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Alt 06.05.2005, 21:47   Unbeschwert Reiten: ein vergessener Traum? Beitrag #55
Presi837
presi837
 
Benutzerbild von Presi837
 
Registriert seit: 26.04.2005
Ort: In Rheinland -Pfalz
Bilder: 39
hallo, was bin ich freizeit ,geländereiter oder tunierreiter ich weis es nicht ? ich glaube ich bin ein Freizeitreiter mit tunierambitionen. Aber entscheidet selbst. ich fand den artikel wirklich klasse. weil es den nagel auf den kopf trifft. ich bin zwar nie ponyreiter gewesen aber alle bewundern meinen mut nur was ist mut? seht ich habe vor knapp 3 jahren mein bay bekommen drei roh und hengst , ich habe ihn angeritten ( mit helm ) und bin oft geflogen
2 Wochen später bin ich mit einer herde von reitschüler allerdings alle schon auf tunieren gewesen ins gelände . noch mal 2 monate später bin ich mit ihm (noch hengst aufs Tunier) wir kamen durch er hat zwar aufgedreht aber was solls ?Ein halbes jahr später mein pferd griffelbeine kaput ( durfte nur schritt gehen) ich Knie kaput aber keiner wollte ihn schritt reiten (zu gefährlich ) naja auf Krücken gesattelt von der rechten seite über einen stuhl mein pferd erklettert und schritt geritten.Letzes Jahr Quer durch den ort ohne sattel nur zügel am gebiss bis zur koppel oder zum schwimmen an den rhein. Auch mal wieder runter geflogen da kam ein ganz böser böser trecker . Gut im Pacour lande ich öfter mal im Oxer wenn er keine lust hat. ist halt ein sturkopf.Im winter ist er eingedeckt ich gehöhre zu den faulen leuten ( weil ich schicht arbeite wird geschoren) er geht troztdem auf koppel.
in der box ist er Bandagiert wegen seinen kriffel beinen.Ich versuche die moderne Sachen Bandagen , Deke und Tunier mit alten sachen zu kombiniren Gelände ohne sattel helm und hany. Ich denke mal mein Pferd und ich gehöhren noch zum alten schlag. Ein alter Reitlehrer brachte vor kurzem einen guten Spruch den mann sich merken sollte.

Früher hatten wir viele gute Reiter und wenige gute Pferde
heute haben wir viele gute Pferde und wenige gute Reiter
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Alt 07.05.2005, 17:59   Unbeschwert Reiten: ein vergessener Traum? Beitrag #56
Gast5662
Gast
 
schön war die zeit....

Wirklich ein toller Artikel!!!

Meine ersten Pferdeerfahrungen sammelte ich auf dem Quarter einer Freundin meiner Mum. Die hob mich einfach rauf und los gins bei ihr auf dem Roundpen. Mum & Freundin tranken Kaffee und ich "ritt" den Quarter.

Dann standen 3 Pferde auf der Wiese vor dem Haus meiner Eltern. Ich war gerade 8 Jahre alt und war jede freie Minute auf der Wiese bei den Viehchern. Meine Mutter sagte mir kürzlich, sie hätte sich fast in die Hose ge***** vor Angst mir passiert was, aber als sie sah, wie unbedarft und sicher ich da rumturnte, wußte sie, da passiert schon nix.

Tja und dann später die Pony-Zeit: immer raus auf die Weiden, über Stock und Stein, durch die Wälder... bei jedem Wetter, ob Winter oder Sommer, einfach IMMER - und das ganze ohne Sattel, weil kein Pony bei uns einen besaß... warum auch? Geht doch auch so!!!
auch mal runterfallen, was verstauchen und auch mal Knie aufschlagen, aber trotzdem immer wieder rauf auf die Ponies. Das gehörte einfach dazu. Sich dreckig machen, mal einen Huf auf den Fuß bekommen, mit voller Hingabe die Ponies striegeln und "frisieren".... immer mit dem Gedanken im Kopf: das ist mein Kumpel, wir passern auf uns auf.

Und nun? Reitstall, schöne Dressurübungen gehen, 3 verschiedene Decken besitzen für jede Jahreszeit, eine große Stallapotheke ausstatten, an der jeder Pharmazeut seine helle Freude hätte, Reitutensilien horten (Hosen, Jacken, schicke Shirts, Lederstiefel, Chaps etc.) und den Ausritt immer wieder verschieben: nee ist heut´ zu windig, nee ist zu warm, nee ist zu glatt, nee wird grad dunkel, nee regnet bestimmt gleich etc...

Irgendwie mutiert alles zu einer riesen Wissenschaft oder?
Manchmal habe ich das Gefühl, man nimmt alles viel zu ernst und der richtige Spaß den man früher hatte geht verloren...
Schade, schade das Ganze.

Ich glaube. morgen werde ich mal wieder richtig schön ausreiten....
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Alt 30.05.2005, 23:51   Unbeschwert Reiten: ein vergessener Traum? Beitrag #57
moosmutzel
Absetzer
 
Benutzerbild von moosmutzel
 
Registriert seit: 14.02.2005
was für ein herrlicher artikel! und ich dachte immer, es liegt an meinem alter, daß das reiten etwas von seiner unbeschwehrtheit eingebüßt hat: nicht nur ich bin älter geworden, mein umfeld auch - na und man ist jetzt eben 'vernünftiger'. ein ängstlicher reiter war ich noch nie, aber ganz so unbeschwert galoppiere ich eben doch nicht mehr über die felder, könnt ja was passieren, pferd stolpern, ausrutschen, stürzen oder was weiß ich. auf den gedanken wäre ich früher nie gekommen! damals sind wir eben einfach geritten. teils sehr chaotisch, sicher. und kaum einer der offenställe, die ich früher kannte, wo dann auch mein erstes pferd stand, hatte einen reitplatz, geschweige denn eine halle - na und mit dem begriff round pen hätte damals sicher kaum wer etwas anzufangen gewußt.

aber ich seh das trotzdem etwas differenzierter: ich finde es sehr gut, daß die freizeitreiterscene 'wissenschaftlicher' geworden ist. daß inzwischen die überwiegende mehrzahl der reinen freizeitreiter sehr wohl mit einer longe umzugehen wissen, sich möglichst vielseitig mit dem pferd beschäftigen und vor allem erkannt haben, daß auch ein reines geländepferd zumindest ein gewisses dressur-grundtraining braucht, um einen menschen auf seinen rücken tragen zu können ohne selbst körperlich schaden zu nehmen. und siehe da: immer mehr freizeitreiter entwickeln auch freude an etwas dressur und springen und bodenarbeit - und ich bin überzeugt: dies tut den pferden nur gut! - ich selbst bin ja auch so ein fall: selbst wenn es früher einen reitplatz gegeben hätte, mich hätte man definitiv nie darauf gesehen. doch das hat sich gründlich geändert..

wie dem auch sei: sicher gab es auch früher schon genug ängstliche reiter - möglicherweise haben sich die aber bereits durch die früher durchaus rabiateren methoden in reitschulen abschrecken lassen. andererseits hat man früher solcherart ängst vielleicht eher verschwiegen, sich im zweifelsfall eher vom reiten abgewandt. - jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, daß früher jemals jemand gesagt hätte, er hätte angst auf dem pferderücken. angst gab es damals einfach nicht. heute dagegen hab ich das gefühl, daß man in vielen reiterkreisen sehr offen über seine ängste sprechen kann.

wie dem auch sei: ich seh keinen grund zu lamentieren. wer sich durch etwas mehr nachdenken und diverse literatur den spaß am reiten nehmen läßt, ist schließlich selber dran schuld.
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Alt 31.05.2005, 12:45   Unbeschwert Reiten: ein vergessener Traum? Beitrag #58
BiMo
Lehrpferd
 
Benutzerbild von BiMo
 
Registriert seit: 26.04.2004
Ort: Aachen
Zitat:
was für ein herrlicher artikel! und ich dachte immer, es liegt an meinem alter, daß das reiten etwas von seiner unbeschwehrtheit eingebüßt hat: nicht nur ich bin älter geworden, mein umfeld auch - na und man ist jetzt eben 'vernünftiger'.
Das trifft den Nagel auf den Kopf. Ein super Artikel und ich muß sagen, ich hab genau wie moosmutzel gedacht, es läge an meinem Alter.
Man macht sich über so viele Sachen Gedanken und steht sich damit dann selbst im Weg....Gedanken, auf die man früher einfach nicht gekommen wäre.
Heute kann man sich auch gegen alles versichern. So überleg ich, ob ich nicht eine OP-Versicherung machen soll. Aber warum? Klar kann immer mal was passieren, aber dann dürfte man auch nicht mehr vor die Tür gehen. Und warum denkt man jetzt darüber nach und früher nicht? Kein Mensch hatte früher eine OP-Versicherung. Und ehrlich gesagt, seit ich hier im Forum bin, kannte ich auch nur ein einziges Pferd in 16 Jahren, was mal in einer Klinik war!! Man liest und hört soviel, da wird man noch unsicherer und will sich gegen alles absichern. Darüber hinaus vergessen wir aber das, was das Ganze so schön macht...die Unbefangenheit. Wenn ich Kinder im Umgang mit Pferden sehe, fällt das extrem auf. Das Kind hat Spaß, einem selbst laufen im selben Moment 20 verschiedene Katastrophen vorm inneren Auge ab....Schade eigentlich.
Ich möchte nicht sagen man soll nicht überlegt handeln und Sicherheit ist wichtig, aber sie sollte nicht alles andere verdrängen. Sonst kommt man irgendwann gar nicht mehr zum reiten....
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Alt 01.06.2005, 12:32   Unbeschwert Reiten: ein vergessener Traum? Beitrag #59
Manon
Fohlen
 
Registriert seit: 01.06.2005
Ort: Joachimsthal
Ich reite noch unbeschwert

Hallo,
ich finde unbeschwertes Reiten sehr wichtig und da ich "erst" 17 bin praktiziere ich es auch immer. Nur wenn ich eine Gruppe zum reiten habe, muss ich mich natürlich auf die einstellen. Ansonsten geht es ab aufs Pferd und egal wohin oder wie lange. Nur so macht reiten Spaß finde ich!!!!! Um noch ein bisschen Schleichwerbung zu machen: Bei uns kann man unbeschwert reiten und es kostet auch nicht viel! Bei Interesse bitte Kontakt aufnehmen!!!
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Alt 02.06.2005, 13:36   Unbeschwert Reiten: ein vergessener Traum? Beitrag #60
Lanka
Fohlen
 
Benutzerbild von Lanka
 
Registriert seit: 23.05.2005
Ort: Heisingen/Elfringhauser Schweiz
Ich möchte auch meinen Senf dazu tun. Ich habe nach 25 jahren Pause, vor 2 jahren auch mit die Reiterei aktiv wieder angefangen. Als ich Kind war, haben wir uns das Springen selbst beigebracht auf eine kleine Welsh Pony. Öfters sind wir gesturzt, aber gelernt haben wir es. Als ich etwas alter war, und zur Militär ging (leider einer Tradition unter die Engländer), schaffte ich es beim berittene Kaverlerie unterzukommen. Alle könnte nicht reiten, auch wenn sie reiten könnte. Da gabs wieder ein Ausbildung zur Reiter. Sechs monate Stallknecht mit Reiterausbildung vom Feinsten.
Als ich vor 2 jahren ein Pferd angeschafft habe in DL, habe ich davon geträumt das es so sein wird, genau wie in diesen Artikel. Weit gefehlt. Pferde kommen nicht draussen in die Freizeit, kein Probesitzen auf ein fremde Sattel oder Pferd und kaum ungeschwungene Ausritte in Gesellschaft. Erst mal eine Woche in voraus verabredet, und dann, doch nicht, es könnte regnen oder so.Vertagen wir es. Ich bin erst 54 jahre alt, und benutzen selten der Spruch vom "Gute alte Zeiten". Leider in diesen Fall ist der Spruch wirklich passend.

@BiMo & Moosmutzel

Ihr habt die Nagel auf den Kopf getroffen. Meiner meinung auch
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