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Zitat von Wagenknecht
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Toller Link!
Und bestätigt meine Beobachtungen: am Sonntag bei sonnigen -12 Grad und eisigem Ostwind standen einige Pferde draußen (Offenstallkleingruppen), die meisten drinnen. Interessant war, dass ausschließlich uneingedeckte Pferde draußen standen! Die eingedeckten (die wenigsten sind dabei geschoren!) hatten sich ALLE in die windgeschützten Fressständer oder Unterstände verzogen.
Meine hoch im Blut stehende Stute mit insgesamt wesentlich weniger Substanz als ihre Stallkollegen fror auch bei -20 Grad und fiesem Ostwind letzten Freitag Nacht nicht. Sie hat einfach nur ihren sehr langen und dichten Pelz aufgestellt, den sie die Monate zuvor eher unnötigerweise rumgeschleppt hat

Kein Schweifklemmen, keine Verspannheit, nichts. Auch beim Reiten jetzt die ganze Woche ganz normal locker.
Als (Außen)Boxenpferd mit 4h Koppelgang täglich fror sie (mit Deckenschnitt und eingedeckt) hingegen relativ schnell, viel schneller als ihre komplett geschorenen und aber eben mit viel mehr Substanz ausgestatteten Stallkollegen damals. Sie klemmte dann den Schweif und war beim Reiten verspannt.
Welche Frage mir der tolle link aber nicht beantworten kann: wenn ich mein Pferd nun dank des dichten Winterpelzes nass geritten habe (was mir täglich passiert, trotz bester Kondition und Leistungsbereitschaft sowie keinerlei Erschöpfungsanzeichen bis zum Schluss und obwohl sie im Sommer z.B. fast nie schwitzt), wie verhält es sich dann mit dem Trocknen und Runterkühlen? Mache ich es nach deren Ansicht richtig, wenn ich sie nach der Arbeit ohne Abschwitzdecke noch 25 bis 30min Schritt gehen lasse, dann ab um die 0 Grad mit einer Abschwitzdecke eindecke, bis sie gefressen hat und ich alles aufgeräumt habe, und sie dann so in den (im Unterstand und den Fressständern zugfreien) Offenstall zurückbringe, obwohl sie äußerlich (!) noch nass ist, das Fell jetzt z.T. angefroren, und aber vor allem noch an wenigen kleinen Stellen an der
HH richtig von unten nachschwitzt?
Ich denke mir immer: solange sie das verbleibende trockene Fell auf dem Rücken (sie schwitzt eh immer nur unten rum, also Hals, Schultern, Bauch,
HH) nicht wieder aufstellt, ist ihr ja insgesamt ganz sicher nicht kalt. Wenn ich ihr in dem Zustand lange genug Gelegenheit gebe, langsam runterzukühlen (-> 25-30min Schritt, möglichst draußen außer bei echt fiesem Wind), und sie auch später wenn sie noch nicht trocken ist, ich sie aber in den Stall bringe, das Fell nicht aufstellt, dann müsste das doch ok sein, oder? Sie kann weiter runterkühlen, ohne zu frieren und die Außentemperatur ist ja rund ums Pferd herum gleich, so dass sich die Thermoregulierung bestens einstellen kann.
Hänger fahren oder sie zwangsweise Wind oder Zugluft aussetzen würde ich in dem Zustand natürlich nicht!!
Fahre ich Hänger muss sie entweder vorher trocken sein, vor allem wenn die Hängefahr länger ist, oder aber sie bekommt eine atmungsaktive, winddichte Decke drauf, sofern die Hängerfahrt nur kurz ist.
EDIT: Was ich ganz wichtig finde und daher auch immer mache: das (zuvor) nass geschwitzte Fell ausbürsten damit es sich dann wieder komplett aufstellen kann! Aber wenn es oberflächlich noch nass ist geht das nicht gut und außerdem hab ich immer das Gefühl damit drücke ich die Feuchtigkeit vielleicht wieder in die unteren Fellschichten?!