Zitat:
Zitat von fintan
Man möge mir verzeihen.
Mir stellt sich bei solchen Threads immer die Frage ob man was zum reiten sucht oder ob man was zum therapieren sucht. Natürlich kann das Pferd nichts dafür, aber sucht man wirklich jahrelang Therapie, Gespräche und Sitzungen um sein Lebensgefühl darzustellen, oder aber will man wirklich reiten?
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manche menschen mögen solche herausforderungen. als ich mein saures schulpferd nach 10 monaten "drauf hinarbeiten" das erste mal zu 5 galoppsprüngen auf dem platz überzeugen konnte, war ich stolz wie oskar

ich habe einen konsequenten plan verfolgt, der darauf hingearbeitet hat, mit DIESEM pferd "normal" reiten zu können, und dieser plan beinhaltete longieren, freispringen, stangenarbeit, entspannte ausritte, vertrauen vermitteln, am gleichgewicht arbeiten. und der plan hat früchte getragen, das war supergeil, ehrlich

und mittlerweile könnte ich mit dem pferd in einer ländlichen A-dressur starten, ohne mich schämen zu müssen

und: das pferd hat mir einfach leid getan. der wurde von einem händler an eine frau verkauft, deren verrechnungsscheck geplatzt ist, die das pferd derweil in eine tierklinik gebracht hat wo sie die rechnung nicht begleichen konnte, das pferd stand da also als "pfand", hat irgendwie keinem und irgendwie 2 personen gehört und keiner hat sich drum gekümmert. da wurde ich weich. ich bin nämlich wesentlich weicher, als ich wirke

wenn man die früchte seiner eeeewig laaaangen arbeit dann ernten kann, dann ist das ein tolles gefühl. ausserdem ist die bindung zu dem pferd DURCH diesen eeeewig laaangen weg eine andere.
obsi