Hi!
Thema Regen:
Ich finde es wichtig sich vorher abzusichern, ob das Pferd bei Fremdübernachtung die Möglichkeit hat in einen Unterstand zu gehen oder nicht. Wenn nicht fällt diese Station/der Ort raus oder ich organisiere mir jemanden, der die Regendecke dahin bringen kann.
Thema Wasserversorgung:
Man findet immer irgendwo Wasser. Ich nehme nichts fürs Pferd mit und plane das vorher auch nicht groß.
Zur Not reitet man in einen Ort und fragt da bei jemandem nach. War bis jetzt noch nie ein Problem.
Thema Weg vorher testen:
Habe ich teilweise gemacht. Aber nur dann, wenn ich von zu Hause aus losgeritten bin, dann habe ich das Gelände erkundet, was ich per Tagesritt erkunden konnte (aber auch zu Pferd).
Ich finde es kommt dabei sehr drauf an, wie erfahren das Pferd ist.
Mein Pferd ist z.B. total zuverlässig, selbst wenn auf einem Weg plötzlich ne Treppe oder Abhang oder sonstiges sein sollte, kann er das laufen. Da brauche ich mir die Wege vorher nicht anzuschauen.
Wenn ein Weg brenzlig aussieht, wird halt geführt oder man sucht einen anderen.
Thema Kartenmaterial:
Ich nehme immer Karten mit 1:25000 Auflösung. Da sind auch die kleinen Wege eingezeichnet.
Außerdem habe ich ein
GPS dabei. Da habe ich immer einen Überblick, wieviele KM wir zurückgelegt haben und wie schnell wir unterwegs sind. (Und wann nochmal ne Pause gemacht werden sollte bzw. wann ich nochmal führen sollte..) Außerdem kann ich da meinen Standort drauf sehen, falls ich mich auf der Karte verliere.. Aber generell wandere ich nicht gerne ohne Karte, nur mit
GPS (Display viel zu klein)
Wichtig: Regendichte Hülle für die Karte. Sonst steht man ruckzuck ohne da.
Thema Weglänge:
meine Wanderreitetappen sind
i.d.R. immer 25-40km lang (Bin also verglichen mit anderen hier ein "kleiner Fisch"

). Wenn man auf der Karte schätzt, verschätzt man sich sehr schnell und es ist möglicherweise doch eine sehr viel längere Strecke. Man muss auch mit einrechnen, dass man evtl. Umwege gehen muss.
Darum setze ich
i.d.R. geschätzte 25km an und reite wenn es kürzer ist halt noch einen Bogen, je nach Laune.
Thema: Wanderreiten ohne Tross:
Vorher Probepacken und Gepäck vorher wiegen.
Das Pferd sollte die Packtaschen (inkl. Gewicht) kennen.
Thema: Trense
Ich reite auf Wanderritten am liebsten mit meinem Reithalfter. Da kann ich jederzeit grasen lassen und habe kein Gebiss-Gewurschtel.
Thema: Sattel
Ich habe einen Trekkingsattel (Vario Ultraflex von Deuber), da kann man alle Taschen so befestigen, dass nix auf der Wirbelsäule liegt. Außerdem ist er bequem und verteilt das Gewicht sehr gut.
Mit Dressursattel auf Wanderritt kann ich persönlich mich nicht anfreunden (solange man Packtaschen dabei hat). Auch bei einer Wanderreitschabracke liegt das Gewicht ja auf der Wirbelsäule.
Thema Hufe:
Kommt sehr drauf an, in welchem Gelände du unterwegs bist.
Gerade bei Gebirgsböden (Westerwald/Eifel/...) würde ich Hufschutz mitnehmen.
Ich habe schon Wanderritte mit Hufschuhen und mit Hufeisen gemacht.
Mein Pferd ist normalerweise Barhufer und ich habe früher für die Wanderritte (und deren Vorbereitung) extra beschlagen. Seit ich vernünftige Hufschuhe (Renegade) habe, beschlage ich nicht mehr.
Beim Hufschuh hat man den Vorteil, dass man ggf. einfach einen Ersatzschuh mitnehmen kann., bei
Eisen muss man damit rechnen, dass ggf. ein fremder Schmied beschlagen muss.
Barhuf könnte ich nur die Hinterhufe lassen, das würde ich aber nicht tun, wenn ich gebirgspassagen habe (Felsgestein ist verdammt hart)
Thema Pausen:
Ich mache eine größere Mittags-Pause und ansonsten immer zwischendurch 5-10Min grasen (Kommt aber immer auf Wetter und auf Laune der Pferde an).
Ansonsten halte ich mich mind. an die "Fausregel" 50Min reiten, 10Min führen.
I.d.R. bin ich aber mehr zu Fuß unterwegs. Ich hüpfe auch nicht zwangsläufig alle 50Min vom Pferd, aber länger als 2Stunden am Stück hocke ich nie drauf. Den Sattel ziehe ich nur aus, wenn das Wetter schön genug ist.
Thema Trainingsstand:
Das kommt drauf an, wie lang die Etappen sind, die du mit dienem Pferd machen möchtest und wie lange der Ritt gehen soll.
Mein PFerd läuft vor dem Wanderritt mind. genauso lange Strecken, wie auf dem Wanderritt. Eher läuft es auf dem Wanderritt leicht kürzere Strecken, da man damit rechnen muss, dass das Pferd (gerade wenn du erst anfängst) in fremden Ställen nicht gut schläft und dadurch dann nicht so fit ist wie sonst.
Thema: Newbie
Als "Newbie" würde ich auch erstmal Tagesritte machen und dann erstmal bei einem Wanderreitanbieter ne vorgesehene Strecke machen. Dann reitest du keine Strecken, die nie zuvor ein PFerd gelaufen ist. Die Stationen können dich dann auch gut über den Weg aufklären und Kartenmaterial stellen.
Allerdings kann man sich auf dei Streckenangaben der Anbieter nicht unbedingt verlassen, da die z.T. nur nach Kartenmaß gemessen sind. (Wir hatten eine Strecke, die als 22km deklariert war, aber 32km lang war!) Und man muss ja immer mit einrechnen, dass man sich verreiten könnte.
Ich hatte das Glück, dass ich mich einer aus meinem Stall anschließen konnte, die schonmal Wanderritte gemacht hat.
Mein 3. Wanderritt war dann mein erster komplett allein geplanter.
Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.