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24.01.2012, 10:27
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Wenn selbst Geitner, Parelli und co nicht helfen... SOS! Beitrag #55
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Longenpferd
Registriert seit: 08.04.2011
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uff das ist ja eine geschichte, ähnlich wie bei uns im stall, da hat eine reitanfängerin mit ihrer tochter, beide noch nicht sooooo lange im sattel ein pferd gekauft, sie wollten ein ruhiges pferd und ein verlasspferd, nach bestimmter suche haben sie auch eines gefunden der absolut lieb war, ein wallach.
als der dann ankam war das ein ganz anderes pferd, bei dem verkauf haben die ihm igendwas gegeben damit der sediert war.
der war unreitbar, kein bereiter wollte mehr auf ihn und alle haben ihr geraten das pferd wieder zu verkaufen, der hat gebissen, ausgeschlagen und allen möglichen quatsch angestellt.
dann kam im nachhinein raus das er ein schulpferd war und jedesmal wenn er gebockt hat oder gebissen oder sich sonstwie aufgeführt hat kam er in die box bis ihn schließlich keiner mehr reiten wollte.
die besi hat ihn jetzt 6 jahre... und es ist ein absolut liebes und umgängliches pferd geworden, immer noch nicht ganz ungefährlich im gelände aber einfach weil die besi sich bis heute nicht so wirklich ins gelände traut.
hab leider keine guten tips für dich aber vielleicht macht dir die geschichbte ja etwas mut, er wurde soweit ich das weiß auch dann nach parelli gearbeitet aber das war auch nicht nach 1, 5 monaten besser sondern dauerte dann zeigte sich das er zirkuslektionen gerne mag da haben sie so weiter gemacht und dann wurde langsam das reiten wieder begonnen und eine bekannte von mir hat ihn als RB und mit der war ich im gelände und da lief er echt recht lieb dafür das er lange nicht mehr draußen war.
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24.01.2012, 10:46
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Wenn selbst Geitner, Parelli und co nicht helfen... SOS! Beitrag #56
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Absetzer
Registriert seit: 05.02.2010
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Hallo,
für den Aufenthalt beim Trainer (und damit einen Ortswechsel) spricht die Tatsache, das es sich dann auch für Dein Pferd um einen erkennbaren Neuanfang handelt. Bei Dir war er ja auch zuerst brav, obwohl es vorher laut Ex- RB bereits Probleme gegeben hat. Es steht daher zu erwarten, das er beim Trainer auch erstmal kleine Brötchen backt. Und wenn dann der Profi auf die erste kleine Frage des Pferdes "Hey, bist Du stark und clever genug, um mir Schutz und Führung zu bieten" ganz laut mit "JA" antwortet, dann wird vielleicht überhaupt keine oder keine nennenswerte "Gewalt" notwendig sein.
Die meisten Pferde wollen ja nicht Chef sein. Das ist nämlich gefährlich, anstrengend und daher überhaupt nicht erstrebenswert. ABER die Natur hat es so eingerichtet, das das beste (also stärkste und intelligenteste) Pferd der Chef sein muss. Ob es will oder nicht. Einfach um das Überleben der ganzen Herde zu sichern. Und das beste Pferd wird herausgefunden, indem jedes Pferd testet, ob es nicht vielleicht "besser" ist. In einer Gruppe mit eher "schwachen" Pferden wird jetzt sozusagen der "Blinde unter den Einäugigen" zum Chef. Und wenn dem Pferd dieser Schuh jetzt zu groß ist, fühlt es sich instinktiv unwohl. Und wird vielleicht deshalb agressiv. Vielleicht will es die ungewollte Rolle dadurch loswerden. Aber ganz sicher ist das Pferd absolut verunsichert. Insbesondere, wenn ein anderes Pferd (DU!) auch immer wieder Anspruch auf die Führungsrolle anmeldet und versucht zu führen, aber dann die Bewährungsprobe nicht besteht. Immer und immer wieder Stress. Tagtäglich. Das machen Pferde untereinander nicht dauernd. Sondern sogar sehr selten. Auch das hat die Natur so eingerichtet. Es wäre nämlich nutzlos, die für Nahrungssuche, Fortpflanzung und Schutz so dringend gebrauchte Energie zu verschwenden.
Ich hatte eine kleine Herde von 5 Pferden, 4 Stuten und ein Wallach. Darunter eine wunderbare und sehr freundliche Leitstute, die tragend war. So das was wir uns darunter vorstellen. Der Wallach war ihr bester Freund und dem äusseren Anschein nach war er Nummer 2. Sie hat Reibereien unterbunden und war der ruhende Pol der Gruppe. Ich habe nie gesehen, das sie körperliche Gewalt angewendet hat. Sie hatte einfach die notwendige Präsenz zur Führung. Nummer 3 und 4 waren zwei andere Stuten, beste Freundinnen und keine offensichtliche Rangfolge untereinander für mich zu erkennen. Deutlich dahinter als Nummer 5 die 4. Stute, ebenfalls tragend, die in jeder Gruppe schon immer sehr rangniedrig war.
Bei der Geburt ihres Fohlens starb unsere Chefin. Und von diesem Zeitpunkt war die Hölle los in unserer kleinen Gruppe. Leitstute weg, 2 Fohlen dazu, eins davon ohne Mutter. Eine von den beiden "besten Freundinnen" hat sich zur Chefin aufgeschwungen. Oder soll ich sagen Tyrann ? Eine Chefin, die allen (mit Ausnahme des Waisenkindes) das Leben zur Hölle machte. Mit wirklicher Gewalt gegen die anderen vorging, teilweise sogar gegen ihre beste Freundin. Immer gestresst wirkte. Die aber bei mir noch viel artiger war als vorher, immer bemüht alles richtig zu machen, Stress bekam, wenn ich nicht zufrieden war, auf Wimpernschlag reagierte. Der war der Leitstuten-Schuh deutlich erkennbar sowas von zu gross. Das war alles so belastend, das ich ernsthaft über den Kauf eines weiteren Pferdes nachgedacht habe.
Jetzt, 6 (!) Jahre später wird sie langsam zu einer halbwegs erträglichen Chefin. Aber ich glaube, sie würde den Job lieber heute als morgen abgeben. Wenn denn ein stärkeres Pferd käme. So bleibt ihr nur die Zeit mit mir, um auszuruhen.
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Folgende 6 Benutzer finden den Beitrag von LisaE hilfreich:
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24.01.2012, 11:25
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Wenn selbst Geitner, Parelli und co nicht helfen... SOS! Beitrag #57
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Jungpferd
Registriert seit: 29.09.2009
Ort: Berlin
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Puh, harter Tobak... Ich finde einige Tips hier auch eindeutig zu gefährlich für die TE. Wenn es schon so weit ist, dass das Pferd richtig angreift, dann stelle ich mich nicht vor es hin, sondern dann nehm ich die Beine in die Hand. Meiner Meinung nach ist es hier zu spät für die TE alleine. Bei dem Pferd weiß man auch nicht, wie es reagiert, wenn beim ersten Drohen die Peitsche ausgepackt wird. Und so betrachtet ist der Zug abgefahren: Pferd ist Chef, TE nicht. Und einen Vorwurf kann man ihr sicher nicht machen. Wenn mir ein Pferd als Engel verkauft wird und sich wochenlang so benimmt, dann hätte ich die ersten Ausraster wohl auch als Ausnahmen abgehakt.
Ich kann mich einigen anderen hier nur anschließen: Ich würde versuchen jemanden zu finden wo ich das Pferd hingeben kann - richtig 100% in Korrektur, und zwar mindestens 3 Monate. Selber hinfahren kannst du ja dann immer wenn es geht. Leider weiß ich nichts in der Gegend um Berlin, aber im Regionalforum würde ich mal nachfragen. Ich glaube es würde helfen wenn das Pferd erst einmal an sich einen Menschen als Leitfigur akzeptieren würde. Danach kann man mit der TE selber weitermachen. Denn ich kann es absolut nachvollziehen, dass sie bei einem Angriff den Rückzug macht. Und dass das eigene Selbstbewusstsein bei so einem Verhalten schwindet, ist auch verständlich.
Ich selber habe grad ein recht neues Pferd, und er hat sich jetzt eingelebt (hab ihn seit fast 4 Wochen bei mir). Merkt man deutlich daran, dass er langsam anfängt mich zu testen. Ich mache viel Bodenarbeit, vor allem wenn ich merke er hat wieder was vor. Aber ich bin jetzt von Anfang an drauf sensibilisiert gewesen, schlicht weil er 1,80 Stockmaß hat - ich achte so ziemlich auf jedes Ohrzucken! So ein Riese außer Kontrolle, das muss nicht sein. Wenn der sich vor mir aufbaut, dann ist er nochmal ne Ecke größer. Und ich komme mir zwar etwas blöd vor, wenn ich mich dann wiederum aufbaue und auf grandiose 1,82 oder so wachse (mit auf Zehenspitzen stellen). Aber es funktioniert! War gestern einmal kurz notwendig. Danach reichte ein Fingerzeig aus ca. 1m Entfernung und er ist rückwärts gedackelt. Ich arbeite aber regelmäßig mit ihm am Boden, nicht erst wenn er angreift. Sondern schlicht als Arbeitsprogramm ca. 2x die Woche. Auch vor dem Reiten führe ich ihn ein paar Minuten bevor ich aufsteige - einfach nur um zu checken, dass er mit mir geht, nicht ich mit ihm gegangen werde.
Liebe TE, sorry für das OT. Ich glaube du hast dir einfach einen echt speziellen Fall zugelegt. Ich wünsche euch auf jeden Fall alles Gute, und dass es gut ausgeht! Aber bitte achte auf deine eigene Gesundheit, wenn du mit ihm arbeitest.
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Folgender Benutzer findet den Beitrag von inkuku hilfreich:
Morsi
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24.01.2012, 11:32
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Wenn selbst Geitner, Parelli und co nicht helfen... SOS! Beitrag #58
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Gnadenbrotpferd
Registriert seit: 26.11.2009
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Zitat:
Zitat von desini
HAst Du grundsätzlich ja Recht, aber durchsetzen MUSS sie sich doch letztlich auch im tägl. Umgang!
Sonst wird schon bald selbst z.B. das Führen zum Problem werden, wenn es ihm gerade mal nicht nach der Mütze ist 
Dass das die Profi-Hilfe nicht ersetzen kann, ist klar, aber der Profi ist ja auch nicht 24 Std. bei ihr...
Also zumindest im "Kleinen" sollte sie sich schon mal durchsetzen lernen.  Sonst müsste sie ihn halt wirklich woanders hingeben, statt ihn vor Ort arbeiten zu lassen.
Wie soll das denn sonst mit dem Umgang im Alltag auf längere Sicht noch funktionieren...?
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Der Zug mit sich selbst im kleinen durchsetzen ist abgefahren. Für mich stellt sich gar nicht mehr die Frage, dass die TE da selber noch in irgendeiner Form rumwurschteln sollte. Sie sollte dringendst die Finger vom Pferd lassen.
Alternativ dazu sich mal in der Umgebung nach einem mobilen RL/Bodenarbeitslehrer (und nein, es muss nicht der berühmte und vollkommen überteuerte Guru sein, den man sich nicht leisten kann...) umschauen, den vor Ort antanzen lassen und nur in dessen Anwesenheit mit dem Pferd arbeiten oder gar denjeningen alleine mit dem Pferd erstmal arbeiten lassen. Erst wenn der RL/BodenL vor Ort das ok für langsamen selbständigen Umgang mit dem Pferd gibt, dann wieder damit beginnen eben unter Anleitung des Lehrers, der die TE dann schon passend schult.
Alles andere hat meiner Meinung nach überhaupt keinen Sinn nach den Schilderungen der TE, es findet seit Kauf/Übereignung eine tuschure Verschlechterung statt, erstmal nur beim Reiten, dann auch beim Longieren, dann kommt das führen und irgendwann kommt der Putzplatz. Das muss jetzt im Keim erstickt werden und das schafft die verunsicherte TE nicht ohne fremde Hilfe.
Zitat:
Zitat von TWITILY
Habt ihr ein Roundpen zum arbeiten?
Binde mal eine flatternde Tüte an das Peitschenende, also an die schnur und nur an einem griff der Tüte. Viele Pferde haben von dem knattern und knistern wenn man dann mit der peitsche knallt und wedelt respekt.
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 Genau, ich stelle mich als Freiwild in ein Roundpen und hoffe, das das angreifende Pferd Angst bekommt vor der knallenden Peitsche oder wedelnden Tüte. Bin zudem noch unsicher, ob der Angreifer wirklich vor mir stoppt. Sorry, aber da kann ich mich gleich vor einen fahrenden Zug legen, dürfe das gleiche Ergebnis sein.
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Folgender Benutzer findet den Beitrag von Lobel hilfreich:
Sabino
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24.01.2012, 11:33
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Wenn selbst Geitner, Parelli und co nicht helfen... SOS! Beitrag #59
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Reitpferd
Registriert seit: 23.08.2009
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Lisa, ein unglaublich toller, treffender Beitrag, der sich auch mit meinen Herdenbeobachtungen deckt. Danke!
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24.01.2012, 11:50
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Wenn selbst Geitner, Parelli und co nicht helfen... SOS! Beitrag #60
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Sportpferd
Registriert seit: 05.03.2005
Ort: Rheinland Pfalz
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Ich habe gefragt ob sie ein Roundpen hat und nicht was sie darin machen soll.
Wenn du auch mal eine Seite weiter vorne liest, habe ich klar geschrieben das sie sich einen trainer suchen und das pferd am besten für einige zeit in kompetente hände geben sollte 
Sie arbeitet ja jetzt auch alleine mit dem Pferd und man weis nicht ob sie daran aktuell was ändern kann oder wird da spielt es dann keine rolle ob sie dann in der Mitte steht und mit einer Peitsche wedelt ohne Tüte oder mit aber es ist ein versuch wert.
So ein Pferd ist und bleibt gefährlich und gerade wenn man nur einen Funken angst zeigt oder respekt nutzen die das noch mehr. Und wenn ein Pferd so wie das der TE erstmal den dreh raus hat wird es noch schwieriger... Da wird man dann ruckzuck vom Jäger zum gejagten 
Ich hatte ein ähnliches kaliber pferd zumindest von der art (zum glück mit 1,48m stkm recht handlich) und kenne mich durchaus damit aus, auch wenn man angst hat und überlegt wie man am schnellsten die halle verlassen kann ohne eine gedonnert zu bekommen  Heute ist ponylein sehr nett...
Zitat:
Zitat von Kyralina
Super, der nächste tolle Tip: ein wirklich aggresives Pferd macht den, der in der Mitt enervt ggf einfach platt, Tüte hin oder her. Vor allem - Achtung Wiederholung: wenn das Tier den eh schon nicht für voll nimmt.Alternativ besteht die Gefahr, das das Tier im Roundpen die nervenkrise bekommt und sich halb umbringt, weil kein Ausweg ... wobei ich diese Gefahr hier nicht sehe, da kommt eher Fall 1 zum tragen.
Die TE braucht da erst mal rundherum Hilfe: ein Profi muss das Pferd beurteilen und dann ggf. erst mal mit dem Pferd alleine arbeiten, ggf. direkt mit der TE ... aber alleine sollte sie da von jeglichen Experimenten erst mal die Finger lassen, das wird nur schlimmer werden so lange sie nicht exakt weiß was sie wann tun muss.
Einen verunsichterten Besitzer mit diesem Tier in den Roundpen zu schicken
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