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12.03.2012, 13:52
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Warum auf einmal unsicher? Beitrag #1
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Jährling
Registriert seit: 12.03.2012
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Hallo,
ich bin neu und mir recht sicher, dass schon zig Leute Fragen solcher Art gestellt haben, also sorry. Allerdings glaube ich, dass die Sachlage bei jedem doch anders ist und deshalb dränge ich mich mal auf:
Zu mir: Ich bin 21, habe mit 6 mit dem Reiten begonnen und bin bis etwa 15 fast durchgehend geritten, hauptsächlich Unterricht, da es sonst kaum Möglichkeiten gab. Aufgehört habe ich schließlich, weil die Ställe im Umkreis eher zweifelhafte Methoden hatten (ich könnte jetzt viele Geschichten erzählen, aber ich gebe nur ein paar Beispiele: Schulpferde kamen nie auf die Weide, Reitlehrer förderten nach geldlichem Hintergrund und zum Schluss wollte mich der RL sogar auf lahmende Pferde setzen). Danach bin ich höchstens mal ausgeritten oder die RB einer Freundin geritten.
Ich habe lange verdrängt, dass mir das Reiten eigentlich total gefehlt hat. Um ehrlich zu sein, fiel es meinem Freund vor kurzem auf, näher: als ich zu ihm gezogen bin. Deshalb sagte er: "Wir suchen dir 'n Pferd." Ich hab lange darüber nachgedacht und ja, die Idee war echt super, auch wenn ich gut drei Jahre gar nicht auf einem Pferd saß.
Ich habe sie nach langem Suchen gefunden: Die passende RB. Die Stute ist 17 und im Grunde genommen mein absolutes Traumpferd. Mittlerweile kommt sie mir auf der Weide entgegen und bis auf ein paar Mätzchen beim Trensen läuft/lief auch alles ganz gut. Ich komme mit dem besitzer sehr gut klar und habe recht großes Vertrauen gepachtet. Dreimal pro Woche bin ich nun da und mein Freund ist auch ganz hin und weg, v.a. aufgrund meiner besseren Laune und besseren Gesundheit.
Das Problem: Ich bin seit ein, zwei Woche total verunsichert. Der Auslöser dafür ist schnell gefunden: Ich fand die Galoppstrecke beim ersten Mal so toll, dass ich sie mir vom Boden angesehen habe  Madame hat nach sooo langer Pause (war immerhin paar Wochen lang recht eisig hier) Frühlingsgefühle bekommen und die große, weite Welt gesehen - und vergessen, dass ich oben drauf saß. Der Besitzer war mit dabei, hat mir auch gesagt, dass das die Stute noch nie Mätzchen gemacht hat und die Strecke in und auswendig kennt. Die Strecke war gut einsehbar, der Boden super, nur hat irgendein ***** bunten Müll ins Gebüsch geworfen und die Stuten ist zur Seite gesprungen. Ich habe den Halt verloren, kann im gestreckten Galopp schon mal passieren. Wirklich wehgetan hat es nicht oder zumindest war ich eher damit beschäftigt, dem Pferd hinterherzurennen, die fast den gesamten Weg munter und fröhlich zurück zum Stall getrabt ist, der Besitzer mit dem fahrrad hinterher. Wirklich wehgetan hat's erst einige Tage später, dazu aber unten mehr.
Die Stute hat über den Winter viel Kraftfutter bekommen, weil sie wohl irgendwann kein Heu mehr gefressen und abgebaut hat (das war noch vor meiner Zeit). Mittlerweile bekommt sie nur noch die Hälfte.
Nachdem ich geflogen bin, habe ich mich natürlich wieder draufgesetzt. Ich bin auch seitdem einige Male geritten und einmal davon war echt bombastisch gut. Drei Tage später fing ich plötzlich an, mich vorher komisch zu fühlen: mit Bauchschmerzen, bevor ich hinfahre, das Gefühl, alles falsch zu machen. Die Stallbesitzerin hat mir schon ein paar Mal an den Kopf geworfen, dass ich ja nicht schlecht reite, aber die Beine bitte anders legen soll, auch wenn's wehtut (sie ist eine von der ganz alten Schule) und ich ja nur deshalb den Satz gemacht habe. Ich weiß, dass ich v.a. am Anfang da oben gesessen habe wie ein Brett, aber wollte eigentlich erstmal ein Gefühl für die Stute kriegen, um ehrlich zu sein, und dann wirklich intensiv an "gut aussehen" arbeiten. Der Besitzer dagegen meint, es sehe alles prima aus und auf Videos finde ich mich auch nicht schlecht. Ich würde sicherlich kein Turnier gewinnen, aber es ist okay.
Seit zwei Wochen aber kommt es mir so vor als würde ich Ausreden vor mir selbst erfinden, warum ich nicht reiten kann: keine Zeit, Bodenarbeit ist wichtiger, Spazierengehen viel besser, ausreiten allein sowieso nicht, die große Tour zum Rhein möchte ich schon gar nicht machen. Ich schiebe mir die Schuld für den Sturz in die Schuhe, frage mich, ob es denn wirklich so leichtsinnig war, zu galoppieren, ob ich vielleicht sowieso viel zu leichtsinnig bin, ob ich vielleicht viel schlechter bin als ich glaube.
Ich bin leider bei dem Sturz auf der Schulter gelandet und genau auf der Seite habe ich einen Nerv eingeklemmt, d.h. es hat höllisch wehgetan und tut es heute noch. Ich bin nicht scharf drauf, wieder unten zu landen, was eigentlich auch Quatsch ist. Die Stute ist ziemlich faul und ruhig, hat nur in den letzten zwei, drei Wochen recht häufig "Ich-schlage-mit-dem-Kopf-springe-zur-Seite-und-deine-halben-Paraden-interessieren-mich-nicht"-Momente - aber nicht nur bei mir. Dem Besitzer ist es genauso aufgefallen: Die Stute ist nicht müde zu kriegen, bockt bei ihm wohl auch und bei dem Ausritt sagte er: "Ich habe sie noch nie so gesehen."
Ich weiß nicht, warum ich plötzlich so verdammt viel Angst habe, etwas falsch zu machen. Mein Gefühl überträgt sich aufs Pferd, das ist mir klar, aber ich kann ihr ja auch nicht vorgaukeln, dass ich voll gut drauf bin und super sicher. Ich habe sie schon ablongiert, bevor ich mich draufgesetzt habe und sie hat immer noch rumgesponnen. Vielleicht wird's durch weniger Kraftfutter besser, keine Ahnung. Der Besitzer hat mir mehrmals zugesehen und mir versichert, dass es gut aussieht. Aber ich fühle mich, wie ein Anfänger, der nicht in der Lage ist, sein Pferd zu halten. Es gibt ja auch genug Erklärungen dafür, warum die Stute in den letzten Wochen so übermütig ist: es wird wärmer, sie steht gut im Futter, sie war rossig. Aber was kann ich aktiv gegen diese Unsicherheit tun? Einfach nur abwarten? Mir noch mehr versichern lassen, dass ich reiten kann? Es aussitzen? Vielleicht wirklich nur Bodenarbeit machen und erstmal die Krankengymnastik zu Ende machen, damit ich wenigstens vom Rücken her wieder fit bin?
Ich weiß nicht.
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12.03.2012, 14:10
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Warum auf einmal unsicher? Beitrag #2
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(M)Ogelreiterin
Registriert seit: 02.04.2006
Ort: Ruhrgebiet
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Als erstes würde ich zusehen, dass ich körperlich wieder fit werde - denn ich fühle mich, obwohl noch nie von meinem Hampel gefallen, auch ein bisschen unwohl, wenn ich körperlich nicht gut drauf bin. Man ist nicht beweglich genug, verkrampft dadurch noch mehr, Pferd krampft schön ein bisschen mit, und bäng, schaukelt sich die Situation unschön aus.
Ich denke, wenn Du nach Deiner Genesung wieder langsam anfängst, ohne Dich zu überfordern, also höchstens kleine Touren, draußen nur Schritt für den Anfang, dann wird Dein Gefühl auch wieder sicherer. LG,
Huse.
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12.03.2012, 14:31
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Warum auf einmal unsicher? Beitrag #3
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Jungpferd
Registriert seit: 06.03.2009
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Das kommt mir soo bekannt vor!
Erst mal, schau, dass du wieder fit wirst. Das heißt, ich persönlich würde das Reiten lassen. Der Besitzer wird sicher nicht böse sein und ich vermute mal, dass du ja nicht allzulange ausfällst.
Diese Zeit würde ich zur Bodenarbeit nutzen. Wirklich intensiv, schaden tut es nie. 
Dann würde ich auf jeden Fall wieder rauf aufs Pferd!  So schwer es fällt, ich kann das voll und ganz nachvollziehen.
Langsam anfangen, das machen, was du willst. Und wenn es eben nur Schritt auf dem Platz ist. Wurscht. Du brauchst Erfolgserlebnisse.
Dann würde ich, wenn es geht, Unterricht nehmen. Schadet nie und du hast die Sicherheit, dass jemand da ist, wenn was passieren sollte. Bei mir ist es so, ich konzentriere mich im Unterricht total, so dass es mir gar nicht auffällt, wenn das Pferd mal guckig ist. Das gibt einem Sicherheit, das Gefühl, dass man ja doch Reiten kann und kein komplett talentfreier Reiter ist.
Was ich gut finde, du weißt schon in etwa wo du stehst. Du weißt, dass du nicht die perfekte Reiterin bist. Aber du weißt auch, dass du nicht total schlecht bist.  Das ist schon mal super, darauf kann man nämlich aufbauen.
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12.03.2012, 14:35
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Warum auf einmal unsicher? Beitrag #4
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Allwissend
Registriert seit: 21.07.2004
Ort: Dresden
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hast du jemanden, der mit dir zusammen rausgehen kann? erstmal nur so für das sicherheitsgefühl.
ich bin auch ein ängstlicher reiter (glaubt mir nur keiner  ) und als mich letztes jahr mein lieblingshafi mal eben so verloren hat, hat mich das ziemlich aus der bahn geworfen.
er ist völlig grundlos zur seite gesprungen. da ich gerade am durchparieren aus dem trab zum schritt war (=zügel gelockert) und mich außerdem gerade nach meinen reitkindern umgesehen hab (=ungünstige postion um einen seitensprung zu sitzen) und er zu allem überfluss auch noch weitergerannt ist (statt stehenzubleiben, wie sich das für ein gutes pferd gehört, wenn der reiter absteigt  ) hat das mein vertrauen in dieses pferd doch arg erschüttert.
ich hab mich gezwungen, ihn weiter zu reiten,allerdings mit ein paar kleinen einschränkungen - wenn ich mich aufs pferd verlassen musste (also wenn ich mit meinen reitschülern raus bin) hab ich ne zeitlang ein anderes pferd genommen, nicht den hafi.
dafür bin ich mit ihm allein rausgegangen oder mit ner guten freundin, wo ich eben nicht noch im hinterkopf haben musste "hoffentlich macht er keinen blödsinn, weil sie verläßt sich ja auf mich".
manche situationen hab ich gemieden, bin eher mal abgestiegen, wenn ich mir nicht sicher war wie er reagiert.
ein paar monate später hab ich festgestellt, dass ich insgesamt vorsichtiger geworden bin und ihm weniger klare ansagen gemacht hab als vorher.
seit ich das bemerkt hab, werde ich wieder deutlicher in meinen wünschen ihm gegenüber (er ist ein rechtes faultier, das aber auch gern mal mit bocksprüngen reagiert, wenn man darauf besteht, dass er jetzt tatsächlich die ganze zirkelrunde durchgaloppieren soll etc. aus angst vor den bocksprüngen hab ich dann ne zeitlang einfach weniger gefordert).
und jetzt, nach einem reichlichen halben jahr, bin ich endlich wieder auf dem alten stand wo ich mir sage "trau dich nur, dich mit mir anzulegen, du kleines stinktier!  "
es hat halt seine zeit gedauert und ich hab lange das gemacht, wonach mir war. (auch viel bodenarbeit etc) ab und zu hab ich halt gedacht "heut wär ein guter tag zum galoppieren" oder so und dann haben wir das halt gemacht.
also nur mut. mach was sich für dich richtig anfühlt,setz dich erstmal nicht unter druck und wenn du etwas entspannter geworden bist, steigerst du die anforderungen ein bisschen.
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Folgender Benutzer findet den Beitrag von yeti hilfreich:
Korat
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12.03.2012, 15:19
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Warum auf einmal unsicher? Beitrag #5
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Neues Jahr - Neuer Fuchs
Registriert seit: 14.02.2012
Ort: NRW
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Überspiel Deinen inneren Film
Hallo Belanglos,
ich kann Deinen "verpäteten Schock nachvollziehen.
Mir ist vor vielen Jahren etwas ähnliches passiert. Das Pferd war ein Halbblüterwallach, den ich selten mal zusammen mit der Besitzerin ausgeritten bin. Auf einem Ausritt kamen wir an einem Weide- Hengst vorbei und beide Pferde machten einen "auf dicke Hose" - ich war nur noch Passagier und wir beide landeten schließlich im Stacheldraht. Nichts Schlimmes passiert, eine alte Reithose in Fetzen, Selbstbewußtsein angekratzt und dem Pferd erstaunlicherweise gar nichts geschehen. Die Besitzerin war mit einem anderen Pferd dabei und hat mit ebenfalls versichert, dass das nicht meine Schuld gewesen ist.*
Nun gut, Pferd zurückgeritten (auch flott), alles palleti - doch ich erlebte etliche Tage später genau das gleiche wie Du. Horrorvisionen was hätte im Draht passieren können....*Urg*
Ich habe dann zwei Dinge parallel gemacht.
1) ein paar Reitstunden auf einem wesentlich kleineren Pferd (Camarque-Wallach) genommen. Das gab schon mal Sicherheit. Der stand auf einem Isihof mit Ovalbahn, und da tauchte meine Panik wieder auf: Pfosten rechts und links, auf denen ich doch sicher stürzen und landen würde!
Meine damalige RL und ich haben uns da durchgebissen: Schritt, Trab und Galopp, bis die Pfosten keine Rolle mehr spielten.
2) Gleichzeitig habe ich zuhause mentales Training gemacht. Ich habe mir noch einmal den Unfall mit dem Halbblüter aus der Erinnerung vor das innere Auge gezogen und dann angefangen, die Sequentzen wie ein Regisseur zu überspielen "Halt, gefällt mir nicht, nochmal das ganze". Mir vorgestellt, wie die beiden "Möchtegern-Hengste" sich aufplustern und ich die Aufmerksamkeit meines Tieres zurückgewinne, ihn energisch vorwärtstreiben und dann weiterreite (Lob nicht vergessen ;-)).
Mir vorgestellt, wie das mit dem Camarque-Wallach gut klappt.
Das hat sehr gut funktioniert!
Ca. fünf (!) Jahre später hatte ich übrigens noch ein übles Flashback Erlebnis auf einem Kurs in Reken. Mein damaliges Kurspferd war ein ähnlicher Typ wie der Halblüter und wir sollten freihändig (also Hände ausgestreckt) auf einer Ovalbahn gallopieren - und ich kriegte Herzrasen: PFOSTENALARM!! Mit dem Halbblüter war ich nie auf der Ovalbahn geritten - und hatte auch vergessen, mir das als Film vorzustellen. Das Personal in Reken (damals war es Herr Schuhmacher höchstselbst) ist aber was so etwas angeht sehr sensibel und geschult. Innerhalb weniger Minuten bin ich dann also im Schritt - Trab - und Galopp freihändig unterwegs gewesen, die haben mich super aufgefangen.
Reken ist übrigens bekannt für die Schulung erwachsener Einsteiger und ängstlicher Reiter.
Jahre später ist mir klar geworden: das war mein erster Sturz von einem Großpferd plus dramtische Umstände (Stacheldraht).
Nun bin ich vor einem halben Jahr von meinem heutigen "Hauptpferd" gesegelt - alles gut.
Ich rate Dir also, die Genesungszeit für mentales Training zu nutzen. Je nachdem wie gut Dein "privates Hollywood" in Schuss ist, klappt das zu Anfang mehr oder minder gut. Ist aber Übungssache.
Überspiel einfach Deinen inneren Film!
Viel Erfolg und viele Grüsse
Diptam
*Das wiederum war falsch, denn ich hatte schon damals das Gefühl (und weiß es heute genau) dass ich bei richtiger und schneller Reaktion den Unfall hätte vermeiden können.
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Folgender Benutzer findet den Beitrag von diptam2003 hilfreich:
Layabout
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14.03.2012, 11:52
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Warum auf einmal unsicher? Beitrag #6
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Jährling
Threadersteller
Registriert seit: 12.03.2012
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Vielen Dank für eure Antworten. Mir geht es schon viel besser, seit ich weiß, dass ich schon mal nicht die einzige bin, die plötzlich so komisch reagiert. Ich habe auch noch einmal mit dem Besitzer darüber geredet und er meinte, ich solle mir nicht so viele Gedanken um die Worte der Stallbesitzerin machen, da diese im Moment wohl so ziemlich jeden anpfeffert, der nicht nach ihrer Nase tanzt. (Es gibt da zur Zeit wohl auch den Futterstreit, da sie davon überzeugt ist, dass das Pferd noch mehr Kraftfutter braucht...  )
Ich werde wohl erstmal mit ihr am Boden bleiben. Morgen und übermorgen habe ich sie wieder und wollte vielleicht Freitag mal wieder aufsteigen (nach ablongieren, denn das gibt mir noch ein wenig Sicherheit mehr). Und vorerst auch auf dem Platz bleiben. Gelände allein bin ich mit ihr ohnehin bisher nur kurze Runden im Schritt gegangen (Winter). Ich meine, wenn sie im Schritt einen Satz zur Seite macht, dann ist es immer noch was anderes als aus dem vollen Galopp.
Ich frage mich allerdings auch schon ziemlich lange, was wichtiger ist: ein gutes Gefühl oder super auf dem Pferd auszusehen? Die Stalllbesitzerin ist von letzterem überzeugt und hat eine sehr komische Art, das einem zu sagen. Ich könnte sie sicherlich fragen, ob sie mir ein wenig Unterricht gibt, aber ich glaube, dass ich mich danach noch viel mieser fühle als vorher. Irgendwie möchte ich mich erst wieder voll daran gewöhnen, wie es anfühlt, ein Pferd unterm Sattel zu haben, statt angefaucht zu werden, ich halte die Hände nicht hoch genug oder sitze schief (mit schiefer Wirbelsäule ist alles andere auch etwas schwierig zur Zeit).
Wir sind ein kleiner Stall mit sechs Pferden und Mini-Platz und einen externen Reitlehrer mit hinzuholen würde die Stallbesitzerin wohl nciht grad begrüßen, glaube ich. Ich habe schon überlegt anderswo Reitunterricht zu nehmen - da krochen dann aber wieder die schlechten Erinnerungen in mir hoch, was Reitställe mit Unterrichtsbetrieb angeht (der Stall um die Ecke hat mir da auch gar nciht zugesagt. Auf meine Frage nach Unterricht hieß es direkt: "Also heute Nachmittag ist in der Stunde noch was frei" - ohne gefragt zu haben, wie lange ich reite, ob ich überhaupt schon mal drauf gesessen habe und evtl. Abzeichen habe. Fand ich komisch.)
Wenigstens kommt die Große mir mittlerweile auf der Weide entgegen, wenn ich sie holen will  Das ist immer wieder ein prima Erfolgserlebnis. Vorgestern habe ich sie vor dem Stall grasen lassen (Ausläufer vom Golfplatz, auf dem wir grasen lassen dürfen), da hat sie sich tierisch gefreut.
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