mein freund hatte auch angst vor pferden. angst... respekt.
die sind ja so gross. und haben so grosse zähne. und können beissen. und mit den hufen treten. ja nicht zu nahe zu diesen grossen monstern. kann gefährlich werden.
ich habe ihn immer brav in den stall mitgeschleppt. wollte video-aufnahmen von mir beim reiten (als andenken und auch um mich selbst besser sehen zu können und zu korrigieren, man sieht fehler nie besser als auf videoaufnahmen).
mir zuliebe ist er mitgekommen in den stall.
iiiih das pferd hat mich angeschnaubt, voll ins gesicht, ich muss das gesicht waschen gehen...
hab dann ganz langsam und sachte ihn näher an pferde ran gebracht. einmal habe ich ihn gebeten, doch kurz nach dem reiten mein pferd zu halten auf dem vorplatz, weil ich die beine abpritzen wollte und "das halfter bei ihrer boxe vergessen habe".
erst wollte er nicht. ja was ist denn wenn sie wegrennen will? wenn sie mich beissen will? ach quatsch! ist eine ganz liebe. plauder mit ihr, darfst ihr auch den hals kraulen, das mag sie!
bin das halfter holen gegangen, ganz langsam auf dem rückweg und hab ihn beobachtet. da stand er, erst weit weg, und hat mit dem pferd geredet. etwas unsicher und unbeholfen.
und das habe ich ein paar mal so gemacht.
toll waren auch zwei mini-shettys, die fand er super. da ist er auch hingegangen und hatte keine angst.
später sind wir dann sogar mit einem pferd zusammen spazieren gegangen. hab ihm gesagt das sei wie "gassi gehen mit dem hund, halt mit pferd".

ich glaube man kann menschen nur die angst nehmen, indem man ihnen die chance bietet, sich mit den pferden auseinanderzusetzen. sie vielleicht mal sogar sanft dazu "zwingt" damit sie sich überwinden.
vielleicht hatte die mutter mal ein schlechtes erlebnis in der kindheit mit pferden, oder ihre eigenen eltern haben ihr solche dinge erzählt.