Na so ganz verkehrt ist der Denkansatz ja auch nicht. Wenn mir die Knochen (habe auch Arthrosen) weh tun, schmeiß ich eben auch mal eine Diclo und gehe nicht gleich zum Arzt.
Ein solches Vorgehen setzt in meinen Augen allerdings ein enges Absprechen (Diagnose bei der gegeben wird, Höhe der Dosis) eben dieses Vorgehens mit dem Tierarzt und ein Wissen um die Risiken voraus.
Bei meiner alten Stute gab es nur noch hop oder top als sie auf der Wiese nicht mehr hochkam. Trotz Cushing hat sie Cortison bekommen und ist zwei Monate gelaufen wie ein junges Rehlein. Danach wieder Cortison, der Winter kam, und wieder war die Frage trennen oder gibt es noch eine Alternative. Nach Rücksprache mit dem Tierarzt bekam sie Phenylbutazon (trotz der speziellen Risiken bei Ponys), 0,5 Gramm drei Mal pro Woche. Das hat ihr noch einen erträglichen Winter und einen guten Sommer beschert. Dann kam der Punkt, an dem ich das Phenylbuatzon immer öfter immer höher geben musste. Nachdem ich die Dosis ohne Zunahme der Beschwerden eigentlich nicht mehr reduzieren konnte (das ging innerhalb von drei Wochen) war auch mir klar, dass wir uns trennen müssen. Das habe ich dann auch so entschieden.
Ähnlich verfahre ich derzeit mit meinem alten Kater, dessen viele Arthrosen auch schmerzen, so dass er sich kaum noch bewegen mag. Mit Metacam drei bis viermal pro Woche 0,2 ml der Zubereitung für Katzen geht es ihm jedoch gut. Geht das nicht mehr, werden wir uns trennen. Die Alternative zur Schmerzmittelbehandlung ist auch hier die sofortige Trennung. Dieses Vorgehen ist selbstverständlich auch in Bezug auf die Dosisfindung mit dem Tierarzt abgesprochen.
Bei den oben beschriebenen "Intervallbehandlungen" nutze ich die Tatsache, dass der entzündungshemmende Effekt länger anhält als der schmerzstillende. Und den will ich bei schmerzenden degenerativen Prozessen, also auch Arthrosen, haben.
Bei Phenylbutazon ist dieser Effekt deutlich stärker als bei Metacam, aber Phenylbutazon für Katzen ist mir noch nicht begegnet.

Metacam hat bei meiner Stute gar nicht geholfen, das ebenfalls verträglichere Quadrisol (Vedaprofen) hat meinem Spatpferd in akuten Phasen auch keine Besserung gebracht.
Also schwöre auch ich auf "Equi", kenne aber die Risiken bis zum Tod des Tieres bei schon kurzzeitiger Anwendung recht genau. Deshalb brauche ich auch eine gute Begründung, um es anzuwenden.