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05.10.2008, 22:31
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schwieriges Pferd als Anfänger behalten? Beitrag #43
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noch sturer als ihr Pferd
Registriert seit: 13.09.2004
Ort: Rheinland
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Oh, Mann, du Ärmste, das klingt nach "Fass ohne Boden"! Bei dem Doppelbefund KS/Hufrolle würde ich nicht mehr großartig in Beritt und Training investieren. Ich würde schauen, dass ich ihn einigermaßen schmerzfrei kriege und ihn halt entprechend schonend reiten, wenn die Schmerzfreiheit eine Verhaltensänderung mit sich bringt. Wenn er aber trotzdem weiter "spinnt", kannst du ihm bestenfalls noch ein paar schöne Jährchen auf der Wiese bescheren, falls du dir das trotz Jährling leisten kannst. Aber mach dich nicht zur Märtyrerin deines Pferdes, immerhin möchtest du ja auch reiten und weiterkommen, und das ist dein gutes Recht!
Es sind leider sehr viele kranke und kaputte Pferde im Umlauf, wenn du Pech hast, kannst du sie wirklich "sammeln" und dein letztes Hemd dafür verbrauchen. Viele, die hier moralisieren, haben einfach noch nicht am eigenen Leib erlebt, was es bedeutet, über Jahre jeden Monat mehrere hundert Euro für TA, Osteo, Spezialbeschlag, usw. hinlegen zu müssen. Mal ganz abgesehen von dem nervlichen Verschleiß, den so ein ewiges gesundheitliches Auf und Ab mit sich bringt.
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10.10.2008, 20:26
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schwieriges Pferd als Anfänger behalten? Beitrag #44
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JoRiS <3
Registriert seit: 09.10.2008
Ort: Gießen
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Zitat:
Zitat von sani05
Hallo, hier ist eine ganz lange Geschichte:
Ich kann seit drei Tagen nicht mehr schlafen und brauche dringende Entscheidungshilfe.
Vorgeschichte:
Vor vier Monaten habe ich mit meiner Bekannten einen 12 jährigen Wallach gekauft. Das Pferd wurde für die zwei Pflegemädchen (10+12 J., Anfänger) meiner Bekannten, meiner Tochter (13 Jahre, fortgeschritten) und mich (Ich reite seit 1,5 Jahren) gekauft. Da meine Tochter und ich noch einen Jährling haben, stand fest das nach dem Anreiten des Jährlings der neu gekaufte Wallach in den Besitz meiner Bekannten übergeht.
Der Wallach wurde als liebes Pferd mit einem seit einen Jahr lahmfreien Hufrollenbefund verkauft. Beim Probereiten konnten wir nur gutes an Ihm finden. So kauften wir das Tier für kleines Geld.
Es zeigte sich bei uns das er einige Unarten hatte, als erstes trat er nach dem Schmied. Dann legte er sich mehrmals in den Strick und legte sich dabei auch lang. Er wollte manchmal nicht auf den Platz, Putzplatz oder sonstwo hin und ging kopflos rückwärts. Beim reiten mochte er nicht gerne auf den Zirkel gehen bzw. einen Handwechsel machen. Er buckelte öfters recht harmlos beim angaloppieren. Er galoppierte manchmal einfach an und drehte einige Runden...aber nicht schnell.
Später erfuhren wir das er als "schwieriges" Pferd bekannt gewesen ist.
Das alles bewirkte das die Mädchen so gut wie gar nicht mehr auf ihm ritten.
Ich kam aber sehr gut mit ihm zurecht. Kleine Buckler nahm ich so hin und seine Frechheiten habe mich etwas Durchsetzung auch in den Griff bekommen. Ich habe gelernt was es heißt "im" Sattel zu sitzen und mit dem Becken zu treiben. Ich halte aber nichts von Gewalt und Sporen finde ich auch fies.
Sonntag habe ich mit einer anderen Bekannten und Ihrer Stute einen Ausritt gewagt. Ich reite ja noch nicht so lange und wir wollten nur Schritt reiten. Die Stute ist duchgegangen und mein Wallach hinterher. Sie wahren nicht mehr zu bremsen/lenken und rasten mit uns über eine Bundesstraße. Es ist nichts passiert, nur ein gewaltiger Schock. Ausreiten ist leider erstmal für mich gestorben.
Montag wollte meine Bekannte ihn mal reiten. Sie reitet seit 30 Jahren Dressur und hat etwas mehr als ich von ihm gefordert. Er zeigte öfters das ihm das nicht passte. Lieder hat er sie dann ganz böse abgebuckelt. So heftig und lange bis sie unten gewesen ist. Richtig böse. Sie musste ins Krankenhaus ...
Nun sagen alle das er zu gefährlich sei und erstmal auf die Weide soll. Es sei lebensgefährlich auf ihm. Auch die Tötung wurde überlegt. Er sei eine tickende Zeitbombe..
Jetzt mein Problem: Ich möchte das er geröntgt wird, sollte dort nichts gefunden werden: soll ich mich, mit meinen erst 1,5 Jahren Reiterfahrung, trotzdem wieder auf dieses Pferd setzten? Ich möchte ihn nicht aufgeben, aber ich möchte auch nicht mein Leben auf Spiel setzen. Was würdet ihr machen? Ich möchte auch nicht das er weiter als Wanderpokal durch de Welt geht.
Danke fürs lesen,
sani
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hey,
also das hört sich nicht grade gut an!!
Aber an deiner Stelle würde ich ihn erst mal auf Schmerzen untersuchen, wenn da alles okee ist würde ich einen Fachmann holen und/oder Bodenarbeit mit ihm machen da dass das Vertrauen stärkt.
Viel Glück noch schafft ihr schon irgendwie
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10.10.2008, 23:03
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schwieriges Pferd als Anfänger behalten? Beitrag #45
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Sportpferd
Registriert seit: 11.08.2008
Ort: Nähe Northeim
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Oh man war lange nit hier. Würde mir aber auch auf jedenfall noch andere Meinungen einholen und wenn kannst du ihn ja vielleicht auch als Beisteller weiter vermitteln.Wünsche euch alles gute!!!
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10.10.2008, 23:14
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schwieriges Pferd als Anfänger behalten? Beitrag #46
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Jungpferd
Registriert seit: 21.06.2004
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Hallo.......
wie sieht es mit einer dauerhaften Schmerztherapie aus und dazu leichter freizeitmäßiger Gebrauch?
Auf lange Sicht gesehen sind Kissing Spines und Hufrollenbefund natürlich Großbaustellen. Daher würde ich auch nicht mehr viel in Beritt investieren.
Aber, wie gesagt, vllt.kann man ihm die Schmerzen nehmen und ihn halt leicht bewegen? Lg, Ann
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14.02.2010, 22:18
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schwieriges Pferd als Anfänger behalten? Beitrag #47
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Fohlen
Registriert seit: 04.01.2009
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also das mit der tötung finde ich auch sehr übertrieben. wenn das so schnell gehen würde, wären meine beiden wohl auch schon nicht mehr am leben.
mein erstes pferd habe ich auch als anfängerin bekommen. sie hat mich ständig runtergeschmissen und mit mir gemacht, was sie wollte(nicht auf den zirkel wollen, beim ausreiten ständig durch zu gehen). mit der zeit konnte ich das dann kontrollieren und inzwischen hat sie alles von dem abgelegt, warum kann ich mir auch nicht erklären.
das zweite pferd ist aber noch einiges schlimmer gewesen. sie mag keine fremden menschen, erst recht keine männer( wir wissen nicht, woran das liegt). bei einer impfung hat sie einmal mit beiden hinterbeinen nach dem tierarzt ausgeschlagen, ihn aber zum glück verfehlt. das auto vom hufschmied hat auch schon mal ´ne delle abbekommen. sie ließ sich anfangs noch ohne probleme reiten, bis ich sie aus zeitgründen dann einen winter über stehen lassen musste. im sommer danach habe ich dann mit ihr weitergemacht und im winter danach kamen dann die großen probleme. sie buckelte ohne ende, allerdings hatte ich ja noch übung vom anderen pferd. dann hat sie angefangen zu steigen und das dann mit dem buckeln kombiniert. das ging dann immer vorne, hinten, vorne, hinten... sie wollte auf der linken hand auch nie auf den zirkel gehn. wir haben es dann mit akkupunktur und viiiieeel arbeit versucht. sie ist täglich min. eineinhalb stunden gelaufen und vorm reiten wurde sie ordentlich ablongiert. das hat dann auch seine wirkung gezeigt. beim reiten konnte sie sich wieder benehmen und auch sonst im umgang ging plötzlich alles leichter. bis heute hat sie nie wieder so schlimm reagiert, allerdings bekommt sie auch sofort, wenn etwas klemmt nadeln gesetzt. eine chiropraktikerin hat auch sehr geholfen.
kennt ihr tamme hanken ? ich weiß nicht, wie man das nennt, was er macht, aber bei meinem pferd hat seine behandlung leider nichts gebracht...
vllt. bringt dich mein kleiner erfahrungsbericht ja weiter
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