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Alt 13.06.2012, 14:27   temperamentsausbrüche Beitrag #1
Fjordpferdchen
Fohlen
 
Benutzerbild von Fjordpferdchen
 
Registriert seit: 15.01.2011
Hey ihr Lieben,
ich bin momentan ziemlich ratlos, wie es mit meiner Reitbeteiligung weitergehen soll.
Einige Infos zum Pferd:
Stute, 12 Jahre alt und turniermäßig ( hauptsächlich Dressur, aber auch etwas Springen) ausgebildet
Im Umgang ist sie sehr brav, da gibt es auch gar keine Probleme mit der süßen. Aber beim Reiten ist sie nicht so unkompliziert.
Sie hat eine ziemlich komische Angewohnheit, die sie bei jedem Macht ( auch bei der Besitzerin und Bereiterin). Also sie macht immer so kleine Hoppler / Buckler rein. Also sie trabt paar schritte, dann hüpft sie paar mal, dann wieder paar Schritte traben, dann wieder hüpfen,....usw
Nach paar Runden hört sie relativ damit auf, aber es bringt einen immer aus dem Rytmus ( gerade beim Leichttraben nervt es ziemlich)
Das andere Problem ist, dass sie immer sehr viel Energie hat. Also sie rennt einfach mal los und so.

Seitdem ich vor zwei Wochen von ihr gestürzt bin ( sie ist durchgegangen, gescheut) fühle ich mich total unsicher.

Jedes Mal wenn sie wieder vor Übermut lostratet, denke ich, ich bin in der Situation, wo sie durchgegangen ist und ich bekomme richtig Angst.
Ich weiß, man soll sich tief reinsetzen, bestimmt sein und so, aber seit dem Sturz bin ich total verschreckt auf ihr. Ich zucke bei jedem Hopser zusammen und würde am liebsten absteigen.
Ich weiß nicht, wie es mit ihr weitergehen soll. Mein Vater zahlt auch nicht mehr, wenn ich nur noch Schritt und Trab reite mit ihr.
Am liebsten würde ich sofort absteigen.

Ich bin manchmal in einen Roundpan mit ihr gegangen, da kann sie nicht so durchgehen, aber das will mein Vater nicht. Er sagt, ich kann sie auch auf dem normalen Platz halten - und wenn nicht, dann passt das Pferd halt nicht.
Den Tipp, habe ich von der einen Reitlehrerin im Stall bekommen, und er war ganz gut. Aber auch dorten fühle ich mich nicht hundertprozentig sicher.

Ich habe sie seit Ostern als Reitbeteiligung. Ist es normal, solche Probleme? Weil die Besitzerin von ihr meinte, es sei ganz normal, dass man am Anfang überfordert ist, und es kann halt paar Monate dauern, bis alles klappt.
Stimmt das? war das bei euch so, als ihr ein Pferd gekauft hattet oder eine Reitbeteiligung bekamt,dass es am Anfang voll schwer war?

Weil normalerweise komme ich mit sehr vielen Pferden von Anfang an klar, also die Besitzerin ( Reitlehrerin) und die Bereiteren meinen, dass ich sehr gut sie reiten würde, weil bei manchen würde sie gar nicht gehen.
Also die sind voll zufrieden, und auch meine Eltern meinen, dass ich sie gut unter Kontrolle habe, aber ich fühle mich so unsicher.

Habt ihr Ideen, wie ich die Angst wegbekomme? Oder würdet ihr Pferd wechseln?

glg
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Alt 13.06.2012, 15:46   temperamentsausbrüche Beitrag #2
Knautsch
Lewitzer - Pferdchen
 
Benutzerbild von Knautsch
 
Registriert seit: 22.04.2008
Ort: NRW
Hallo Fjordpferdchen,

habe erst mal ein paar Fragen
Wie alt bist Du? (Weil dein Vater noch für Dich zahlt)
Ist das Stütchen deine erste RB?
Wie oft reitest Du sie und nimmst Du Unterricht?
Haben deine Eltern Ahnung von Pferden/Reiten?

Vorne weg, ich habe selber 2 Pferde und mit meinem Jungen auch so meine Problemchen gehabt. Ebenfalls mit Durchgehen und daraus resultierender Angst. Das ist noch immer ein Thema bei uns.
Kann mich also vielleicht etwas in deine Angst hineinfühlen!?

Das schlimmste finde ich für mich immer Druck! Druck den man sich selber macht, oder der einem gemacht wird (wie durch deinen Vater).
Es ist völlig normal und ok nach einem Sturz Angst zu haben! Das geht nicht jedem so, aber wohl den meisten.
Bis man wieder Vertrauen fasst, braucht es eben Zeit und die sollte man nutzen und positiv gestalten. Und wenn das bedeutet das Du zunächst nur Schritt und Trab reitest, dann ist das eben so! Daran ist nichts verwerflich und ich verstehe die Aussage deines Vaters nicht, das er dann nicht mehr zahlen will

Klar passt nicht jedes Pferd zu jedem Menschen. Bei dir klingt es aber eher nach einer schlechten Erfahrung und nicht nach einem grundlegenden Problem das ihr schon immer miteinander hattet!?
Demnach würde ich an dem Problem arbeiten und nicht das Pferd wechseln.
Was machst Du denn, wenn Du vom nächsten auch einen Abflug machst? Wieder wechseln?

Ich würde Dir raten Unterricht zu nehmen. Das gibt Dir Sicherheit und Du bekommst Unterstützung.
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Alt 13.06.2012, 18:04   temperamentsausbrüche Beitrag #3
Cayusse
ponybespaßerin
 
Benutzerbild von Cayusse
 
Registriert seit: 25.10.2008
das erste was ich mir gedacht habe, wie wird das pferd gehalten ? und halt die üblichen fragen : passen sattel, trense und co. ?
lg
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Alt 14.06.2012, 00:46   temperamentsausbrüche Beitrag #4
goldii.
Jungpferd
 
Benutzerbild von goldii.
 
Registriert seit: 29.01.2012
Ort: zwischen SIG & RV
Bilder: 6
Zitat:
Zitat von Cayusse Beitrag anzeigen
das erste was ich mir gedacht habe, wie wird das pferd gehalten ? und halt die üblichen fragen : passen sattel, trense und co. ?
lg
Hab ich auch dran gedacht. Wie sieht es mit der Fütterung aus? Wie oft wird sie bewegt und was macht ihr alles mit ihr? (Bodenarbeit, Longieren etc.?)
Wie lange macht sie das schon mit dem Buckeln & durchgehen?

Gegen die Angst hilft eigentlich nur weiter reiten und sich der Situation stellen.
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Alt 14.06.2012, 09:58   temperamentsausbrüche Beitrag #5
Fjordpferdchen
Fohlen
 
Benutzerbild von Fjordpferdchen
 Threadersteller 
 
Registriert seit: 15.01.2011
@ Knautsch
Ich bin 16, Valley ist meine erste Reitbeteiligung.
Ich reite sie dreimal die Woche, und habe davon einmal die Woche Reitunterricht bei ihrer Bereiterin.

Ja also leicht war sie noch nie, aber ich war auf einem sehr sehr guten Weg mit ihr, und kam auch ganz gut mit ihr zurecht, kleinere Schwierigkeiten gab es zwar. Aber das meinte auch meine Reitlehrerin und ihre Beis, dass das alles noch normal am Anfang ist, und es schon sehr gut klappen würde.
Hat das bei dir sehr lange gedauert, bis du gesagt hast, " ich fühle mich auf meinem Pferd wohl", oder war das am Anfang sehr schwer?

@ Cayusse:
also sie lebt in einer Paddockbox, kommt aber tagsüber auf eine Koppel.
Sattel und Trense sind von guter Qualität und im guten Zustand, also dran kanns eigentlich nicht liegen. Sie hat auch vorbeuglich regelmäßig einen Physiotherapeuten, der mit ihr Gymnastikübungen macht , also Rückenprobleme etc. sollte sie auch nicht haben.

@goldii
Mit der Fütterung bin ich mir nicht so sicher, also sie bekommt so ein Heu - Kräutermix, Pellest und etwas Kraftfutter, aber mehr so Kräuterzeug.
Sie wird jeden Tag bewegt also entweder von mir, der Beis, Bereiterin oder der Pflegerin. Aber ich weiß nicht, ob das reicht für sie. Weil sie war nur müde, als sie erst 20 min. longiert wurde, dann 20 min. von der Besitzerin geritten wurde und dann von mir noch mal eine halbe Stunde geritten wurde. Dann war sie müde.
Also sie bräuchte meiner Meinung nach noch mehr Bewegung. Obwohl sie an manchen tagen auch mal zweimal geritten wird, ist es gerade mal genug für sie,aber viel ist es nicht.
Sie wird von mir nur geritten, also die Besitzerin longiert sie meistens, bevor sie aufsteigt.

Das losrennen macht sie schon immer. Das richtige durchgehen nur wenns windig ist, oder sie erschrickt.
Und die Hopser / buckler ist auch eine Angewohnheit, die sie wohl schon seit Jahren hat. Aber die Besitzerin ist fest davon überzeugt, dass es kein Buckeln ist, sondern nur so ein Hopler.
Bewusst runterbuckeln würde sie einen nicht, das hat man auch gemerkt, als ich gestützt bin. Sie ist sofort angehalten und hat ganz verwirrt mit hängendem Kopf, leise brummelnd neben mir gestanden. Man hat gemerkt, dass sie sich es nicht erklären konnte, den Zusammenhang zwischen dem durchgehen und dem Sturz.
Sie hat nur gemerkt, dass sie den Reiter irgendwie verloren hat. Wie es dazu kam konnte sie sich nicht erklären, das verwirrte Valley wahrscheinlich

lg

P.S danke, dass ihr mir helft
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Alt 14.06.2012, 10:24   temperamentsausbrüche Beitrag #6
Knautsch
Lewitzer - Pferdchen
 
Benutzerbild von Knautsch
 
Registriert seit: 22.04.2008
Ort: NRW
Zitat:
Zitat von Fjordpferdchen Beitrag anzeigen
@ Knautsch
Ich bin 16, Valley ist meine erste Reitbeteiligung.
Ich reite sie dreimal die Woche, und habe davon einmal die Woche Reitunterricht bei ihrer Bereiterin.

Ja also leicht war sie noch nie, aber ich war auf einem sehr sehr guten Weg mit ihr, und kam auch ganz gut mit ihr zurecht, kleinere Schwierigkeiten gab es zwar. Aber das meinte auch meine Reitlehrerin und ihre Beis, dass das alles noch normal am Anfang ist, und es schon sehr gut klappen würde.
Hat das bei dir sehr lange gedauert, bis du gesagt hast, " ich fühle mich auf meinem Pferd wohl", oder war das am Anfang sehr schwer?
Es ist noch immer oft echt schwer für mich
Es gibt solche und solche Tage.
Von meinem habe ich allerdings auch nicht nur ein mal einen Abflug gemacht

Das man sich mit einem Pferd erst einfinden muss ist völlig normal. Du solltest Dir die Zeit lassen und dich nicht unter Druck setzen.
Das Du Unterricht nimmst und mehrmals die Woche reitest ist schon mal gut. Machst Du mit dem Pferd auch mal Bodenarbeit? Spaziergänge oder irgendwas anderes als Reiten? Das könnte Eure Bindung auch noch stärken.
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