Ich würde da einmal einen anderen Lösungsansatz ins Spiel bringen:
Wenn ich die Einleitung der
TE so durchlese, dann drängt sich mir der Verdacht auf, daß dieses Pferd gar nicht an das Gebiss herantritt.
Es macht zwar den Hals krumm, aber an den Hilfen steht dieses Pferd nicht.
Dafür gibt es zwei deutliche Hinweise von Seiten der
TE:
Sobald sie mit der Hand einwirken will, hebt sich das Pferd heraus.
Das geschieht auch, sobald etwas Neues in der Umgebung geschieht. Dann "glotzt" das Pferd.
Das aber ist kein Problem, was sich über die Verwendung eines anderen Gebisses lösen läßt!
Hier muß in der Reitweise eine Umstellung erfolgen.
Ich würde es einmal so beschreiben:
Die
TE sitzt auf dem Pferd und "stirbt in Schönheit".
Sie muß aber das Pferd "vor" sich bekommen.
Sie muß dafür sorgen, daß das Pferd das Gebiss aufsucht.
Da darf schon etwas Druck auf die Hand kommen.
Der Reiter sollte schon "etwas" in der Hand haben.
Natürlich keine Zentner!
Aber so ganz ohne eine Verbindung geht es nicht.
Bei dem hier beschriebenen Pferd besteht aber keine Verbindung.
Das Pferd in der Beizäumung zu erhalten, gelingt nur über Tricks!
Tricksen ist aber nicht Reiten.
Das Zaubermittel heißt:
Übergänge, Übergänge und nochmals Übergänge.
Das Pferd muß auf die Hinterhand gesetzt werden.
Das Pferd muß mit der Hinterhand mehr Last aufnehmen.
Die
TE muß ans Treiben kommen.
Dann kann sie ihr Pferd auch von hinten an die Hand heran reiten.
Dann wird sich das Pferd in den Paraden nicht mehr entziehen.