Hi!
Ich manage Pferd, Hund, Freund, Wohnung und 4Wellensittiche (ok, die sind kein so großer Managementaufwand

) und Vollzeitjob.
Nebenher bin ich auch noch Leiterin einer Jugendgruppe, wo ein "pferdefreier" Tag udn gelegentlich das Wochenende für draufgeht.
Das ist durchaus problemlos zu managen. Allerdings steht mein Pferd im Offenstall und hat daher kein Problem damit, wenn es mal nicht bewegt wird. Eigentlich machen wir aber 5Mal die Woche etwas, da bin ich dann 3-9Stunden mit dem Pferd geschäftigt.
Der Hund ist da immer dabei. Die Vögel haben Freiflug, während ich nicht da bin (ja, sollte man nicht machen, aber ist mir lieber, als wenn sie gar nicht rauskommen, weil ich eigentlich nie vor 20:30Uhr zu Hause bin und morgens um 5:30/6:00Uhr das Haus verlasse.)
Mein Freund hat praktischerweise einen Job, wo er
i.d.R. nicht vor 20Uhr zu Hause ist, so dass er sich nie beschwert, dass ich den ganzen Tag weg bin

Da er auch oft Samstags arbeitet habe ich da komplett "Pferdezeit", ohne, dass er sich vernachlässigt fühlen kann/muss.
Ich denke es ist etwas anderes, ob das Pferd erst spät dazukommt, oder von Anfang an dazugehört.
Ich hatte zuerst die Vögel, dann das Pferd, dann den Freund, dann die Wohnung und dann den Hund. Von Schule/Jobs her hatte ich eigentlich immer etwa soviel zu tun, wie jetzt in der Vollzeitstelle, weil ich mein Pony von Anfang an selbst finanziert habe.
Insofern war einfach von Anfang an klar, dass das Pferd dazugehört.
Wenn das Pferd erst später dazukommt, muss man natürlich auch erstmal genau abklären, ob das auf für Freund/Mann/Familie in Ordnung geht, dass man da auch so viel Zeit reininvestiert, oder ob der/die irgendwann anfangen zu maulen.
Man muss natürlich immer mit einplanen, was ist, wenn das Pferd/andere Tiere krank sind, was ist, wenn du krank bist, was ist, wenn du deinen Job verlierst, wenn der Stall doch nicht so toll ist und du wechseln musst etc.
Es gibt unendlich viele Variablen, die man alle in gewissem Maße mit berücksichtigen muss und denen man sich bewusst sein muss.
Passieren kann immer was und alles ändert sich möglicherweise irgendwann oder auch sehr schnell...
Zum Thema älteres Pferd und pausieren:
Meine Sorge ist, dass mein Pony (jetzt 19) wenn ich in den nächsten Jahren irgendwann wegen Schwangerschaft (und anschließendem Mama-Dasein) ausfalle, so viele Muskeln abbaut, dass wir nicht mehr auf den Stand von vorher kommen (oder/und ich soviel zunehme, dass ich zu schwer werde).
Ich finde, dass man schon merkt, dass ein älteres Pferd Muskeln langsamer aufbaut, als ein junges.
ps:
achso, ich werde von vielen Freundinnen für verrückt erklärt, weil ich einfach immer "busy" bin.
Ich bin nicht der Typ, der einfach mal auf dem Sofa rumsitzt und rumgammelt, daher habe ich gerne immer viel zu tun.
Ich habe den Terminkalender immer komplett voll..
Das Pferd ist aber trotzdem Freizeit für mich und kein Muss. Wenn ich den Tag komplett mit meinem Freund (oder anderen Freunden) verbringe, macht dem Pferd das nix, er wird erst ungeduldig, wenn ich mehrere Tage hinternander keine Zeit für ihn habe. Wenn ich in Urlaub bin, wird er so nach 1,5Wochen anhänglich und nervig. Bewegt wird er ausschließlich von mir, da er bei anderen nicht immer so einfach zu händeln ist.