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02.02.2012, 15:20
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Wenn selbst Geitner, Parelli und co nicht helfen... SOS! Beitrag #253
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Gnadenbrotpferd
Registriert seit: 21.08.2010
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Zitat:
Zitat von Ronnimo
@Orangina
Glaub mir Orangina , der grumpfelde, raubeinige aber dabei noch hocheffiziente RL von früher ist wirklich kein Mythos…ich weiß nicht in welchem Jahr / Jahrzehnt Du angefangen hast zu reiten – aber damals bei mir 1979 mit zaghafte Reitversuchen und ab 1984 mit sehr guten RU bei besagten Mythos, war das wirklich so. Man lernte sehr viel von ihm und er nahm sich auch die Zeit für jeden einzelnen Reitschüler. Dieser RL nahm auch kein Blatt vor den Mund, wenn es um Privatpferde ging. Er sagte wie und wo es lang ging und wurde auch bei Kommandos schon mal laut. Das lief immer nach dem Schema (wie schon andere erwähnten) wenn jemand es nicht konnte – O.K. – dann bekam er das in Ruhe erklärt und gut war es. In der nächsten Reitstunde wurde dann daran weiter gearbeitet. War es aber ein Reitschüler, der es konnte –aber nur unmotiviert war und einfach seine Anweisungen nicht umsetzte, dann wurde er laut und derjenige bekam dann Einzelunterricht während der Stunde, bis das saß!
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 Und das angedickte war der Albtraum schlechthin  "Komm DU mal hier oben zu mir auf den Zirkel" und los gings. Unser Haudegen konnte "durch die Pferde hindurch" sehen, was Du grade mit dem äußeren Schenkel machst. Bei solchen Intensivmaßnahmen entging dem nicht einmal das Wackeln des kleinen Zehs im Stiefel.
Zitat:
War mal ein Reiter ungerecht zu seinem Pferd, wurde das auch lautstark kommentiert und stets nicht toleriert. Unser RL war immer sehr bestimmt und streng während der Reitstunde – aber davor oder danach – konnte man mit ihm wunderbar über die Reitstunde sprechen und er gab auch noch gute Tipps diesbezüglich.
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 Waren wir in einem Stall ?!? 
Zitat:
Ich will hier auch nicht verallgemeinern, dass früher alles besser war. Natürlich hat sich z.B. im Hinblick auf die Haltung (damals wurden die Schulpferde beispielsweise noch in Ständern gehalten) vieles gebessert und das ist sehr gut so! Aber so das grundlegende, die Basics, die damals selbstverständlich für die Reitschüler waren, der konsequente – aber faire Umgang mit den Pferden, das entsprechende Know How, das man bei einem Besi immer voraussetzte…das fehlt mir heutzutage.
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Auf den Kopf getroffen. Damals wurden die Basics vorausgesetzt. Sie gehörten aber auch zum normalen Reitunterricht dazu, wie das Ei zum Frühstück.
Zitat:
Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass heute viel mehr Leute sich Pferde halten können, als früher. Wie viele unerfahrene Eltern kaufen ihren Kindern ein Pony und wissen nicht richtig damit umzugehen, wie viele Reitanfänger meinen sich unbedingt sofort ein eigenes Pferd kaufen zu müssen und haben dann Probleme, weil es hinten und vorne an Know How fehlt. Früher war das eher so, dass Pferde noch Luxus waren und man sich genau überlegte, ob man sich eins anschaffte oder nicht. Und es war nun mal so, dass die meisten Besis von damals wirklich sehr gute Reiter waren und ihre Pferde super „führen“ konnten.
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Genau so ist das. Obendrein war es damals eben nicht üblich, daß ein SB stillschweigend zusah, wenn man Bockmist veranstaltete - auch nicht, wenn es das eigene Pferd war. Da wurde sich eingemischt, grade wenn man sehen konnte: Da hakt was. UND: Dieses Einmischen wurde damals niemandem verübelt. Es war eigentlich sonnenklar, daß der SB jahrzehntelang bereits den Umgang mit Pferden pflegte, also konnte man ihm ziemlich blind vertrauen. Wenn der sagte: Das ist Müll so wie Du das machst - dann war es mit Sicherheit auch so.
Wie ist das heute mit den SB? Wer hat denn noch das Glück, einen kompetenten SB zu haben, einen, der über jahrelange Erfahrung verfügt und über das gesamte Know how? Heutzutage ist jeder 3.Reitstall ein ehemaliger landwirtschaftlicher Betrieb, oft geführt von Leuten die bis zur Stallöffnung Kühe und nicht Pferde betreut haben. Und mit Verlaub: So sieht auch die Fütterung in vielen Betrieben aus.
Unsere letzte SB hatte sogar Angst vor Pferden. Und bis auf einige "Hausmittelchen" konnte man ihr keine Ratschläge entlocken - schon gar nicht den Umgang betreffend.
Zitat:
Ich weiß nicht warum, aber früher war einem Reiter klar, dass erst ein eigenes Pferd in Frage kommen könnte, wenn man über genügend Know How und reiterliches Können verfügte. Bis dahin ritt man Schulpferde oder hatte meistens die damaligen „Pflegepferde“. Man lernte mit und an ihnen und wenn man dann irgendwann so weit war, dann kam eventuell das eigene Pferd. Als ich nach längerer Reitpause wieder angefangen habe zu reiten, wäre mir nie in den Sinn gekommen nach kurzer Zeit schon ein eigenes Pferd zu kaufen. Ich habe erst wieder Schulpferde im RU geritten und mein Wissen wieder aufgefrischt. Als ich mich dann dazu in der Lage sah, erst dann, habe ich mir meine Stute gekauft.
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Genauso wie Du habe ich das auch gemacht. Mein erstes eigenes Pferd bekam ich als Fohlen - die stand bei einem Züchter mit allem notwendigen Know how - was mir bei der Erziehung der Dame enorm geholfen hat. Kaum hatte ich sie erworben wußte ich: Noch 3 Jahre hast Du, dann mußt Du Dich mit dem Jungspunt von oben auseinandersetzen. Also nahm ich vom Tag des Kaufes an Reitstunden - übrigens wieder in genau dem Stall, in dem ich Reiten gelernt hatte.
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02.02.2012, 15:34
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Wenn selbst Geitner, Parelli und co nicht helfen... SOS! Beitrag #254
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Neuroticfish
Registriert seit: 01.07.2008
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oh das mit dem auf den zirkl vor dem reitlehrer kenn ich auch.
Manche versuchten dem zu entgehen, indem sie am anderen ende zirkel geritten sind, aber meine RL hat das immer gemerkt.
Da kam dann sowas wie: "Ah, die XYZ versteckt sich wieder. Komm mal nach vorn, ich seh nicht so gut"
Auch so Kandidaten, die es bei einer Gruppenreitstunde durchziehen wollten nur ganze bahn zu reiten. Ohhh, das war nie gut  Das wurde einmal angemahnt, dann aber irgendwann, wenn man wieder erwischt wurde, hieß es: "Deinem Pferd wird langweilig. FIndest du das gut, immer nur das selbe zu machen, eine stunde lang? Dann darfst du gern das nächste mal eine stunde im kreis rennen".
und wer dann immer noch nicht verstand, dass er sein pferd damit geistig unterfordert, der durfte dann mit pferd an der hand laufen.
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02.02.2012, 17:55
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Wenn selbst Geitner, Parelli und co nicht helfen... SOS! Beitrag #255
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Jährling
Registriert seit: 08.03.2010
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Zitat:
Ok, also nur so zum Verständnis: du führst dein Pferd direkt an einem Pferd vorbei mit Futter, das verteidigt sein Futter und beisst herzhaft in dein Pferd, das deswegen dann entweder versucht aus der reichweite zu kommen oder sich zu wehren ... je nach Rangfolge -> welches Pferd dtreichelst du dann ? Das verstehe ich nicht so ganz ...
Und wenn das angeifende Pferd dich erwischt beim zubeissen, streichelst du dann das angreifende Pferd?
Oder meinst du mit angreifen eher "mal rübergiften"?
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Wenn dein Pferd, Pferd A ist und das, das sein Futter verteidigt bzw stänkert Pferd B ist, dann wie folgt:
Du gehst mit deinem Pferd an Pferd B vorbei und Pferd B schießt nach vorne um zu schnappen. Dann halte Pferd B ne große Karotte hin (beobachte seinen Gesichtsausdruck, du wirst dich tot lachen!). Oder fahre mit deiner Hand aus und streichle die Nase/Kopf von Pferd B oder du fährst mit der Hand aus und streichelst, die "Blase" um den Kopf des Pferdes. Wenn er aber wirklich schnappt, halte lieber ne Karotte hin oder streichle ihn aus der Entfernung mit ner Gerte (es sei denn er hat Angst vor Gerten- was viele haben). Das ein paar mal wiederholen, bis er sich nicht mehr rührt, wenn ihr vorbei geht.
Dann hast du das ein für alle mal geregelt. Dadurch lässt du es gar nicht so weit kommen, dass Pferd B beißt. Am Anfang braucht es etwas Überwindung, aber es funktioniert. Und dadurch wird dein Pferd A es auch nicht für nötig halten den "Feind" abzuwehren, da du das machst.
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03.02.2012, 13:56
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Wenn selbst Geitner, Parelli und co nicht helfen... SOS! Beitrag #256
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Reitpferd
Registriert seit: 15.07.2011
Ort: 5
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Zitat:
Zitat von Ikke
Zitat:
Zitat von Ronnimo
@Orangina
Glaub mir Orangina , der grumpfelde, raubeinige aber dabei noch hocheffiziente RL von früher ist wirklich kein Mythos…ich weiß nicht in welchem Jahr / Jahrzehnt Du angefangen hast zu reiten – aber damals bei mir 1979 mit zaghafte Reitversuchen und ab 1984 mit sehr guten RU bei besagten Mythos, war das wirklich so. Man lernte sehr viel von ihm und er nahm sich auch die Zeit für jeden einzelnen Reitschüler. Dieser RL nahm auch kein Blatt vor den Mund, wenn es um Privatpferde ging. Er sagte wie und wo es lang ging und wurde auch bei Kommandos schon mal laut. Das lief immer nach dem Schema (wie schon andere erwähnten) wenn jemand es nicht konnte – O.K. – dann bekam er das in Ruhe erklärt und gut war es. In der nächsten Reitstunde wurde dann daran weiter gearbeitet. War es aber ein Reitschüler, der es konnte –aber nur unmotiviert war und einfach seine Anweisungen nicht umsetzte, dann wurde er laut und derjenige bekam dann Einzelunterricht während der Stunde, bis das saß!
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 Und das angedickte war der Albtraum schlechthin  "Komm DU mal hier oben zu mir auf den Zirkel" und los gings. Unser Haudegen konnte "durch die Pferde hindurch" sehen, was Du grade mit dem äußeren Schenkel machst. Bei solchen Intensivmaßnahmen entging dem nicht einmal das Wackeln des kleinen Zehs im Stiefel.
Zitat:
War mal ein Reiter ungerecht zu seinem Pferd, wurde das auch lautstark kommentiert und stets nicht toleriert. Unser RL war immer sehr bestimmt und streng während der Reitstunde – aber davor oder danach – konnte man mit ihm wunderbar über die Reitstunde sprechen und er gab auch noch gute Tipps diesbezüglich.
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 Waren wir in einem Stall ?!? 
Zitat:
Ich will hier auch nicht verallgemeinern, dass früher alles besser war. Natürlich hat sich z.B. im Hinblick auf die Haltung (damals wurden die Schulpferde beispielsweise noch in Ständern gehalten) vieles gebessert und das ist sehr gut so! Aber so das grundlegende, die Basics, die damals selbstverständlich für die Reitschüler waren, der konsequente – aber faire Umgang mit den Pferden, das entsprechende Know How, das man bei einem Besi immer voraussetzte…das fehlt mir heutzutage.
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Auf den Kopf getroffen. Damals wurden die Basics vorausgesetzt. Sie gehörten aber auch zum normalen Reitunterricht dazu, wie das Ei zum Frühstück.
Zitat:
Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass heute viel mehr Leute sich Pferde halten können, als früher. Wie viele unerfahrene Eltern kaufen ihren Kindern ein Pony und wissen nicht richtig damit umzugehen, wie viele Reitanfänger meinen sich unbedingt sofort ein eigenes Pferd kaufen zu müssen und haben dann Probleme, weil es hinten und vorne an Know How fehlt. Früher war das eher so, dass Pferde noch Luxus waren und man sich genau überlegte, ob man sich eins anschaffte oder nicht. Und es war nun mal so, dass die meisten Besis von damals wirklich sehr gute Reiter waren und ihre Pferde super „führen“ konnten.
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Genau so ist das. Obendrein war es damals eben nicht üblich, daß ein SB stillschweigend zusah, wenn man Bockmist veranstaltete - auch nicht, wenn es das eigene Pferd war. Da wurde sich eingemischt, grade wenn man sehen konnte: Da hakt was. UND: Dieses Einmischen wurde damals niemandem verübelt. Es war eigentlich sonnenklar, daß der SB jahrzehntelang bereits den Umgang mit Pferden pflegte, also konnte man ihm ziemlich blind vertrauen. Wenn der sagte: Das ist Müll so wie Du das machst - dann war es mit Sicherheit auch so.
Wie ist das heute mit den SB? Wer hat denn noch das Glück, einen kompetenten SB zu haben, einen, der über jahrelange Erfahrung verfügt und über das gesamte Know how? Heutzutage ist jeder 3.Reitstall ein ehemaliger landwirtschaftlicher Betrieb, oft geführt von Leuten die bis zur Stallöffnung Kühe und nicht Pferde betreut haben. Und mit Verlaub: So sieht auch die Fütterung in vielen Betrieben aus.
Unsere letzte SB hatte sogar Angst vor Pferden. Und bis auf einige "Hausmittelchen" konnte man ihr keine Ratschläge entlocken - schon gar nicht den Umgang betreffend.
Zitat:
Ich weiß nicht warum, aber früher war einem Reiter klar, dass erst ein eigenes Pferd in Frage kommen könnte, wenn man über genügend Know How und reiterliches Können verfügte. Bis dahin ritt man Schulpferde oder hatte meistens die damaligen „Pflegepferde“. Man lernte mit und an ihnen und wenn man dann irgendwann so weit war, dann kam eventuell das eigene Pferd. Als ich nach längerer Reitpause wieder angefangen habe zu reiten, wäre mir nie in den Sinn gekommen nach kurzer Zeit schon ein eigenes Pferd zu kaufen. Ich habe erst wieder Schulpferde im RU geritten und mein Wissen wieder aufgefrischt. Als ich mich dann dazu in der Lage sah, erst dann, habe ich mir meine Stute gekauft.
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Genauso wie Du habe ich das auch gemacht. Mein erstes eigenes Pferd bekam ich als Fohlen - die stand bei einem Züchter mit allem notwendigen Know how - was mir bei der Erziehung der Dame enorm geholfen hat. Kaum hatte ich sie erworben wußte ich: Noch 3 Jahre hast Du, dann mußt Du Dich mit dem Jungspunt von oben auseinandersetzen. Also nahm ich vom Tag des Kaufes an Reitstunden - übrigens wieder in genau dem Stall, in dem ich Reiten gelernt hatte.
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Hey Ikke, wir sind voll auf einer Wellenlänge. Es ist schön immer wieder zwischendurch auf Leute zu treffen, die so in etwa "ticken" wie man selbst und man nicht laufend denkt, dass man in einem falschen Film ist 
---------- Automatische Beitragszusammenführung ----------
---------- Beitrag hinzugefügt: 13:56 ----------
Zitat:
Zitat von rapunzel333
Zitat:
Ok, also nur so zum Verständnis: du führst dein Pferd direkt an einem Pferd vorbei mit Futter, das verteidigt sein Futter und beisst herzhaft in dein Pferd, das deswegen dann entweder versucht aus der reichweite zu kommen oder sich zu wehren ... je nach Rangfolge -> welches Pferd dtreichelst du dann ? Das verstehe ich nicht so ganz ...
Und wenn das angeifende Pferd dich erwischt beim zubeissen, streichelst du dann das angreifende Pferd?
Oder meinst du mit angreifen eher "mal rübergiften"?
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Wenn dein Pferd, Pferd A ist und das, das sein Futter verteidigt bzw stänkert Pferd B ist, dann wie folgt:
Du gehst mit deinem Pferd an Pferd B vorbei und Pferd B schießt nach vorne um zu schnappen. Dann halte Pferd B ne große Karotte hin (beobachte seinen Gesichtsausdruck, du wirst dich tot lachen!). Oder fahre mit deiner Hand aus und streichle die Nase/Kopf von Pferd B oder du fährst mit der Hand aus und streichelst, die "Blase" um den Kopf des Pferdes. Wenn er aber wirklich schnappt, halte lieber ne Karotte hin oder streichle ihn aus der Entfernung mit ner Gerte (es sei denn er hat Angst vor Gerten- was viele haben). Das ein paar mal wiederholen, bis er sich nicht mehr rührt, wenn ihr vorbei geht.
Dann hast du das ein für alle mal geregelt. Dadurch lässt du es gar nicht so weit kommen, dass Pferd B beißt. Am Anfang braucht es etwas Überwindung, aber es funktioniert. Und dadurch wird dein Pferd A es auch nicht für nötig halten den "Feind" abzuwehren, da du das machst.
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Könnte ich mir so theoretisch auch gut vorstellen, dass es funktioniert. Das giftende Pferd assoziiert dann mit der Zeit das heran kommende / vorbei kommende Pferd, was es ursprünglich als Feind angesehen hatte, mit der positiven Aktion (Möhre, Streicheln) und ändert sein Verhalten!?
Denke aber das Eintreten des „Erfolges“ dieses Lerneffekts hängt sehr stark von der Treffsicherheit des genauen Zeitpunktes (geben der Möhre) und natürlich vom jeweiligen Pferd ab…ich hatte mal eine Situation mit meiner Stute. Früher, also vor ca. 5 Jahren, war sie innerhalb ihrer Box recht zickig (legte oft die Ohren an und schnappte auch schon mal nach Leuten) Eine Reitkollegin probierte o.g. aus…meine Stute schnappte nach ihr und als sie den Kopf wieder von der Reitkollegin abgewandt hatte hielt diese ihr eine Möhre hin…meine Stute nahm die Möhre an, fraß diese und unmittelbar danach schnappte sie nochmal nach meiner Reitkollegin, die daraufhin wütend die Box verließ und meinte so im übertragenen Sinne, dass meine Stute nicht richtig ticken würde…Ich denke ja, wenn sie direkt bei dem Schnappvorgang (also bevor sie überhaupt zum beissen kommt) meiner Stute ihr die Möhre hingehalten hätte (wie von Rapunzel beschrieben) hätte es nach einiger Zeit des täglichen Wiederholens auch funktioniert. Ich denke bei der Übung kommt es auf die Genauigkeit des Zeitpunktes an…und den hatte meine Reitkollegin eindeutig verpasst. Diese Möchtegernpferdeflüsterin war natürlich davon überzeugt, den Fehler beim Pferd zu suchen und nicht bei ihrer Aktion…
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04.02.2012, 10:44
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Wenn selbst Geitner, Parelli und co nicht helfen... SOS! Beitrag #257
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Jährling
Registriert seit: 08.03.2010
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Zitat:
Könnte ich mir so theoretisch auch gut vorstellen, dass es funktioniert. Das giftende Pferd assoziiert dann mit der Zeit das heran kommende / vorbei kommende Pferd, was es ursprünglich als Feind angesehen hatte, mit der positiven Aktion (Möhre, Streicheln) und ändert sein Verhalten!?
Denke aber das Eintreten des „Erfolges“ dieses Lerneffekts hängt sehr stark von der Treffsicherheit des genauen Zeitpunktes (geben der Möhre) und natürlich vom jeweiligen Pferd ab…ich hatte mal eine Situation mit meiner Stute. Früher, also vor ca. 5 Jahren, war sie innerhalb ihrer Box recht zickig (legte oft die Ohren an und schnappte auch schon mal nach Leuten) Eine Reitkollegin probierte o.g. aus…meine Stute schnappte nach ihr und als sie den Kopf wieder von der Reitkollegin abgewandt hatte hielt diese ihr eine Möhre hin…meine Stute nahm die Möhre an, fraß diese und unmittelbar danach schnappte sie nochmal nach meiner Reitkollegin, die daraufhin wütend die Box verließ und meinte so im übertragenen Sinne, dass meine Stute nicht richtig ticken würde…Ich denke ja, wenn sie direkt bei dem Schnappvorgang (also bevor sie überhaupt zum beissen kommt) meiner Stute ihr die Möhre hingehalten hätte (wie von Rapunzel beschrieben) hätte es nach einiger Zeit des täglichen Wiederholens auch funktioniert. Ich denke bei der Übung kommt es auf die Genauigkeit des Zeitpunktes an…und den hatte meine Reitkollegin eindeutig verpasst. Diese Möchtegernpferdeflüsterin war natürlich davon überzeugt, den Fehler beim Pferd zu suchen und nicht bei ihrer Aktion…
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Genau, das ist der Effekt!
Ja, hängt etwas vom Zeitpunkt ab, aber den kann man quasi kaum verpassen, da man es schon eindeutig sehen kann wenn Pferd B auf einen losgeht, dann einfach nur vor seinem Pferd stehen und dem anderen die Karotte hinhalten.
Genau, das Problem bei deiner Situation war, dass es dann schon passiert war. Du musst zwischen dem Pferd was gebissen werden soll und dem beißenden stehen und den Biss mit Liebe abblocken 
Und du musst auf der Seite stehen, die gebissen werden soll, weil das die "böse" Seite ist aus Sicht des angreifenden Pferd und man ihm zeigen muss dass es da eben nichts böses gibt sondern was gutes.
Und dann braucht es da auch maximal 2x bis es einen gravierenden Unterschied gibt und dann noch ein paar mal von Möhre auf Streicheln umsteigen. Aber innerhalb von 20 Minuten müsste das erledigt sein.
Ja und interessant wäre gewesen warum dieses Pferd überhaupt schnappt. Futtersituation oder weil vom Mensch zu viel Druck kam?
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06.02.2012, 14:32
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Wenn selbst Geitner, Parelli und co nicht helfen... SOS! Beitrag #258
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Reitpferd
Registriert seit: 15.07.2011
Ort: 5
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Zitat:
Zitat von rapunzel333
Zitat:
Könnte ich mir so theoretisch auch gut vorstellen, dass es funktioniert. Das giftende Pferd assoziiert dann mit der Zeit das heran kommende / vorbei kommende Pferd, was es ursprünglich als Feind angesehen hatte, mit der positiven Aktion (Möhre, Streicheln) und ändert sein Verhalten!?
Denke aber das Eintreten des „Erfolges“ dieses Lerneffekts hängt sehr stark von der Treffsicherheit des genauen Zeitpunktes (geben der Möhre) und natürlich vom jeweiligen Pferd ab…ich hatte mal eine Situation mit meiner Stute. Früher, also vor ca. 5 Jahren, war sie innerhalb ihrer Box recht zickig (legte oft die Ohren an und schnappte auch schon mal nach Leuten) Eine Reitkollegin probierte o.g. aus…meine Stute schnappte nach ihr und als sie den Kopf wieder von der Reitkollegin abgewandt hatte hielt diese ihr eine Möhre hin…meine Stute nahm die Möhre an, fraß diese und unmittelbar danach schnappte sie nochmal nach meiner Reitkollegin, die daraufhin wütend die Box verließ und meinte so im übertragenen Sinne, dass meine Stute nicht richtig ticken würde…Ich denke ja, wenn sie direkt bei dem Schnappvorgang (also bevor sie überhaupt zum beissen kommt) meiner Stute ihr die Möhre hingehalten hätte (wie von Rapunzel beschrieben) hätte es nach einiger Zeit des täglichen Wiederholens auch funktioniert. Ich denke bei der Übung kommt es auf die Genauigkeit des Zeitpunktes an…und den hatte meine Reitkollegin eindeutig verpasst. Diese Möchtegernpferdeflüsterin war natürlich davon überzeugt, den Fehler beim Pferd zu suchen und nicht bei ihrer Aktion…
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Genau, das ist der Effekt!
Ja, hängt etwas vom Zeitpunkt ab, aber den kann man quasi kaum verpassen, da man es schon eindeutig sehen kann wenn Pferd B auf einen losgeht, dann einfach nur vor seinem Pferd stehen und dem anderen die Karotte hinhalten.
Genau, das Problem bei deiner Situation war, dass es dann schon passiert war. Du musst zwischen dem Pferd was gebissen werden soll und dem beißenden stehen und den Biss mit Liebe abblocken 
Und du musst auf der Seite stehen, die gebissen werden soll, weil das die "böse" Seite ist aus Sicht des angreifenden Pferd und man ihm zeigen muss dass es da eben nichts böses gibt sondern was gutes.
Und dann braucht es da auch maximal 2x bis es einen gravierenden Unterschied gibt und dann noch ein paar mal von Möhre auf Streicheln umsteigen. Aber innerhalb von 20 Minuten müsste das erledigt sein.
Ja und interessant wäre gewesen warum dieses Pferd überhaupt schnappt. Futtersituation oder weil vom Mensch zu viel Druck kam?
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Warum sie damals (heute macht sie das überhaupt nicht mehr) tat, kann ich eigentlich garnicht so genau sagen. Ich lernte sie 2004 als Schulpferd kennen und da schnappte sie gerne nach Leuten und legte auch gerne die Ohren an - stets aber nur in ihrer Box. Ich kaufte sie dann 2006 und sie legte das Verhalten auch dann mit der Zeit ab. Wie gesagt, mittlerweile schnappt sie überhaupt nicht mehr.
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