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Alt 03.02.2012, 14:36   unkonstante Anlehnung - falsches Gebiss? Beitrag #13
krümelkeks100
Sportpferd
 
Registriert seit: 13.08.2008
Wenn ich das hier so lese drängt sich mir -wie so oft- der Verdacht auf, dass du v/a mit Nase im Sand gleichsetzt. Ein korrektes v/a ist ein an das Gebiss herandehnen des Pferdes bei aktiver Hinterhand, bei der die Nase des Pferdes nicht tiefer als das Buggelenk kommen sollte. Also kannst du ohne Anlehnung auch kein korrektes v/a erreichen. Mit Dreieckern bleibt dein Pferd zwar mit dem Kopf in der gewünschten Position, aber auch hier ist kein Herandehnen an das Gebiss vorhanden, da sich das Pferd leicht aufrollt, richtig?

Du solltest mal versuchen die Hand einfach stehen zu lassen, die Kopfhaltung deines Pferdes ignorieren und von hinten an die Hand herantreiben. Dabei nicht ziehen, nicht abspielen, keine "Paraden" geben wollen, sondern wirklich einfach Verbindung zum Pferdemaul herstellen und diese konstant halten. Evtl kannst du die kleinen Finger mal in den Angstriemen einhaken. Das kann dann schonmal 4-5 Runden aussehen als hättest du eine Giraffe gesattelt, aber wahrscheinlich gibt dein Pferd dann nach. Es ist allerdings ein wenig schwierig alleine festzustellen, ob es einfach noch dauert bis das Pferd nachgibt, oder ob es einfach Murks ist was man obendrauf anstellt, daher wäre ein RL natürlich hilfreich.

Zum Thema Sattel und Gebiss: Es ist durchaus möglich, dass die Sachen nicht optimal passen, und dass dadurch deine Probleme verstärkt werden, es ist jedoch fast immer so, dass die Probleme durch korrektes Reiten behoben werden können. Versuch doch einfach verschiedene Gebisse und auf jeden Fall suche weiter nach einem passenden Sattel, aber es wird nicht alleine die Lösung sein.
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Folgende 2 Benutzer finden den Beitrag von krümelkeks100 hilfreich:
BlackJaq, Steedrider
Alt 03.02.2012, 22:37   unkonstante Anlehnung - falsches Gebiss? Beitrag #14
meryll
Absetzer
 
Registriert seit: 17.08.2005
Über die Definition des Begriffs Anlehnung sind wir uns hier einig?
Als stete, weich federnde Verbindung zwischen Reiterhand und Pferdemaul, die vom Pferd gesucht und vom Reiter gestattet wird? Und daß sie auf keinen Fall durch Rückwärtswirken mit den Zügeln gewonnen werden darf?
Oder um noch einmal den von mir so geschätzten Ausbilder zu bemühen: das Pferd muß den aktiven, die Reiterhand den abwartenden, passiven Part innehaben - es heißt ja schließlich Anlehnung, nicht Anziehung
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Alt 03.02.2012, 22:50   unkonstante Anlehnung - falsches Gebiss? Beitrag #15
desiree_m
Longenpferd
 
Benutzerbild von desiree_m
 
Registriert seit: 09.06.2006
Ort: KÖln
Bilder: 47
@Meryll nein ich meine nicht de nickbewegung im Schritt er macht es im Trab Anfang der stunde immer noch teils wird aber im Laufe der arbeit besser. Er macht es extremer wenn ein martingal drauf ist oder halt auch ein normales Gebiss. Mit d geendet ruhigereinte ch eher das der druck ab den Seiten gleichmässiger ist.
Erst hatten wir aufs d gebiss gewechselt (er hatte vorher schon kein Mega dickes Gebiss), danach wurde es um Klassen besser, nachdem de Osteo da war konnte ich ohne martingal reiten da wurde es nochmal besser (er Jan de Bewegung der Ringe vom martingal am Zügel überhaupt nicht ab) und jetzt ist es nur noch manchmal minimal ein Problem am Anfang der stunde im trab
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Alt 03.02.2012, 22:57   unkonstante Anlehnung - falsches Gebiss? Beitrag #16
meryll
Absetzer
 
Registriert seit: 17.08.2005
Zitat:
Zitat von desiree_m Beitrag anzeigen
@Meryll nein ich meine nicht de nickbewegung im Schritt

Dann entschuldige ich mich für die Frage. Hab' aber im Lauf der Jahre schon so viele seltsame Dinge gehört und gesehen daß ich gar nicht anders konnte (kenne dich ja nicht).
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Alt 03.02.2012, 23:54   unkonstante Anlehnung - falsches Gebiss? Beitrag #17
Steedrider
Gnadenbrotpferd
 
Benutzerbild von Steedrider
 
Registriert seit: 08.01.2005
Zusammenfassung:

- du reitest hauptsaechlich ueber den Sitz
- dein Sitz ist fabelhaft
- sogar die Richter sind davon voellig aus dem Haeuschen
- es kann niemand dieses Pferd dazu bewegen, die Ruebe konstant unten zu halten.

Logische Schlussfolgerung: Pferd kaputt.
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Folgende 5 Benutzer finden den Beitrag von Steedrider hilfreich:
BlackJaq, claustim, Fellknäuel : ), feuernelke, kyrie
Alt 04.02.2012, 09:07   unkonstante Anlehnung - falsches Gebiss? Beitrag #18
claustim
Gesperrt
 
Registriert seit: 27.04.2010
Ich würde da einmal einen anderen Lösungsansatz ins Spiel bringen:

Wenn ich die Einleitung der TE so durchlese, dann drängt sich mir der Verdacht auf, daß dieses Pferd gar nicht an das Gebiss herantritt.
Es macht zwar den Hals krumm, aber an den Hilfen steht dieses Pferd nicht.

Dafür gibt es zwei deutliche Hinweise von Seiten der TE:
Sobald sie mit der Hand einwirken will, hebt sich das Pferd heraus.
Das geschieht auch, sobald etwas Neues in der Umgebung geschieht. Dann "glotzt" das Pferd.

Das aber ist kein Problem, was sich über die Verwendung eines anderen Gebisses lösen läßt!

Hier muß in der Reitweise eine Umstellung erfolgen.
Ich würde es einmal so beschreiben:

Die TE sitzt auf dem Pferd und "stirbt in Schönheit".

Sie muß aber das Pferd "vor" sich bekommen.
Sie muß dafür sorgen, daß das Pferd das Gebiss aufsucht.
Da darf schon etwas Druck auf die Hand kommen.
Der Reiter sollte schon "etwas" in der Hand haben.
Natürlich keine Zentner!
Aber so ganz ohne eine Verbindung geht es nicht.

Bei dem hier beschriebenen Pferd besteht aber keine Verbindung.
Das Pferd in der Beizäumung zu erhalten, gelingt nur über Tricks!
Tricksen ist aber nicht Reiten.

Das Zaubermittel heißt:
Übergänge, Übergänge und nochmals Übergänge.
Das Pferd muß auf die Hinterhand gesetzt werden.
Das Pferd muß mit der Hinterhand mehr Last aufnehmen.
Die TE muß ans Treiben kommen.
Dann kann sie ihr Pferd auch von hinten an die Hand heran reiten.
Dann wird sich das Pferd in den Paraden nicht mehr entziehen.

Geändert von claustim (04.02.2012 um 09:29 Uhr)
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