Hallo, hier ist eine ganz lange Geschichte:
Ich kann seit drei Tagen nicht mehr schlafen und brauche dringende Entscheidungshilfe.
Vorgeschichte:
Vor vier Monaten habe ich mit meiner Bekannten einen 12 jährigen Wallach gekauft. Das Pferd wurde für die zwei Pflegemädchen (10+12 J., Anfänger) meiner Bekannten, meiner Tochter (13 Jahre, fortgeschritten) und mich (Ich reite seit 1,5 Jahren) gekauft. Da meine Tochter und ich noch einen Jährling haben, stand fest das nach dem Anreiten des Jährlings der neu gekaufte Wallach in den Besitz meiner Bekannten übergeht.
Der Wallach wurde als liebes Pferd mit einem seit einen Jahr lahmfreien Hufrollenbefund verkauft. Beim Probereiten konnten wir nur gutes an Ihm finden. So kauften wir das Tier für kleines Geld.
Es zeigte sich bei uns das er einige Unarten hatte, als erstes trat er nach dem Schmied. Dann legte er sich mehrmals in den Strick und legte sich dabei auch lang. Er wollte manchmal nicht auf den Platz, Putzplatz oder sonstwo hin und ging kopflos rückwärts. Beim reiten mochte er nicht gerne auf den Zirkel gehen bzw. einen Handwechsel machen. Er buckelte öfters recht harmlos beim angaloppieren. Er galoppierte manchmal einfach an und drehte einige Runden...aber nicht schnell.
Später erfuhren wir das er als "schwieriges" Pferd bekannt gewesen ist.
Das alles bewirkte das die Mädchen so gut wie gar nicht mehr auf ihm ritten.
Ich kam aber sehr gut mit ihm zurecht. Kleine Buckler nahm ich so hin und seine Frechheiten habe mich etwas Durchsetzung auch in den Griff bekommen. Ich habe gelernt was es heißt "im" Sattel zu sitzen und mit dem Becken zu treiben. Ich halte aber nichts von Gewalt und Sporen finde ich auch fies.
Sonntag habe ich mit einer anderen Bekannten und Ihrer Stute einen Ausritt gewagt. Ich reite ja noch nicht so lange und wir wollten nur Schritt reiten. Die Stute ist duchgegangen und mein Wallach hinterher. Sie wahren nicht mehr zu bremsen/lenken und rasten mit uns über eine Bundesstraße. Es ist nichts passiert, nur ein gewaltiger Schock. Ausreiten ist leider erstmal für mich gestorben.
Montag wollte meine Bekannte ihn mal reiten. Sie reitet seit 30 Jahren Dressur und hat etwas mehr als ich von ihm gefordert. Er zeigte öfters das ihm das nicht passte. Lieder hat er sie dann ganz böse abgebuckelt. So heftig und lange bis sie unten gewesen ist. Richtig böse. Sie musste ins Krankenhaus ...
Nun sagen alle das er zu gefährlich sei und erstmal auf die Weide soll. Es sei lebensgefährlich auf ihm. Auch die Tötung wurde überlegt. Er sei eine tickende Zeitbombe..
Jetzt mein Problem: Ich möchte das er geröntgt wird, sollte dort nichts gefunden werden: soll ich mich, mit meinen erst 1,5 Jahren Reiterfahrung, trotzdem wieder auf dieses Pferd setzten? Ich möchte ihn nicht aufgeben, aber ich möchte auch nicht mein Leben auf Spiel setzen. Was würdet ihr machen? Ich möchte auch nicht das er weiter als Wanderpokal durch de Welt geht.
Danke fürs lesen,
sani