Hallo liebe Mitforumler.

Ich hätte gerne ein paar Meinungen/Vorschläge bezüglich der Gewöhnung des Pferdes an den Straßenverkehr, genauer gesagt, an das Reiten im Ort.
"Kurze" Erklärung:
Das Pferd (12 Jahre, also kein Jungpferd) das ich reite ist allgemein etwas "guckig", bei Orten die er kennt (Halle, auf dem Hof) ist er ruhig, im Gelände schreckhafter als andere Pferde, aber immer händelbar, wenn es so weit kommt dass er durchgeht, und man ihn nicht nach 2 Galoppsprüngen wieder hat, lässt er sich wieder fangen ohne große Buckeleinlagen etc. (Letzteres passiert nur noch selten, vielleicht 2x im Monat.)
Ein großer Teil ist auch charakterbedingt würde ich sagen, sprich, er wird nie das supersichere Geländepferd, das von jedem Anfänger händelbar ist, muss er auch nicht.
(War früher ganz schlimm, Gelände ging nicht ohne Zweitpferd, hat sich sehr gebessert, aber ich möchte jetzt nicht ewig auf der "schlimmen Vergangenheit" herumreiten-Vorbesitzer haben ihm zu viel Freiraum gelassen, um es so zu sagen.

)
Der Stall, an dem das Pferd steht, liegt außerhalb eines Dorfes, "von Feldewegen umzingelt", sprich da ist nicht viel los.
Zu den Problemen:
Im Ort wird er extrem nervös, sprich, sobald ich mit ihm in die Dorfstraße einbiege, wird er total guckig, ich merke dass er sich spannt wie eine Feder, bei jedem Geräusch hüpfen wir fast weg (aber wie gesagt, wenn man immer schön nachgibt nachdem man ihn "gehalten" hat, rennt er nicht los).
Wenn ein lauter Traktor kommt, wird es grenzwertig, aber die Straße ist meistens breit genug dass ich mich an den Rand stellen kann, und er ließ sich bis jetzt auch bei gesteigerter Aufregung halten bis auf ein paar Tritte zur Seite o.ä., aber er ist bis aufs äußerste angespannt.
Mein Problem ist nun: Ich kann schlecht anfangen, mit ihm Schnenkelweichen etc. auf der Straße zu machen um ihn zu beruhigen/zu beschäftigen, da ich andere Verkehrsteilnehmer nicht behindern möchte, es kommt zwar seltener ein Fahrzeug, aber öfter als dass ich auf der Straße irgendwelche Lektionen reiten könnte.
Ich habe auch einen "Zwischenstopp" bei einer Bekannten im Dorf eingebaut, an dem es ein bisschen Futter gibt (als positive Erinnerung.)
Ich war erst 3x im Dorf, muss ich dazu sagen.
Er ist aber allgemein überproportional aufgeregt, wenn er "neue Orte" kennenlernt.
(Turnier geht mit ihm noch fast garnicht, auf dem Abreitplatz ist es die reinste Katastrophe, an korrektes gymnastizieren ist erst einmal nicht zu denken, entsprechend die Leistung in der Prüfung. Ich habe es erst 1x versucht, will aber auch nicht die Mitreiter auf dem Abreitplatz in Mitleidenschaft ziehen, wenn ich ihn nicht halten kann, deshalb bis jetzt kein weiteres Mal.)
In der Reithalle lässt er super mit sich arbeiten, auf einer Wiese draußen ist er etwas guckiger, aber mit etwas Konzentration macht er auch dort brav mit.
Probleme sind wie genannt, fremde Orte, an denen es zusätzlich noch aufregender ist als sonst (innerorts, Turnier), im Gelände fremde Wege reiten ist kein Problem.
Meine Fragen an euch:
-Habt ihr allgemein Tipps, wie man Pferde an fremde Orte gewöhnen kann, an denen es nicht möglich ist, gymnastizierende Übungen zu reiten? (Im Dorf.)
-Was kann ich noch besser machen? Sollte ich den "Zwischenstopp" mit Futter weglassen innerorts, oder ist das hilfreich?
-Soll ich eine Person mitnehmen, die nebenher läuft, ist das sicherer?
-Kann ich in der Halle etc. Übungen machen, um ihm allgemein im Umgang mit Dingen die er nicht kennt die Angst zu nehmen?
-Was fällt euch sonst noch ein?
Ich entschuldige mich erst einmal für meinen Roman, und

im Vorraus für die Hilfe.
Wenn ihr noch Fragen an mich habt, her damit.