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24.05.2012, 17:09
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Unterschiede FN <-> Klassisch-Barock Beitrag #31
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Jährling
Registriert seit: 27.02.2012
Ort: München
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[QUOTE=Rickmaniac;9904939]
Im Vergleich zu den dafür gezüchteten Warmblütern aber schon. /QUOTE]
Und mir gefallen Rappen besser als Füchse. So ist das halt mit den Veranlagungen. Das hat aber nichts mit Reiten zu tun. Ob ein Pferd in den Verstärkungen gut untertritt und sich dabei selbst trägt, ist hingegen eine Fragestellung der Reitkunst, und unabhängig von Zuchten.
Auf Turnieren sitzen zunehmend Leute drauf, die nicht _reiten_, sondern die angeborenen Talente ihrer Pferde vorführen, nach Möglichkeit, ohne runterzufallen. Langweilig. Die können auch gar nicht übers Reiten reden, sondern nur über die Abstammung ihrer Pferde, die sie bis in die graue Vorzeit runterrattern können. Noch langweiliger.
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Folgende 2 Benutzer finden den Beitrag von Thyl hilfreich:
Catriona,
Laura**
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25.05.2012, 09:13
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Unterschiede FN <-> Klassisch-Barock Beitrag #32
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Gnadenbrotpferd
Registriert seit: 11.04.2007
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Zitat:
Zitat von Nica
Wenn es denn echte hohe Versammlung ist......
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Ein wahres Wort gelassen ausgesprochen. Was bei Barockreitern als Versammlung durchgeht, ist in den meisten Fällen schlicht langsam. Wunderbare Piaffen auf der Vorhand, gelaufene Passagen etc.
Warum das so ist? Weil man für echte Versammlung Federkraft braucht, die aus Tragkraft UND Schubkraft entsteht. Und weil viele Barockreiter der Ansicht sind, man könne den Schub vernachlässigen und ihre Pferde sehr früh auf Tragkraft schulen. Und: Weil sie Schwung für Teufelswerk  halten. Die Ergebnisse sind entsprechend.
@Rickmaniac: Eine Verstärkung ist eine Verstärkung. Dafür gelten ganz rasseunabhängig die gleichen Kriterien. Das Schmeißen der Vorderbeine, das WBs vielfach aufgrund ihrer weiten Bewegungsmechanik besonders leicht fällt, gehört definitiv NICHT dazu. Eine gute Verstärkung kommt immer von hinten – und es gibt überhaupt keinen Grund, warum ein Barockpferd dies nicht auch leisten können sollte.
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Folgende 5 Benutzer finden den Beitrag von Cubano hilfreich:
meryll,
Nairah,
riosin19,
Safarie,
Sib
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25.05.2012, 10:48
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Unterschiede FN <-> Klassisch-Barock Beitrag #33
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Jungpferd
Registriert seit: 07.09.2005
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Danke Cubano, ich bin ganz deiner Meinung!
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25.05.2012, 10:57
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Unterschiede FN <-> Klassisch-Barock Beitrag #34
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Gnadenbrotpferd
Registriert seit: 11.05.2012
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Zitat:
Zitat von Cubano
@Rickmaniac: Eine Verstärkung ist eine Verstärkung. Dafür gelten ganz rasseunabhängig die gleichen Kriterien. Das Schmeißen der Vorderbeine, das WBs vielfach aufgrund ihrer weiten Bewegungsmechanik besonders leicht fällt, gehört definitiv NICHT dazu. Eine gute Verstärkung kommt immer von hinten – und es gibt überhaupt keinen Grund, warum ein Barockpferd dies nicht auch leisten können sollte.
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Ich habe ja nicht gesagt, dass die barocken Rassen das nicht können. Und wenn ich vom optisch schöneren Bild bei Warmblutpferden spreche, meine ich gewiss nicht diese unreellen Strampeltiere a la Totilas oder Matine (+), Aber ein korrekt gerittener Lippi in den Verstärkungen fällt gegen einen korrekt starken Trab gehenden Warmblüter schon sehr ab. Wenn man objektiv ist.
Ich bin auch überhaupt kein WBfan, würde nie eins haben wollen.
Ich hab´s halt nur mal in Wien gesehen. Und ich gehe mal davon aus, dass die Lippis der Hofreitschule sehr reell ausgebildet werden. Und als sie dann mal den starkten Trab zeigten, habe ich gedacht: "Schuster, bleib bei deinen Leisten." Es sah optisch halt bemüht aus, aber nicht schön. Und ich hatte mir gedacht, dass es schon seinen Grund hatte, dass die klass. Barocken keine Verstärkungen reiten.
Ich gucke mir ansonsten immer die Vorführunge der Lippizaner an, wenn sie mal im Fernsehen gezeigt werden. Starker Trab wird meines Wissens eher nicht gezeigt.
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25.05.2012, 10:58
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Unterschiede FN <-> Klassisch-Barock Beitrag #35
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Jährling
Registriert seit: 27.02.2012
Ort: München
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Zitat:
Zitat von Cubano
Im barocken REITEN sind Trabverstärkungen tatsächlich nicht vorgesehen. Rein historisch wurde das zu jener Epoche schlicht nicht geritten.
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Das ist jetzt mal sehr vorläufig, und ich habe vor, dazu noch mehr herauszufinden, aber ich spekulier mal folgendes:
"Rein historisch" können wir das letztendlich nicht wissen. Ich habe angefangen, mich durch Gueriniere zu arbeiten, weil ichs wirklich wissen wollte. Durchaus noch heute lesbares Französisch (dank an die Academie Francaise), bis auf einige Fachausdrücke. ABER:
Was ist das eigentlich? Wirklich eine Reitlehre? Bei der Zügelführung fängt er mit den vier Richtungen an (vorwärts, links, rechts, rückwärts), geritten einhändig auf Kandare. Dann kommt noch was über zweihändige Führung. Ende. Wie lehrt man es? Schweigen?!
Man muss sich wirklich mal den Kontext ansehen. Das Buch erschien 1733, es enthielt hervorragende Stiche eines bekannten Künstlers, und es war derart schweineteuer, würde ich vermuten, dass es sich nur eine kleine adelige Schicht leisten konnte. Die hatten eine komplette Infrastruktur zur Verfügung, mit Ställen, Personal, Bereitern, Wissen seit der Kindheit etc. Dieses Buch stellt einen kleinen Ausschnitt daraus dar; es wendet sich an die, die man später vllt Herrenreiter nannte. Schnutzige Details werden einfach nicht erklärt.
Stell Dir die Situation für das Automobilwesen vor. Es gibt Lehrbücher zu gutem Fahrstil, z.B. von Walter Röhrl. Und wir haben hervorragende Autofabriken, eine Ersatzteilinfrastruktur, Werkstätten, Fahrschulen, und jedes Kind weiß, wo man ziehen muss, um eine Zapfpistole zu bedienen.
Und jetzt spring 300 Jahre in die Zukunft, wo es nur noch Elektroautos gibt, und stell Dir vor, jemand würde versuchen, einen 300 Jahre eingemotteten Oldtimer wieder in Betrieb zu nehmen, mit Walter Röhrls Buch. Keine Chance.
SPRICH: Es ist meine derzeitige Annahme, dass wir aus den überlieferten Werken nur eingeschränkt auf das damalige Reiten schließen können. Und was für Tempowechsel die damals zur Gymnastizierung die geritten sind, wissen wir nicht.
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Folgender Benutzer findet den Beitrag von Thyl hilfreich:
WashiSue
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25.05.2012, 16:29
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Unterschiede FN <-> Klassisch-Barock Beitrag #36
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Gnadenbrotpferd
Registriert seit: 11.04.2007
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Thyl: Das ist natürlich richtig. Andererseits findet sich in den historischen Reitbüchern aus jener Zeit zwar viel, das in Richtung Versammlung geht, aber eben rein gar nichts in Sachen Verstärkung. Rein spekulativ würde ich mal darauf tippen, dass die erst mit Steinbrecht "in Mode" kamen. Aber das müsste ich auch recherchieren.
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