Verschiedene Reitsportartikelanbieter haben in den vergangenen Jahren eine steigende Auswahl solcher sogenannten Longierhilfen, Ausbildungsgeschirre oder auch Pessoa- Longierhilfen auf den Markt gebracht.
Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen, die Hinterhand des Pferdes einschließend oder auch nur hinter den Ellbogen her über den Rücken.
Gemein ist ihnen, dass sie die Pferdebewegung beim Laufen, also die Bewegung der Hinterhand oder der Vorderbeine unmittelbar auf das Gebiss übertragen.
Sie unterscheiden sich daher vom klassischen Hilfszügel als solchen in der Wirkungsweise wesentlich darin, dass es dem Pferd nicht möglich gemacht wird eine ruhige Verbindung aufzubauen und sich somit gemäß der Skala der Ausbildung in Anlehnung vom Gebiss abzustoßen. Wann immer das Pferd versucht an das Gebiss heran zu treten, wird dies durch die Impulsübertragung des Bewegungsapparates verhindert und das Pferd wird zum hinter dem Zügel gehen angeregt, es ist somit keine reelle Dehnungshaltung möglich.
Hingegen der Hilfszügel ermöglicht dem Pferd eine stetige Verbindung, an welcher Anlehnung erarbeitet werden kann. Dies ist der maßgebliche Unterschied zwischen den eher als Modeerscheinung anzusehenden Longierhilfen, welche im übrigen kein Bestandteil der klassischen Reitlehre sind und den Hilfszügeln, welche sich ausführlich beschrieben im Band 6 der Richtlinien der FN finden.
Nachfolgend noch einige Bilder für Beispiele von Longierhilfen, wie sie in unterschiedlichster Form auf dem Markt zu finden sind. Von der Benutzung selbiger kann im Sinne der Pferde nur eindringlich abgeraten werden!
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