Ich habe insgesamt 10 Boxen. Dennoch verfüge ich über einen Traktor und einen Hoftrack.
Der Traktor wurde angeschafft, um auch von weiter ab gelegenen Flächen vor allem das Stroh
einfahren zu können. Hierzu war es notwendig, auch öffentliche Straßen zu befahren.
Bedingt durch gesundheitliche Probleme meinerseits (Allergie) habe ich die Einstreu von Stroh auf Weichholzspäne umgestellt. Somit entfallen die Fahrten, um Stroh einzufahren. Der Schlepper wird somit nur noch für die Weidepflege genutzt. Da keine öffentlichen Straßen mehr befahren müssen, entfallen auch die Zulassung und die regelmäßige Vorführung beim TÜV. Der Traktor wird nur noch einige wenige Stunden im Jahr genutzt.
Der Hoftrack wurde nach der ersten Heuernte angeschafft. Mit dem großen Traktor war es nahezu unmöglich, das Heu und Stroh auf dem beengten Platzverhältnissen in der Scheune einlagern und vor allem stapeln zu können. Rangieren im cm- Bereich
ohne Lenkhilfe ist schon sehr schweißtreibend.
Auch ermöglicht der Hoftrack das maschinelle Misten. Das war mit dem großen und sperrigen Schlepper nur bedingt möglich.
Ob ich jedoch dazu bereit wäre, auch ungeübte Personen auf einen Hoftrack zu setzen? Eher nicht!
Gerade die Knicklenker fallen gerne einmal um. Zwar steht in der jeweiligen Betriebsanleitung, daß man nur mit abgesenkter Last
fahren darf. Es läßt sich jedoch nicht vermeiden, beim Einlagern von Großballen oder beim Misten auch mit angehobener Last eine Kurve zu durchfahren. Da sollte man schon die Grenzen der jeweiligen Maschine genau kennen.
Da bieten die "panzergelenkten" Maschinen eindeutige Vorteile. Denn bei diesen Maschinen verlagert sich dann nicht der Schwerpunkt. Dafür besteht hier die Gefahr, daß diese nach vorne oder nach hinten umkippen können.
Auch unterliegt hier die Mechanik einem erhöhten Verschleiß. Vor allem, wenn die Maschine überwiegend auf befestigten Flächen eingesetzt wird. Der Grund liegt darin, daß Kurvenfahrten über abbremsen der kurveninneren Räder bewerkstelligt wird. Oder durch die gegenläufige Drehrichtung der Räder.
Der Vorteil liegt darin, daß diese Maschinen kompakter bauen, als Knicklenker. Auch sind diese Maschinen so bei begrenzten Raumverhältnissen beweglicher, als Knicklenker.
Auf der anderen Seite bietet der Knicklenker eindeutige Vorteile, wenn auch längere Fahrstrecken überwunden werden müssen. Bedingt durch den oftmals größeren Radstand sind diese bedeutend laufruhiger.
Auch wenn landwirtschaftliche Maschinen auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt sind, so sollten diese dennoch Betriebstemperatur erreichen. Auch wenn das auf den ersten Blick der Ökologie widersprechen sollte, so sollte man den Motor dennoch laufen lassen. Ständiges Ein- und Ausschalten verkürzt die Lebensdauer erheblich. Ein erhöhter Verschleiß, aber auch ein gestiegener Verbrauch an Treibstoff und Schmiermitteln ist die Folge.
Aus ökonomischen Überlegungen ist es durchaus sinnvoll, eine landwirtschaftliche Maschine laufen zu lassen, auch wenn die Motorleistung gerade nicht gefragt ist. Zumindest bei Maschinen, die mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet sind.