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08.05.2011, 16:14
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Verständnisfrage - Lenken beim Fahren und Reiten Beitrag #1
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Pferdemama
Registriert seit: 07.05.2010
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liebe fahrfreunde!
es gibt da etwas, was ich mich schon lange frage und hoffe, dass ihr mir weiterhelfen könnt.
beim reiten lenke ich mein pferd ja durch eine kombination aus schenkel-, kreuz- und gewichtshilfen. der äußere zügel wendet. ziel ist es mir möglichst wenig zügelhilfen auszukommen. so weit, so gut.
beim fahren habe ich zum lenken nur den zügel - will ich nach rechts, nehme ich den rechten zügel an und umgekehrt - richtig???
wir das pferd nun geritten und gefahren - wie kann es das unterscheiden??
ich "fahre" mein pferd hie und da vom boden und bin immer wieder erstaunt, wie wenig zügel ich dabei eigentlich brauche, sei es zum durchparieren oder zum lenken. ich freue mich natürlich darüber, verstehe es aber nicht.
beim fahren vom boden kann ich es mir nochteilweise über die körpersprache erklären, aber auch die hab ich ja auf dem kutschbock nicht.
würde mich freuen, wenn jemand licht ins dunkel bringen könnte!
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08.05.2011, 16:55
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Verständnisfrage - Lenken beim Fahren und Reiten Beitrag #2
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Reitpferd
Registriert seit: 25.09.2010
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Zitat:
Zitat von kitty84
liebe fahrfreunde!
es gibt da etwas, was ich mich schon lange frage und hoffe, dass ihr mir weiterhelfen könnt.
beim reiten lenke ich mein pferd ja durch eine kombination aus schenkel-, kreuz- und gewichtshilfen. der äußere zügel wendet. ziel ist es mir möglichst wenig zügelhilfen auszukommen. so weit, so gut.
beim fahren habe ich zum lenken nur den zügel - will ich nach rechts, nehme ich den rechten zügel an und umgekehrt - richtig??? nicht ganz, korrekterweise gibt die äußere Leine nach
wir das pferd nun geritten und gefahren - wie kann es das unterscheiden?? warum sollte es das müssen, es sind zwei völlig unterschiedliche Wege zum gleichen Ziel? schließlich lässt sich das korrekt ausgebildete Reitpferd auch über die Zügel lenken (auch wenn das nicht Sinn der Übung ist), und das auch das schlecht ausgebildete "Reit"-Pferd sich sogar fast ausschließlich über den Zügel lenken lässt, kann man auch täglich beobachten...
ich "fahre" mein pferd hie und da vom boden und bin immer wieder erstaunt, wie wenig zügel ich dabei eigentlich brauche, sei es zum durchparieren oder zum lenken. ich freue mich natürlich darüber, verstehe es aber nicht.
beim fahren vom boden kann ich es mir nochteilweise über die körpersprache erklären, aber auch die hab ich ja auf dem kutschbock nicht.
würde mich freuen, wenn jemand licht ins dunkel bringen könnte!
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Es sind wie gesagt zwei unterschiedliche Wege, Biegung in das Pferd zu bringen:
korrekt geritten bewirken die Gewichts-, Kreuz und Schenkelhilfen eine Biegung des Pferdes, dem das Pferd in die Kurve folgt.
Der Fahrer erreicht das Selbe, indem er außen nachgibt. Um die Anlehnung zu erhalten dehnt sich das Pferd an das Gebiss heran. Um diese gleichmäßig zu erhalten, muß es sich außen etwas mehr strecken und erfährt so die Biegung der es in die Wendung folgt.
(das ist der Grund weshalb beim Fahren in der Regel Stangengebisse bevorzugt werden. Diese geben, weil sie starr ist, das Nachgeben präziser an das Maul weiter)
Beiden gemeinsam ist, das das Ganze nur funktioniert, wenn die Pferde vernünftig an den treibenden Hilfen stehen, im Falle des Fahrpferdes sind dieses die Stimme und die Peitsche (deshalb gehört diese in die Hand des Fahrers und nicht in den Peitschenschuh). Ohne dieses bricht in beiden Fällen das Pferd über die äußere Schulter aus.
Auch beiden gemeinsam ist das Gymnastizierung auf Seiten des Pferdes und korrekte und feine Hilfengebung beim Reiter/Fahrer die notwendige Hilfengebung so weit reduzieren lässt, das sie für das unkundige Auge nicht mehr zu sehen ist.
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Folgende 5 Benutzer finden den Beitrag von Buggyfahrer hilfreich:
Charly051982,
Icecream,
Schuli,
Schwerer Sachse,
serafina
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08.05.2011, 19:33
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Verständnisfrage - Lenken beim Fahren und Reiten Beitrag #3
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Pferdemama
Threadersteller
Registriert seit: 07.05.2010
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vielen dank für deine antwort!
mit dem nachgebenden äußeren zügel macht das ganze schon mehr sinn!
das heißt dann wohl, das mein pferd im fahren korrekt augebildet wurde, nachdem es beim fahren vom boden wendet, wenn ich meinen oberkörper ähnlich wie beim reiten drehe. dadurch gebe ich ja automatisch außen nach...
das ein schlecht ausgebildetes reitpferd sich über den zügel lenken lässt, ist mir schon klar, aber mir ging es ja eher um pferde die korrekt geritten UND gefahren werden.
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09.05.2011, 07:12
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Verständnisfrage - Lenken beim Fahren und Reiten Beitrag #4
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1 PS Fahrer
Registriert seit: 09.01.2009
Ort: Berlin
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Kurz gesagt und einer der 7 Achenbach Grundsätze: 
> Alle Wendungen werden durch Nachgeben mit der äußeren Leine eingeleitet. Den Wendungen geht ein immer Verkürzen des Tempos voraus.
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09.05.2011, 17:45
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Verständnisfrage - Lenken beim Fahren und Reiten Beitrag #5
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Reitpferd
Registriert seit: 25.09.2010
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Zitat:
Zitat von kitty84
vielen dank für deine antwort!
mit dem nachgebenden äußeren zügel macht das ganze schon mehr sinn!
das heißt dann wohl, das mein pferd im fahren korrekt augebildet wurde, nachdem es beim fahren vom boden wendet, wenn ich meinen oberkörper ähnlich wie beim reiten drehe. dadurch gebe ich ja automatisch außen nach... nö, nicht zwangsläufig, das heißt zunächst mal nur, das es reagiert, wie jedes andere Pferd auch. Auf eine Ausbildung als Fahrpferd zu schliessen, wäre grob fahrlässig....
das ein schlecht ausgebildetes reitpferd sich über den zügel lenken lässt, ist mir schon klar, aber mir ging es ja eher um pferde die korrekt geritten UND gefahren werden.
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Die Reaktionen des Pferdes sowohl auf die korrekten Hilfen des Reiters als auch die des Fahers sind biomechanischer Natur und damit bereits von der Remonte umsetzbar (vielleicht etwas zögerlicher als beim fein gerittenen oder gefahrenen Tier, aber sie verstehen tun sie es durchaus sofort).
Was sie erst lernen müssen, ist mit der unlogischen Hilfengebung des weniger korrekt sitzenden oder fahrenden Menschen klar zu kommen. Aber auch das kriegen sie mit bemerkenswerter Geduld hin.....
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Folgender Benutzer findet den Beitrag von Buggyfahrer hilfreich:
Charly051982
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10.05.2011, 11:21
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Verständnisfrage - Lenken beim Fahren und Reiten Beitrag #6
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Pferdemama
Threadersteller
Registriert seit: 07.05.2010
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Zitat:
Zitat von Buggyfahrer
Zitat:
Zitat von kitty84
vielen dank für deine antwort!
mit dem nachgebenden äußeren zügel macht das ganze schon mehr sinn!
das heißt dann wohl, das mein pferd im fahren korrekt augebildet wurde, nachdem es beim fahren vom boden wendet, wenn ich meinen oberkörper ähnlich wie beim reiten drehe. dadurch gebe ich ja automatisch außen nach... nö, nicht zwangsläufig, das heißt zunächst mal nur, das es reagiert, wie jedes andere Pferd auch. Auf eine Ausbildung als Fahrpferd zu schliessen, wäre grob fahrlässig....
das ein schlecht ausgebildetes reitpferd sich über den zügel lenken lässt, ist mir schon klar, aber mir ging es ja eher um pferde die korrekt geritten UND gefahren werden.
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Die Reaktionen des Pferdes sowohl auf die korrekten Hilfen des Reiters als auch die des Fahers sind biomechanischer Natur und damit bereits von der Remonte umsetzbar (vielleicht etwas zögerlicher als beim fein gerittenen oder gefahrenen Tier, aber sie verstehen tun sie es durchaus sofort).
Was sie erst lernen müssen, ist mit der unlogischen Hilfengebung des weniger korrekt sitzenden oder fahrenden Menschen klar zu kommen. Aber auch das kriegen sie mit bemerkenswerter Geduld hin.....
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nein, das war jetzt ein missverständnis. ich schließe nicht einfach so auf eine fahrausbildung. mein pferd wurde beim vorbesitzer geritten und gefahren!
aber du meinst, dass er für das pferd einfach "natürlich" ist auf den drehsitz des reiters und auf die zügelhilfe des fahrers gleich zu reagieren - nämlich mit einer wendung?!
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