Hallo,
da mein Wallach schon seit Wochen lahmt, sollte er jetzt in die Klinik. Die letzten Anhängerfahrten waren für ihn leider immer Stallwechsel oder Klinikbesuche. Von mal zu mal wurde es schwieriger ihn zu verladen. Wir standen auch schon einmal 5 h auf dem Klinikparkplatz - nix ging mehr. Er wurde sediert..brachte auch nichts. Irgendwann, es war schon kurz vor Mitternacht, ging er ohne zu zögern auf den Anhänger.
Anfang der Woche kam dann ein Bekannter zum Stall. Er ist bekannt dafür, dass er so ziehmlich jedes Pferd verlädt - und das auf eine ganz ruhige Art und Weise. Aber auch diesmal lief das ganze nach dem alten Motto ab: der Wallach geht mit auf die Rampe (die Hinterbeine stehen noch auf Asphalt, die Vorderbeine auf der Rampe). Dort bleibt er stehen. Er ist nervös und äppelt wie wild. Versucht man dann nach einer halben Ewigkeit ihn einen Schritt weiter zu bewegen (ganz vorsichtig ohne viel Druck), weicht er sofort nach rechts oder links aus und rennt einfach geradeaus durch. Dabei springt er schön von der Rampe..tötlich für sein lahmes Bein. Ein Halten ist nicht möglich. Er würde auch durch Longen rennen. Personen, die dort stehen, werden ignoriert. Er läuft dann in seinen Paddock zu seinem Paddocknachbarn. Wir haben es auch probiert, in dem wir seinen Freund zuerst verladen haben. Er geht auch wieder brav auf die Rampe, aber dann keinen Schritt weiter. Sobald man es mit einem Schritt versucht, stellt er sich hinter das bereits verladenen Pferd oder rennt wieder seitlich die Rampe runter. Man kann ihn sofort wieder auf die Rampe führen, aber weiter kommen wir nicht. In dieser Zeit äppelt er wie ein Irrer. Ich vermute es ist eine Mischung aus Angst und Respektlosigkeit. Mit seinem lahmen Bein können wir aber kein großartiges Gehorsamstraining an der Hand machen, er soll möglichst ruhig stehen. Der Bekannte meinte, er würde ihn sicherlich irgendwann auch in den Anhänger bekommen, aber jede Flucht, jede Drehung bedeutet extreme Belastung für sein lahmes Bein. Das wäre nicht Sinn der Sache. Wir mußten den Klinikbesuch absagen. Aber spätestens für ein Szintigram müßte er in die Klinik. Ich bin schon ganz verzweifelt.

Früher hatten wir eine kurze Stallgasse an die wir rückwärts ranfahren konnten. Mit einem langen Strick um die vordere Stange hatten wir ihn dort langsam Stück für Stück in den Anhänger dirigiert. Er konnte ja nicht großartig weglaufen. Aber am jetzigen Stall haben wir keine Gasse mehr und Zäune rennt er einfach um. Ohne Begrenzung würde er warscheinlich eine richige Reißprobe daraus machen. Hat jemand noch einen Tipp für uns? Eine Bekannte bot mir für die Zukunft ihren Anhänger zum Üben an. Das nutzt uns aber jetzt nicht viel
Vielen Dank für Eure Hilfe