Ich habe mich nach einigen Jahren der
FN wieder zugewandt. Mein reiterlicher Lebenslauf ist bunt gemischt, aufgrund der "Einfachheit" der
RL im Kindes- und Jugendalter und den Umständen habe ich nach den klassischen Einstieg mit
Voltigieren, dann "deutschem"
RU, Wechsel der Reitschule zu einer Islandpferdereitschule und dem Gangpferdereiten mit dem Besitz des eigenen Ponies (kein Isländer) auf Western umgeschult. Das war damals das Alternativste.
Ich habe das von recht guten Leuten gelernt, war auf Turnieren erfolgreich, aber mit den Jahren fehlte mir der Pfiff. Einfach immer auf nachgeben bestehen, auf Teufel komm raus, irgendwie hatte ich das Gefühl das ich mein Pferd einfach nur nutzte und unterdrückte.
Ich habe dann jemanden gefunden der eher Richtung klassisch-Barock unterrichtete, das war aber leider ein Schuss in den Ofen, die Mechanik war in diesem Unterricht irgendwie dieselbe wie beim Westernreiten.
Dann habe ich eine
FN-Trainerin kennengelernt und bin dort recht lange Unterricht geritten, bis das mit dem neuen Pferd da nicht mehr so recht klappte. Jetzt reite ich bei einem Bereiter (Springreiter) und einer lizensierten
FN-Reitlehrerin und bin super zufrieden. Das Pferd bekommt mehr Zeit zu verstehen, muss nicht nur funktionieren und die Motivation wird auch besser gefördert. Abtackern und Riegeln oder unkonstante Zügelverbindung gabs bei den Westernmethoden oder auch der Barocktrainerin zuhauf. Das gehört jetzt der Vergangenheit an.
Von daher gibt es für mich keine Antwortmöglichkeit. Ich bin ja schließlich wieder zurückgekehrt zur deutschen Reitlehre.
Bei den Alternativen Reitweisen stört mich halt das viele ihr eigenes Ding machen, verschiedene Trainer verschiedene Auffassungen haben und nicht kompatibel sind. Ausserdem ist die Sprache uneinheitlich und so muss man erst mühsam Vokabeln lernen bevor man versteht