Hallo,
mit äußere Longe übers Hinterhand bin ich auch verfeindet. Dadurch gibt er sich ja bei jeden Schritt eine Ruck ins Maul, vorallem wenn er recht fein im Maul ist, ist das für die Pferde sehr unangehnem und im Grunde ist es ja auch kontraproduktiv, da wir ja ein feines Maul wollen

Außer in manchen Ausnahmefälle hat die Longe über die Hinterhand auch seine Vorteile.
Wie du das mit der inneren Longe meinst, versteh ich nicht ganz.
Wie verschnallst du? Direkt oder im V? Geht dann deine Longe gar nicht mehr durch die Ringe oder nur einmal durch.
Im Grunde kann man mit den Verschnallungen sehr varieren. Mir ist es immer umso direkter umso lieber.
Beim abdriften nach außen denk vermehrt dran, dass du immer parallel zu der Hinterhand des Pferdes bist (nicht so wie beim normalen longieren in der Mitte). Das heißt bei der Doppellonge musst du selber auch kleine Kreise ziehen. Am Anfang geht man oft noch Kilometer, später spielt sich das alles ein und man geht nur noch ganz kleine Kreischen.
Außerdem achte drauf, dass du mit deiner inneren Longe nicht hängen bleibst! Nur locker immer wieder vereinzelte Paraden geben und sofort wieder nachgeben. Sobald du hängen bleibst, kann er über die äußere Schulter abhauen.
Natürlich kannst du über die Doppellonge den Takt erarbeiten. Ein Pferd mit dem ich in letzter Zeit viel gearbeitet habe, habe ich allein mit der Doppellonge (reiten ging aus verschieden Gründen nicht) vom schwankenden, verspannten, unausbalancierten Beinchaos zum recht ausbalancierten, fleißig in allen drei Gangarten im vorwärts-abwärts gehenden (naja solange wir nicht wieder vor Gespenstern erschrecken

), getakteten Pferd, das man jetzt langsam aber sicher immer mehr zusammennehmen kann, trainiert.