Es gibt einige gute Übungen,die die Beweglichkeit und die Fähigkeit zum Beugen der Hanke gezielt verbessern. Die Schaukel wurde hier bereits angesprochen. Darf das Pferd spazierengehen, ist das häufige Rückwärtstreten lassen am Hang- also rückwärts die Steigung hoch, ein sehr effektives Mittel.
Dabei wird zum einen die Hanke angesprochen, als auch die Bauchmuskulatur sehr deutlich gefordert.
Die Übergänge von Trab-Galopp-Trab in kurzer Abfolge, sprechen ebenfalls die Hanke an und mobilisieren optimal den Rücken. Desweitern fördern sie durch den schwunghaften "Wurf" des Rumpfes die Kräftigung erschlaffter Rumpfhebermuskulatur.
Eine Übung, die sich sehr gut im Schritt ( aber natürlich auch in Trab und Galopp) ausführen läßt, ist das Schwenken in kurzer Abfolge zwischen
SH und
Travers auf einer kleinen Zirkellinie. Eine sehr geniale Übung bei der zunächst die eine, dann durch Handwechsel die andere Seite des Pferdes sehr intensiv angesprochen wird.
Bei einer Lähmung lohnt sich der Versuch, die defizitären Bewegungen abzurufen. Also z.B. über eine Kurzkehrt oder
HH-Wendung die weite und dann in Folge stützende Seitwärtsbewegung aus der Schulter zu bewirken.
Gerade bei Nervenschäden sollte man auch auf die passive Bewegung zurückgreifen, damit die Muskeln nicht völlig atrophieren. Also das Bein so bewegen, wie es das Pferd z.Zt. nicht kann.
Auch die Nutzung von Reflexen- hier z.B. den Rumpfheberrelex, der zwischen den Vorderbeinen sitzt- kann hier sinnvoll sein, soweit sie noch auslösbar sind.
Die Übungen der starken Bigung und die Wendungen gegen die Biegung sollte man in diesem Fall auf alle Fälle mit dem behandelnden Physio absprechen. Je nachdem, wo der Nevenschaden seinen genauen Ursprung hat, kann das sehr sinnvoll oder aber völlig daneben sein.
In jedem Fall würde ich mir zur Reha einen guten Physio suchen und mit diesem Hand in Hand arbeiten.
Gute Besserung vom geliebten Pony