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Antwort
Alt 14.04.2005, 12:34   Unbeschwert Reiten: ein vergessener Traum? Beitrag #49
Sira
Fohlen
 
Benutzerbild von Sira
 
Registriert seit: 07.02.2005
Hallo,

ich gehörte noch zu den unbeschwerten Freizeitreitern.
Kann ich aber auch nur mit einer Freundin von mir machen.
Wir gehen in den Wald springen über umgefallene Baumstämme.
Und machen Wettrennen.
Klar wenn die Pferde zu aufgedreht sind reiten wir auch mal ne Weile nur Schritt.
Ist echt cool und ich freue mich jedesmal darauf
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Alt 19.04.2005, 13:22   Unbeschwert Reiten: ein vergessener Traum? Beitrag #50
miss kira
Lehrpferd
 
Registriert seit: 18.04.2005
Ort: Eifel
Hallo,

ich finde den Artikel toll!!!
Endlich mal jemand, der in Worte fassen kann, was mich seit Jahren von Reitställen fern hält.
Ich möchte weiterhin ohne Reitkappe durch die Felder reiten, meine beiden Hunde mitnehmen und auf dem langen Grasweg meiner Vollblutstute auch mal die Zügel geben.
Irgendwie schockiert mich diese Entwicklung. Das Pferd und die Reiterei wird auf negative Seite vermenschlicht. Die Pferde werden einerseits total übertrieben behandelt und andererseits wird ihnen ihr natürlicher Spaßfaktor genommen. Wenn im Frühling die Sonne scheint, die Vögel singen und die Bäume blühen und meine Kiri vor Freude, dass sie lebt, beim Reiten ein paar Bocksprünge macht, dann freue ich mich mit ihr. Dann ist sie für mich kein gefährliches Pferd, dem man mal zeigen muss, wo es langgeht. Dann braucht sie auch keinen Psychiologen oder Therapeuten.
Dass die Pferde alle 2-3 Jahre ausgetauscht werden, ist mir bisher nicht bewusst geworden, aber auch da ist was dran. Schade!!! Es ist doch gerade das vertraute Verhältnis zwischen dem sanften Riesen (Pferd) und dem Raubtier (Mensch), dass diesem Sport die Leidenschaft verleiht und das wird doch mit den Jahren immer schöner.
Grüße
Tanja
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Alt 01.05.2005, 18:32   Unbeschwert Reiten: ein vergessener Traum? Beitrag #51
Tina31
Freizeitreiterin
 
Registriert seit: 27.04.2005
Hi, schöner Artikel,
ich bekomme Sehnsucht, wenn ich das lese - - denn genau das ist eigentlich mein Ziel: nicht lebenslanges Hallen- oder Turnierreiten, sondern raus in die Natur, ein wenig Abenteuer.
Aber jeder sagt mir: "Oooh, Gelände, das ist so gefährlich, da hätte ich Angst..." und meistens haben sie noch eine Horrorgeschichte parat. Als ich 14 war, hatte ich überhaupt keine Angst, und bei einem Ausritt ist mir das Pferd davon geprescht, und oh Wunder, ich hielt mich oben und werde dieses Erlebnis niemals vergessen. Obwohl mir ein Stein, der aufspritze, an die Stirn donnerte, war ich anschließend überglücklich.
Ich möchte das so gerne wieder erleben... Aber jetzt hab ich fast Angst vorm Galopp, vielleicht auch, weil ich älter bin, und ich weiß, dass ich die Angst erst überwinden kann, wenn ich mal wieder über ein Feld preschen kann. Anders geht das nicht.
Reite allerdings erst seit einem halben Jahr wieder und hab es auch als Kind nie richtig gelernt. Musste ziemlich von vorne anfangen. Und sehne den Tag herbei, an dem ich endlich mal "raus" kann...
Liebe Grüße
Tina (31)
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Alt 05.05.2005, 20:27   Unbeschwert Reiten: ein vergessener Traum? Beitrag #52
Ainsi
*pluripotent*
 
Registriert seit: 10.08.2004
Ort: Köln
hallo!

also ein sehr intressanter artikel, der echt wahr ist...ich will auch mal meinen self dazu geben...!

ich mach mir manchmal auch so meine gedanken so um das alles, ob des alles so seine richtigkeit hat, wie es so läuft, Mit den pferden bzw dem pferd mein ich...
warum plagt man sich rum, dass das pferd keine ruhigen übergänge von galopp zum trab hinbekommt; dass es auf der rechten hand einfach schwieriger zu biegen ist und manchmal einfach nur förmlich "NEIN!" schreit...
WO sind die zeiten hin, wo keiner auf die haltung des kopfes des pferdes geachtet hat, wo man spaß beim reiten hatte, mit andern leuten einfach "UNBESCHWERT" die zeit auf dem pferd genossen hat, dem pferd seinen willen nihct völlige entzogen hat ...


in diesem zeitalter des reitens, wenn man das mal so nennen kann, entstehen die meisten "problempferde" die sogenannten "horsemans" wie sie alle heißen mögen haben immer mehr kunden, ... die ganzen verhaltensauffälligen pferde, die teilweise als schlachtpferde enden, ich denke die sind teilweise einfach nur produkt dieser eingebildeten wohlstandsgesellschaft, die sich das pferd zum unterwürfigen sportgerät machen ... manchen pferden sieht man es echt an, dass sie aufgegeben haben finde ich... ihren kampf beendet und resigniert haben sie, den kampf gegen den achso tierfreundlichen reiter, der seinem pferd das dritte paar rosa-karierte bandagen kauft, aber seinem pferd keinen weidegang genehmigt -.-

ich will nicht behaupten, dass das ausschließliche reiten im gelände UNBESCHWERT ist bzw sein kann. klar, im gelände ist so gesehen alles einfacher.-in dem sinne keine biegungen etc wie sie auf dem platz oder meinetwegen in der halle gefordert werden. ich denke man kann auch auf dem platz unbeschwert reiten. also dressurmäßig meine ich nun. ich denke das problem vieler reiter ist, dass sie einfach immer nur höher werdende ansprüche an ihre pferde haben. es muss höher springen, muss eine kleinere volte im galopp schaffen, es muss heute jetzt und sofort aus dem schritt angaloppieren können ... mag das pferd diesen anforderungen nihct gerecht werden, vielleicht sogar mal durch reiterliches nichtkönnen oder gar fehler des REITERS bedingt sein, genau an DIESEM punkt hört meiner meinung nach das UNBESCHWERTE REITEN auf ... Das pferd fügt sich dem reiterwillen nicht. der reiter wird ungeduldig, unfair und schließlich ungerecht gegenüber dem pferd...

ich sag mir manchmal auch so: was willst du mehr als ein glückliches pferd, dass echt spaß am umgang mit dir hat, das verdammt gerne mit dir ins gelände geht.. irgendwie ist es glaube ich der ehrgeiz des menschens, sich das reiten manchmal echt zur hölle zu machen. seinem pferd die letzten reserven aus den muskeln zu treiben. ohne sein unwilliges und sich wehrendes verhalten zu berücksichtigen ... nein, der mensch (ICH NICHT UMS mal hier zu sagen) will erfolg haben, er will kontrolle über sein pferd, ein willenloses pferd. dabei missachtet er die tatsache, dass er ein pferd immmer noch ein pferd ist und kein Sportgerät, mit dem MAN ALS MENSCH ruhm und ehre erlangen kann, ums mal krass auszudrücken. es ist aber in meinen augen teilweise ect so, also mit teilweise meine ich bei manchen pferdebesitzern oder ganzen ställen teilweise auch ...

ich sträube mich manchmal echt tunlichst gegen so manche prinzipien ... manchmal schwing ich mich einfach ohne sattel nur mit einohrtrense auf stuti und geh auf den platz, mal alle "prinzipien" fallen lassen.

Die leute gucken einen da an "ach ja wald- und wiesenreiter"... Und wenn schon, ich habe SPAß und wenn mein pferd keine l-dressur laufen wird/kann/tut!!! ich genieße den umgang mit dem pferd.- einfach REITEN und genau in diesen situationen wenn ich lachend auf dem pferd sitze und spaß ohne ende habe, genau in diesen situationen bemerke ich dass reiten echt unbeschwert sein kann ... und auch manchmal muss, um wirklich entspannung zu schaffen und einfach mal das "kind in mir" aufkommen lässt ...


So das von mir zu diesem thema...

Lg Ainsi ...
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Alt 05.05.2005, 21:20   Unbeschwert Reiten: ein vergessener Traum? Beitrag #53
Minksi
Englisches Vollblut - Fan
 
Benutzerbild von Minksi
 
Registriert seit: 24.09.2004
Ort: Niedersachsen
Also,ich muß sagen, der Artikel ist klasse (so was ähnliches steht auch entweder in der neuen Cavallo oder in der Pferdebörse).
Wenn ich zurückdenke, wie es bei mir damals war ... ich habe 1982/83 angefangen zu reiten ... und das ging einfach so:
Rauf auf's Pony und ab ins Gelände ... aber nicht im Schritt sondern gleich im Galopp.
Irgendwie (ich frage mich bis heute wie), hab ich mich auf dem Pony halten können.
Nach und nach wurden die Hilfen und Einwirkungen besser - ich lernte viel dazu.
Gesprungen sind wir, wie es uns in den Sinn kam ... im Gelände, auf dem Hof, mit oder ohne Sattel (waren auch ohne Sattel im Gelände), aus vollem Galopp oder auch nicht, und eigentlich über fast alles, was uns den Weg versperrte.

Gefallen sind wir auch - oft auch ohne Helm geritten ... aber abbekommen haben wir eigentlich so gut wie nie was, wenn man blaue Flecken und Schrammen nicht mitzählt.

Große Straßen hatten wir auch zum Überqueren, sind teilweise 8 - 10 km zum Reitunterricht geritten und auch wieder zurück, weil kein Hänger da war.
Jede Wiese, jedes Feld, das einladend aussah, wurde kurzerhand zu unserer Rennstrecke ... die Feldwege sowieso ...

Wenn ich heute so bedenke, was da alles hätte passieren können .... oha!
Aber - ich glaube, heutzutage sind die Kids (ich möchte damit keinen persönlich angreifen) irgendwie anders gestrickt ... nur woher das alles kommt, weiß ich auch nciht.

Es gibt da auch eine tolle Mail, die uns aufzeigt, warum wir aus den 80-er Jahren eigentlich nicht hätten überleben dürfen ... aber wir haben es doch ... (finde die Mail gerade nicht *gummel*)

Aber - alles, was wir in den 80-er Jahren gemacht haben mit unseren Ponies, würde ich heute auch wieder so machen ... denn es hat viel mehr Spaß gemacht, als das ewige im Kreis reiten auf dem Platz oder in der Halle.

Dies spiegelt selbstverständlich nur meine Meinung wider ... jeder hat dazu eine andere und das ist auch gut so!

Gruß Minksi
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Alt 06.05.2005, 14:25   Unbeschwert Reiten: ein vergessener Traum? Beitrag #54
Feanor
Jährling
 
Benutzerbild von Feanor
 
Registriert seit: 05.09.2004
Ort: BaWü
Ich denke als Kind war alles einfacher. Was ich da alles gewagt ausprobiert habe, wage ich heute nicht mehr. das Problem ist, es wird einem von allen Seiten diese Angst eingeredet. Deswegen mag ich diese Turnierreiterställe auch nicht so. Meine letzte RBT war auch so ein Fall, ich durfte auf dem Platz reiten, im Gelände nicht. Mir wurde immer nur erzählt, dass es im Gelände nicht gehen würde, das das pferd da abdrehen würde etc. So hatte ich von vorneherein keine Lust mit diesem Pferd durch den Wald zu reiten. So wird Angst auch geschürt.

In meinem jetzigen Stall, wo auch mein Pferd steht, ist es anders. Es ist ein reiner Freizeitstall ohne richtigen Platz/Halle. Am Anfang war das ein Prolem für mich. Ich wollte zwar immer freizeitreiten, aber neues Pferd, neue UMgebung, schon war die Angst da. Da mein Pferd das ganze natürlich noch unterstützt hat, in dem es eben nicht dem traum entsprach, locker flockig am langen zügel durch die walachhei zu tingeln, war das am anfang der horror. einige werden ggf. auch meinen anderen thread gelesen haben, in dem ich kurz vor dem verkauf stand. ich habe mich mit meiner angst praktisch selber behindert.

ich finde eine grundlegenden respekt muss man immer haben, so reite ich z.b. nie ohne helm, einfach weil es mir zu gefährlich ist, denn auf das liebste und ruhigste pferd kann man erschrecken.

mittlerweile habe ich wieder meinen mut entdeckt und kann mich auch durchsetzen und steige nicht ab, wenn mein pferd mal wieder blödsinn macht. am anfang war das sehr krass und mein pferd hat natürlich entsprechend reagiert, weil ich dann wirklich immer wieder abgestiegen bin.

wie sagte mal jemand so treffend? "ich habe kein freizeit-pferd, sondern einen "allrounder". Denn diese pferde müssen praktisch von allem etwas können. Sie sind unerschrockener als die turnierpferde, die ihr leben lang nix sehen außer box, halle und den weg dazwischen und die dann beim ersten "wind um die nase" abgehen und, das ist das wichtigste - glücklicher.

natürlich gehe ich auch regelmäßig auf den platz und übe da, aber es macht einfach mehr spaß, die seele baumeln zu lassen und einen gemütlichen schritt ausritt zu machen, die natur zu beobachten, ggf. wild sehen was man sonst nicht sieht und einfach zu entspannen. manchmal muss man sich zu dem glück auch selber zwingen, und sein herz zuerst über das hindernis werfen und dann hinterherspringen. auch wenns mit zunehmenden alter immer schwerer fällt. aber, übung macht den meister
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