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Zitat von kyralina
Manchmal frage ich mich, ob einige wirklich erst mal nachdenken bevor sie einem verunsicherten und überforderten Pferdebesitzer raten sich da nun auf eigene Faust durchzusetzen
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HAst Du grundsätzlich ja Recht, aber durchsetzen MUSS sie sich doch letztlich auch im tägl. Umgang!
Sonst wird schon bald selbst z.B. das Führen zum Problem werden, wenn es ihm gerade mal nicht nach der Mütze ist

Dass das die Profi-Hilfe nicht ersetzen kann, ist klar, aber der Profi ist ja auch nicht 24 Std. bei ihr...
Also zumindest im "Kleinen" sollte sie sich schon mal durchsetzen lernen.

Sonst müsste sie ihn halt wirklich woanders hingeben, statt ihn vor Ort arbeiten zu lassen.
Wie soll das denn sonst mit dem Umgang im Alltag auf längere Sicht noch funktionieren...?
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Zitat von dinemaus007
Klopphengst kann ich mir nicht vorstellen... er ist ja total lieb, verschmust, umgänglich. ABER WEHE, MAN WILL WAS VON IHM!!!
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Er war auf der Koppel sehr dominatn gewesen, hat mehrere Pferde (über Wochen immer weiter integriert) echt stark verletzt
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Letzteres wäre aber auch sehr typisch für einen Klopphengst.
Und dass er mehrere (!) andere Pferde ernsthaft verletzt hat, bestärkt mich in dem Gedanken noch etwas... Weil das doch nach meiner Erfahrung für ein "normales" / gesundes Pferd doch eher ungewöhnlich ist.
Frag doch mal Deinen
TA ob und wie man das testen kann (Hormonstatus).
Auch die Tatsache, dass die Probleme - lt. Aussage Vorbesi, sofern man sie glauben kann - NACH dem (späten) Legen anfingen passt da durchaus zu, finde ich.
Würde ich auf alle Fälle klären lassen! Ist ja im Vergleich zu all dem anderen, was Du schon unternommen hast ein relativ kleiner Aufwand... (also der Test jedenfalls).
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Zitat von Tricksie
Das wundert mich auch das darauf noch niemand eingegangen ist, du ziehst dich soweit zurück wie er dich nichtmehr "angreift" Also bist du bildlich gesprochen das rangniedere Pferd das wunderbar gelernt hat vor dem ranghohen zu weichen, da hat der gute dich wirklich wunderbar erzogen
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Mein Reden! Wie ich schon schrieb: greift er an, muss sie auf Gegenangriff gehen, bis ER zurückweicht / nachgibt! Verteidigungshaltung ist generell schon mal No-Go. (schrieb ich ja schon).
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Bis er auf einmal beim longieren mich angriff und angestiegen ist. Von jetzt auf sofort eine abgefahrene Kehrtwendung. UFF!!!!!! Ich hatte mich so erschrocken, ich ließ ihn zwei Runden traben und hatte danach Schluß gemacht.
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Aus seiner Sicht: "Ziel erreicht! Klappt ja prima!"
Aus dem Schreck heraus ist Deine Reaktion verständlich, aber meiner Ansicht nach schon ein grober Fehler, gerade bei diesem Pferd.
Wie Lobel schon schreibt,
jeder einzelne "Sieg" von ihm in einer Auseinandersetzung mit dem Menschen (ob am Boden oder im Sattel) festigt seine Haltung nur immer mehr!
Und umso schlimmer wird es, die grundsätzliche Sache mit ihm neu zu klären.
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Ich habe nach der ersten Parellisitzung ihm mehrmals mit dem Stick eine mitgegeben. Aber wir spulen uns auf. Kommt er mir zu nahe und respektiert meine Zone nicht und ich ihm eine klatsche, ist er sofort auf absoluten Angriff....
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logisch! Aus seiner Sicht respektierst Du dann ja seine Rangordnungsstellung nicht und das ahndet er sofort

Genau!
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Wenn ich ihm aber aus dem Weg gehe und ich meinen Rückzug zeige, er ihn aber nicht akzeptiert, dann hört er irgendwann auf. Will ich mich aber wieder nähern, zack - Ohren angelegt, vollgas auf mich zu.
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Puh...

Auch hier stimme ich wieder Lobel zu: aus SEINER Sicht ist die Rangordnung längst zweifelsfrei geklärt (zu SEINEN Gunsten) und er setzt natürlich alles daran, dass das so bleibt.
"Klatscht" Du ihm ein paar mit dem Strick, ist das - vermutlich - aus seiner Sicht ein
Anfechten der Rangordnung. Was er natürlich entsprechend quittiert.
Selbiges gilt meiner Ansicht nach für seine Reaktion auf Gerte/Peitsche z.B. beim Longieren.
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Aber mal ehrlich, wer kann denn bitte schön 2000 € im Monat + Stallmiete an Traning investieren?!?!? Wir hatten vereinbart, dass ich die ersten 3 übe, übe, übe und wir uns im Februar wiedersehen und wir dann einen Plan machen. Ich bin gespannt.
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Ja, das kann ich gut nachvollziehen

Wirklich ein Dilemma....

Das Problem ist: allein wirst Du es nicht hinbekommen, denke ich... Weil das halt einfach schon ein Fall für einen Profi ist.
Gibt es keine bezahlbaren Alternativen...?
Muss ja nicht unbedingt einer der berühmten "Pferde-Gurus" sein. Auch ein guter "klassischer"
FN- Bereiter, der nicht nur nach der Brechstangen-Methode arbeitet (gibt heute schon viele, die das zum Glück nicht mehr machen) könnte doch hilfreich sein, oder nicht....?
Einfach mal umhören, welche in Deiner Gegend in dem enstpr. Ruf stehen, gut aufs Pferd einzugehen und nicht nur die Hau-Ruck-Methode zu verwenden....
Denn es handelt sich bei dem Pferd ja - meiner Ansicht nach - nicht um ein verängstigtes oder traumatisiertes Pferd.
Sei mir nicht böse - ich verstehe Deine blöde Lage ganz bestimmt! - aber Du willst möglichst gewaltfrei (das bei dem Pferd meiner Ansicht nach leider wohl nicht mehr 100%-
ig umsetzbar sein wird, wenn man einen gezielten und im
richtigen Moment kommenden Schlag mit der Gerte/Peitsche konsequenterweise auch als Gewalt einordnet) und mit wenig Kostenaufwand aus dem Pferd einen händelbaren Freizeitkumpel machen.
Und das wird meiner Ansicht nach so einfach nix werden

Zumal "gewaltfrei" auch bei so manchem
NHS-Trainer (gerade bei dominanten Pferden!) nicht das erste Wort zur Beschreibung wäre, was mir einfiele....
Gewalt ist ja nicht immer nur "Schlagen" und "Schlagen" muss nicht immer schiere Gewalt sein. Wir reden ja nicht von "vertrimmen" und wie vom Affen gebissen auf dem Pferd rumprügeln

Wie gesagt: schau einfach mal nach einem guten, moderneren Bereiter, so einen gibts in Deiner Gegend doch bestimmt!
Hör Dich nach einem um, der mit Problempferden Erfahrung hat und auf Pferde eingeht und nicht nur "Anreitet/korrigiert am Fließband"

Frag z.B. mal deinen
TA! Wenns ein Pferde-
TA ist, kennt er sicher auch solche!
(bei uns war das immer so, zumindest bei den Pferde-Fach-TÄen, dass die viele Berufsreiter kennen und auch bißchen einschätzen können, wer wie "tickt" und arbeitet.)
Der wird dann vielleicht weniger Bodenarbeit machen, aber ganz sicher auch longieren usw. Und er wird auch im
Umgang mit dem Pferd Einfluss nehmen. Einfach im Rahmen der Arbeit an sich!
Und das könnte Dich dann ggfls. doch einiges günstiger kommen, als 1500 Euro monatl.
Und die meisten guten Bereiter, die von dem "Schlag" sind, den ich meine, die werden Dir auch helfen, mit ihm umzugehen und klarzukommen.
Das wäre so die einzige denkbare "Alternative" die mir noch einfiele....
Wird DIR aber DEINE Rangordnungsarbeit mit ihm nicht
abnehmen, darüber solltest Du Dir wirklich im Klaren sein.
Und auch, dass Du das auf jeden Fall zügig angehen musst! Und zwar schon im "Kleinen", wenn das "Große" eben - logischerweise - noch zu hart ist.
Longiere ihn. Macht er Anstalten (nur ANSTALTEN!!), gibts sofort einen beherzten Schlag mit der Longierpeitsche auf den Boden direkt vor ihm! Und er hat sofort zu gehorchen und weiter an der Longe zu gehen! Setzt er nach, greift weiter oder gar massiver an, dann muss der nächste Schlag sitzen! So hart das auch klingen mag! Und gehe dabei auf ihn zu! (sofern er sich von dem Schlag mit der Peitsche in Schach halten lässt, versteht sich! Sonst ist natürlich Deine Sicherheit vorrangig!!!! Aber ich gehe davon aus, wenn Du mal wirklich einmal vernünftig zulangst, wird er auch zurückstecken! Vielleicht nicht sofort und nicht beim 1. Mal, aber da musst Du dann halt dranbleiben, BIS er es tut! Und das
wird er,
wenn Du es
ernstmeinst und nicht halbherzig darangehst und Deine Sorge "huch, das darf man doch nicht und nicht dass ich ihm noch wehtue" mal zurücksteckst und bedenkst: ER ist DURCHAUS bereit und willens, Dir wehzutun!
Dir genauso, wie ja auch Artgenossen, wie er ja bewiesen hat!
Was für mich dafür spricht, dass es kein "Trauma" oder ähnliches mit dem Menschen ist.
Klappt das nicht, bzw. "verlierst" Du die Auseinandersetzung wieder, dann lass es wirklich besser sein, bis er in Profihänden ist.
Klingt hart, aber ich weiß auch nicht, was ich Dir anderes sagen soll....
Wenn es ein tolles "Geheimrezept" oder einen tollen, gewaltfreien "Trick" gäbe, durch den das Pferd "schwupps" ein anderes wird, dann wäre das toll... Aber ich glaube, den gibts leider nicht

Und noch eins:
Von der Idee, dass Du aus ihm mit Profi-Hilfe einen supi-lieben und stets folgsamen Freizeitkumpel machen kannst, dem Du vertrauen kannst und mit dem Du fortan den "Kuschelkurs" fahren kannst, musst Du Dich generell verabschieden, denke ich.
SO ein Pferd ist und wird er niemals werden, ich glaube, darüber musst Du Dir im Klaren sein!
Ihr werdet bestenfalls ein "Agreement" erreichen, dass er Dich - idealerweise - als den Ranghöheren akzeptiert und Du weitgehend problemlos mit ihm umgehen und arbeiten kannst, wenn Du gewisse Dinge beachtest (!).
Aber eine Kuschelfellnase, die Dich liebt und von der Du weißt, dass sie Dir nix Böses will und der Du NICHT ständig immer wieder zeigen musst, wer der Chef ist, wird DIESES Pferd meiner Ansicht nach nie werden

Ich beneide Dich nicht und Du hast mein Mitgefühl

( und muss glaube ich nachher im Stall nochmal meine Lieblingsmaus knuddeln und ihr danken, dass sie so ein tolles, Wattebäuschchen-Pferdi ist

Manchmal nimmt man sowas als zu selbstverständlich hin....)