beurteilen ob "er sein Geld wert ist" und ob er dem Pferd passt oder angepast werden kann. Denn ein Sattel muss nicht nur unserem Popo passen sondern viel mehr noch dem Pferderücken.

So, nun hoffe ich auf eure Erfahrungen

Gruß Simone

Geändert von Simönchen (27.01.2007 um 12:46 Uhr)
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Alt 05.10.2006, 12:48   Sattel-Erfahrungsaustausch! Beitrag #2
magic
Powerpony & Lausbub
 
Benutzerbild von magic
 
Registriert seit: 15.05.2004
Ort: NRW
Bilder: 5
1. Ich halte von No-Name Sätteln nicht viel, denn meißtens gibt es die nur in einer Größe und welches Pferd hat schon einen Rücken von der Stange, außerdem ist das Leder häufig hart und von schlechter Quali.
Und oft sind sie unbequem.

2. Ich habe gute Erfahrung mit Stübbensätteln gemacht, meine RB hatte damals einen der war toll.
Mein Pferd hatte einen Euroriding Sattel, den kann ich auch nur empfehlen, der Diamant ist ein Traum.
Nun hab ich einen Wintec und bisher damit auch zufrieden.

3. wichtig für die Sitzgröße: Wie lang ist mein Pferd und wie ist meine Statur Kammerweite sollte zum Pferd passen, aber Grundsätzlich würde ich mit keinem Sattel reiten, den nicht ein Sattler überprüft hat.
Mit einem unpassenden Sattel kann man einem Pferd eine Menge Schmerzen bereiten.
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Folgender Benutzer findet den Beitrag von magic hilfreich:
scheb64
Alt 05.10.2006, 13:56   Sattel-Erfahrungsaustausch! Beitrag #3
Sepia
Madame-Motivierer
 
Benutzerbild von Sepia
 
Registriert seit: 13.11.2005
Ort: NRW
Zu 1.: Von Billig-Sätteln halte ich mal gar nix. Meist schlechte Qualität und Verarbeitung, unausgereifte Technik und von Passform sollte man lieber überhaupt net sprechen.
Es gibt immer Pferde, die auch net mit der Wimper zucken, wenn sie mit nem grottigen Sattel geritten werden, aber wenn man sich und seinem Pferd was gutes tun möchte, dann sollte man davon lieber die Finger lassen!

Zu 2.: Es gibt viele Sattelhersteller, die eine wunderbare Qualität haben (Stübben, Sommer, Continental, Deuber, Marjoman, La Selle, Bentaiga) aber meine absolut bevorzugte Marke habe ich in den Maßsätteln der Sattlerei Theine aus Köln gefunden!
Dabei handelt es sich um einen kleinen, noch relativ unbekannten aber vom Know-How sehr hochkarätigen Sattlerei-Betrieb, bei dem man noch nicht hauptsächlich den Namen zahlt und wo man qualitativ hochwertige Maßsättel (Maßarbeit für Pferd UND Reiter) mit absolut überzeugenden Konzepten und zu absolut fairen Preisen bekommt.

Zu 3.: Beim Kauf sollte man neben der Passform für Pferd und Reiter (welche ich als selbstverständliches MUSS-Kriterium erachte!) auch darauf achten, dass man ein gutes Service-Angebot zu dem Sattel erhält (auch der best angepasste Sattel sollte mindestens einmal Jährlich am Pferd nachkontrolliert werden!) und wenn man einen Sattel fürs restliche Pferdeleben (oder gar fürs eigene restliche Leben...) haben möchte, dann sollte man auch auf eine entsprechende Anpassungsfähigkeit achten!
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Alt 07.10.2006, 20:14   Sattel-Erfahrungsaustausch! Beitrag #4
santimo000
Jährling
 
Benutzerbild von santimo000
 
Registriert seit: 25.04.2006
zu 1.) nicht viel, meists schlechte Qualität und lassen sich nicht gut oder gar nicht anpassen.
zu 2.) ich hatte bis jetzt Prestige und Euroriding. Wintec hatte ich auch mal ein paar Tage (hat aber Beulen auf der Wirbelsäule verursacht). Prestige ist super, kann man glaube ich gar nichts anderes dazu sagen. Euroriding wird auch immer besser. Habe jetzt einen Achat und der ist (meiner Meinung nach) fast gleichwertig mit meinem vorherigen Prestige Top Dressage
zu 3.) Sattler sollte natürlich immer kommen. Allerdings muss man auch einen Kompetenten finden. Bei uns war die dies immer sehr schwierg (entweder die kamen gar nicht erst, da sie Sättel unter 2000 Euro gar nicht verkaufen oder sie erzählen einen, wie bei unseren Beulen auf der Wirbelsäule, das wäre nichts weiter). Und nicht immer haben die Leute wirklich Ahnung von ihrem Fach. Aber es gibt natürlich auch Ausnahmen. Aber die muss man eben finden.
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Alt 08.10.2006, 11:00   Sattel-Erfahrungsaustausch! Beitrag #5
ara 407
Gnadenbrotpferd
 
Registriert seit: 16.09.2006
1. Von billig Sätteln halte ich rein gar nichts, denn das Material lässt zu wünschen übrig und meistens passen sie dem Pferd nicht 100 %. Das A und O ist ein passender Sattel für den Pferderücken. Auch halten die billig Sättel dementsprechend nicht so lange.Ich würde einen billig Sattel nicht empfehlen.
2 Ich habe einen Passier Grand Gilbert.Der Sattel ist zwar teuer, aber besteht
aus hochwertigem Material und bei etwas Pflege kann man so nen Sattel lange in Gebrauch nehmen. Verändert sich das Pferd kann man den Sattel verändern lassen, beim Passierhändler sogar kosten los. Außerdem bietet der Sattel ein tolles Sitzgefühl.
Dann hab ich noch einen Stübben Siegfried Springsattel. Das Material ist hochwertig und man sieht an so einem Sattel mit ein bißchen Pflege sehr wenig Gebrauchsspuren nach Jahrelangem Gebrauch. Hat auch eine gute Passform, aber leider kann man den nur einmal verändern soweit ich weiß. Weiterer Nachteil, er ist hart zum Sitzen, dennoch hat man einen guten Halt beim Springen
3. Ich würde auf jeden Fall einen Sattler kommen lassen und nicht einfach frei Schnauze einen kaufen. Außer man ist Profi und kennt sich wirklich damit aus. Man sollte einen Sattel fürs Pferd kaufen und nicht in erster Linie für den Geldbeutel. Lieber 200 € mehr ausgeben und der Sattel passt als einen unpassenden, der den Pferderücken schädigt.
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Alt 14.10.2006, 16:15   Sattel-Erfahrungsaustausch! Beitrag #6
Mondscheinpferd
Absetzer
 
Benutzerbild von Mondscheinpferd
 
Registriert seit: 13.04.2006
Ort: NRW
1.) Von billigen Sätteln würde ich die Finger lassen.Das Leder ist meistens mangelhaft und die Konstruktion zusammengehauen, von Passform keine Rede. Habe mehrmals gesehen, daß die Strippen einfach so beim Nachgurten abreißen das ist echt lebensgefährlich!
2.) Ich habe jetzt einen Hintermeyer Anatomic VS Sattel. Der ist echt spitze, wenn man sich einmal an die etwas gewöhnungsbedürftige Breite und die Pauschen gewöhnt hat will man gar nicht mehr runter so bequem ist das Teil. Finde es auch gut, daß er einen breiten Wirbelsäulenkanal und eine goße Auflagefläche hat. Man merkt schon einen postiven Unterschied beim Reiten Hatte vorher einen Kieffer, der war qualitativ auch gut, aber eben nicht so überzeugend wie der Anatomic. Für Dressurturniere benutze ich auch schonmal einen Prestige, wobei dieser mich auch durch die Wirbelsäulenfreiheit überzeugt hat.
3.) Beim Kauf sollte man beachten, daß er dem Pferd passt, aber auch bedenken, daß sich gerade ein junger Rücken (durch Muskelaufbau)noch sehr verändert. Auch bei Pferden, die vorher zu enge Sättel hatten ist das der Fall.Da sollte man einen eher zu weiten(nicht extrem natürlich) Sattel nehmen und die fehlenden Muskeln durch Pads ersetzten. Da gibts klasse Dinger von Equitex, speziell die Rittmann- Modelle, welche z.B.vorne höher als hinten sind und so den Sattel richtig positionieren aber nicht auf die Muskeln drücken
Ein guter Sattler sieht sowas und nimmt sich Zeit und vor allem genug Alternativen mit.
Den eigenen Körperbau darf man aber auch nicht vergessen, schließlich muß auch Beinlänge und Hinterteil in den Sattel passen, sonst ochst man nachher ziemlich darauf rum und das ist weder für den Reiter noch fürs Pferd gut.
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