Was ich total schade finde, ist der Service-Abbau beim Landesbreitensportturnier. Ich finde, da wurde der Gedanke des Wanderreitens regelrecht verraten.
Zur Geschichte:
Als ich die ersten Male mit meiner damals noch kleinen Tochter dort war, bot die
VFD ein Wanderreiterlager an. Die dahinter stehende Idee war, dass man den Weg nach Bad Segeberg doch gut zu einem Wanderritt ausgestalten könnte. Es gab einen Wettbewerb dazu - der weiteste dokumentierte Anritt gewinnt -, die Paddocks wurden von der
VFD aufgebaut und konnten auch von mit dem Hänger anreisenden Reitern gebucht werden. Die Paddockbenutzer hatten einen zentralen Treffpunkt im Spielmannszughäuschen, dort gab es Essen, jeder musste im Laufe des Wochenendes mal zwei Stunden Nachtwache übernehmen. Das war eine schöne Sache, die Kontakte entstehen ließ und wesentlich zur Atmosphäre des Turniers beitrug, vom praktischen Nutzen ganz abgesehen.
In den ersten Jahren gab es auch Kraftfutter für die Pferde. Wenn alle etwas abgeholt hatten, wurde eine Glocke geläutet und alle durften füttern, damit keine Unruhe in den Paddocks entstand.
Das Kraftfutter wurde irgendwann gestrichen und war selbst mitzubringen.
Einige Jahre später wurde das ganze Lager gestrichen. Paddockmaterial war selbst mitzubringen. (Wie macht man das auf einem Wanderpferd?) Es gab aber immer noch den Wanderreiter-Wettbewerb und einen Pavillon, der als Treffpunkt diente.
Seit 2010 gibt es nicht einmal mehr den Wanderreiter-Wettbewerb - und auch den Treffpunkt nicht mehr. Wanderreiten findet auf dem Breitensportturnier nicht mehr statt.