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01.12.2010, 19:29
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Wirkung der treibenden Hilfe im versammelten Trab Beitrag #1
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sorgt für den Weltfrieden
Registriert seit: 30.09.2008
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Hallo Leute, ich habe ein Problem:
"Mein" Pferd (mit mir bis M platziert) neigt in der stärkeren Versammlung - wie eine warscheinlich eine Vielzahl der weniger leistungsbereiten Pferden - dazu, mit dem Genick abzutauchen (wir sprechen von einigen Zentimetern und nicht von Einrollen bis zur Brust) und so auch einer vermehrten Lastaufnahme mit der Hinterhand zu entgehen (?). Im Schritt und im Galopp ist das kein Problem: Ich treibe (relativ impulsartig) mit dem Bein, versuche in dem Moment tief einzusitzen / das Kreuz anzuspannen, gebe eine kurze Parade auf der Trense, öffne den Finger mit dem Kandarenzügel, rahme ihn quasi ein und schon habe ich ihn wieder bei mir.
Im Trab sieht das dann folgendermasen aus: Meine treibende Hilfe setzt er direkt ins Vorwärts um, ich komme gar nicht dazu, das zu Gunsten von mehr HH-Aktivität abzufangen, ich kann viel weniger gut einsitzen als in Galopp und Schritt, Paraden bewirken nur eine noch engere und tiefere Einstellung. Letztlich ist dann die Konsequenz meines Versuches, mehr Versammlung (mit einem damit verbundenen höheren Genick), Engagement und Kadenz zu erreichen, ein nach unten laufendes, tief eingestelltes Pferd und ein nicht mehr im Pferd sitzender, sich in den Zügel festhaltender Reiter (stark überspitzt formuliert!). Übergänge starker Trab / versammelter Trab funktionieren problemlos mit konstantem Genick, das Problem verstärkt sich in den Seitengängen, ob ich auf Trense oder Kandare reite ist egal.
Tipps??
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01.12.2010, 22:55
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Wirkung der treibenden Hilfe im versammelten Trab Beitrag #2
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Schimmeltante
Registriert seit: 31.08.2008
Ort: Raum Stuttgart
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Hallo Zonk,
mein Wallach befindet sich gerade erst wieder im Aufbau und wird momentan noch nicht wieder auf diesem Niveau trainiert, jedoch kenne ich dieses Problem aus der Vergangenheit.
Vorab: Ich bin weder ein besonders guter "Erklärbar" noch ein besonders großer Theoretiker. Aber ich gebe dir gerne weiter, was mir damals gut geholfen hat  .
Du solltest daran arbeiten, dein Pferd rein über den Sitz abfangen und in die Versammlung führen zu können. Am Besten funktioniert dies über viele Tempiwechsel: vom Arbeitstrab in die Verstärkung/in die Versammlung und zurück. Die Hand wird dabei stehen gelassen, lediglich Becken und Kreuz bremsen. Löse die Versammlung auf, sobald er beginnt abzutauchen. Stattdessen lieber etwas antreten lassen um den Schub der Hinterhand zu erhalten und daraus dann erneut beginnen.
Sobald du Ansätze dazu spürst, dass er beginnt sich fest zu beißen oder abzutauchen, bzw. du nicht mehr zum sitzen kommst, solltest du die Übung abrechen, dein Pferd kurz ablockern (einige Tritte Leichttraben und die Hand etwas vor zu geben reicht meist) und dann erneut beginnen. Eine Lektion die Probleme bereitet aus der Verspannung heraus zu ereichen wird nie gelingen.
Eine Übung die recht hilfreich sein kann ist einige Traversaltritte zu fordern, aus diesen heraus dann Geraderichten und einige Tritte antreten zu lassen, wieder abfangen und erneut einige Traversaltritte fordern usw.
Wenn er sich im Galopp besser setzt, könnte es auch hilfreich sein, den Versammelten Trab aus dem Versammelten Galopp heraus abzufragen.
Zu Beginn genügt es, wenn wenige Tritte mit der gewünschten Versammlung und ausreichender Kadenz gezeigt werden. An dieser Stelle solltest du sofort abbrechen, loben und es gut sein lassen. Versammelte Arbeit ist schließlich außerordentlich anstrengend und es passiert leicht, dass man sich an einer Übung festbeisst und sich daran tot arbeitet.
Denke daran, dass je länger du in einer Einheit daran arbeitest desto unwahrscheinlicher wird es sein, dass dein Pferd noch Kraft und Motivation für eine korrekte Versammlung aufbringen kann.
Gebe dich daher zu Beginn lieber mit korrekten Ansätzen zufrieden und schließe dann positiv ab!
Ob du mit Trense oder Kandare arbeitest, ist meiner Meinung nach lediglich eine Geschmacksfrage. Eine reel gerittenes Pferd sollte sich auch an der Trense ohne Probleme versammeln lassen. Die Kandare könnte in diesem Fall allerdings durch ihre mechanische Wirkung die Versammlung erleichtern. Wobei auch hier wieder gilt, dass der Zügel nur anstehen sollte.
Liebe Grüße
Edit: eine Übung meines alten RL fällt mir noch ein. Hört sich simpel an, kann aber sehr effektiv sein: Aus dem Rückwärtsrichten heraus in den versammelten Trab anreiten. Sobald die Kadenz flacher wird erneut durchparieren zum Halt, Rückwärtsrichten und daraus wieder weiterarbeiten. Durch das RR wird dein Pferd quasi schon auf die Hinterhand gesetzt, daher eignet sich dies optimal als vorbereitende Übung bzw. zur Korrektur.
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Folgende 2 Benutzer finden den Beitrag von Summersault hilfreich:
Bell,
zitpolite
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02.12.2010, 10:40
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Wirkung der treibenden Hilfe im versammelten Trab Beitrag #3
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Sportpferd
Registriert seit: 22.04.2007
Ort: Neckarhausen(das is nähe Mannheim)
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finde die übung am schluss von kleineFee´s eintrang nur unterstützen.
Was uns auch noch geholfen hat war aus dem halt antraben, oder aus dem schritt und bei jedem mal einige halbe tritte im Übergang, dann entweder vorwärts raus oder zurück zum schritt. einfach um das aktive traben mit mehr kadenz zu trainieren.
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02.12.2010, 13:55
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Wirkung der treibenden Hilfe im versammelten Trab Beitrag #4
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sorgt für den Weltfrieden
Threadersteller
Registriert seit: 30.09.2008
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Zitat:
Zitat von kleineFee
Hallo Zonk,
mein Wallach befindet sich gerade erst wieder im Aufbau und wird momentan noch nicht wieder auf diesem Niveau trainiert, jedoch kenne ich dieses Problem aus der Vergangenheit.
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Mein Ruf eilt mir voraus? 
Zitat:
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Du solltest daran arbeiten, dein Pferd rein über den Sitz abfangen und in die Versammlung führen zu können. Am Besten funktioniert dies über viele Tempiwechsel: vom Arbeitstrab in die Verstärkung/in die Versammlung und zurück. Die Hand wird dabei stehen gelassen, lediglich Becken und Kreuz bremsen.
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Das funktioniert merkwürdigerweise sehr gut - schlimmer wird das Problem aber bei langen Trabreprisen und Seitengängen!?
Zitat:
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Löse die Versammlung auf, sobald er beginnt abzutauchen.
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Das habe ich mir auch überlegt, da ich dieses Abtauchen aber ehrlich gesagt als sich Entziehen (in den anderen Gangarten funktionierts ja auch), denn als Kraftproblem interpretiere, weiß ich nicht, ob das nicht noch eine Belohnung darstellt!?
Zitat:
Stattdessen lieber etwas antreten lassen um den Schub der Hinterhand zu erhalten und daraus dann erneut beginnen.
Sobald du Ansätze dazu spürst, dass er beginnt sich fest zu beißen oder abzutauchen, bzw. du nicht mehr zum sitzen kommst, solltest du die Übung abrechen, dein Pferd kurz ablockern...
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Locker ist er in dem Moment eigentlich, also er legt sich nicht schwer auf die Hand - ich fürchte eher, ich hänge im Maul.
Zitat:
(einige Tritte Leichttraben und die Hand etwas vor zu geben reicht meist) und dann erneut beginnen. Eine Lektion die Probleme bereitet aus der Verspannung heraus zu ereichen wird nie gelingen.
Eine Übung die recht hilfreich sein kann ist einige Traversaltritte zu fordern, aus diesen heraus dann Geraderichten und einige Tritte antreten zu lassen, wieder abfangen und erneut einige Traversaltritte fordern usw.
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Das funktioniert in der Tat gut, wenn ich aus einigen Tritten Traversale rausreite, zieht er schön gegen die Hand, das Genick bleibt obebn / kommt hoch. Ich sollte vielleicht das Pensum an Traversaltritten langsamer steigern...
Zitat:
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Wenn er sich im Galopp besser setzt, könnte es auch hilfreich sein, den Versammelten Trab aus dem Versammelten Galopp heraus abzufragen.
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Das klappt wiederum sehr gut.
Zitat:
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Zu Beginn genügt es, wenn wenige Tritte mit der gewünschten Versammlung und ausreichender Kadenz gezeigt werden. An dieser Stelle solltest du sofort abbrechen, loben und es gut sein lassen.
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 Da glaube ich liegt bei mir der Hase im Pfeffer.
Zitat:
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Versammelte Arbeit ist schließlich außerordentlich anstrengend und es passiert leicht, dass man sich an einer Übung festbeisst und sich daran tot arbeitet.
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Wie gesagt: Lange und starke Versammlung im Galopp stört ihn aber nicht!? (bzw. beeinträchtigt meine Hilfengebung nicht!?)
Zitat:
Denke daran, dass je länger du in einer Einheit daran arbeitest desto unwahrscheinlicher wird es sein, dass dein Pferd noch Kraft und Motivation für eine korrekte Versammlung aufbringen kann.
Gebe dich daher zu Beginn lieber mit korrekten Ansätzen zufrieden und schließe dann positiv ab!
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Die Sache ist einfach die: Ich reite eine Übung, hab ihn im Trab schön oben dran und hinten drunter - und nach kurzer Zeit gehts tendenziell (!) wieder nach unten. Was mache ich jetzt?
Wenn ich aufhöre, habe ich das Gefühl, ich belohne in in seinem Verhalten nur.
Kurz vorher aufhören wahrscheinlich...
Ich denke einfach, dass der Schlüssel nicht in bestimmten Übungen liegt, sondern dass ich Versammlung und Aufrichtung durch meine Hilfengebung wieder vermurkse...nur eben wodurch genau?
Zitat:
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Ob du mit Trense oder Kandare arbeitest, ist meiner Meinung nach lediglich eine Geschmacksfrage. Eine reel gerittenes Pferd sollte sich auch an der Trense ohne Probleme versammeln lassen. Die Kandare könnte in diesem Fall allerdings durch ihre mechanische Wirkung die Versammlung erleichtern. Wobei auch hier wieder gilt, dass der Zügel nur anstehen sollte.
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Generell bekomme ich ihn auf Kandare von anfang an geschlossener im Hals, in der Arbeit macht er sich dann leichter mal tief; auf Trense ist er anfangs etwas (zu) lang und spannungslose, dann zieht er aber besser an die Hand. Ich denke, das gibt sich nichts.
Zitat:
Liebe Grüße
Edit: eine Übung meines alten RL fällt mir noch ein. Hört sich simpel an, kann aber sehr effektiv sein: Aus dem Rückwärtsrichten heraus in den versammelten Trab anreiten. Sobald die Kadenz flacher wird erneut durchparieren zum Halt, Rückwärtsrichten und daraus wieder weiterarbeiten. Durch das RR wird dein Pferd quasi schon auf die Hinterhand gesetzt, daher eignet sich dies optimal als vorbereitende Übung bzw. zur Korrektur.
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Im Galopp hat uns das sehr geholfen.
Momentan arbeite ich an Übergängen MT / Halten / MT: Dadurch tritt er aus dem Halten sehr energisch an (und bleibt dadurch mit dem Genick ganz gut oben), außerdem muss er zum Halten schon ordentlich untertreten, dass die Parade aus der Verstärkung nicht auf den Kopf geritten wird.
Vielen lieben Dank für deine ausfürliche Antwort - die Sache mit den kurzen Reprisen sollte ich mir vielleicht wirklich mal verinnerlichen.
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02.12.2010, 14:01
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Wirkung der treibenden Hilfe im versammelten Trab Beitrag #5
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Fohlen
Registriert seit: 28.11.2010
Ort: USA, Kentucky
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Ich kenne die Hilfengebung in richtigen Worten im Prinzip nur auf Englisch, aber ich versuche mal, es anstaendig zu uebersetzen.
Ich wuerde auch ueber den Sitz mehr aktivieren und die Haende ruhig stehen lassen, wenn Du ueberhaupt etwas mit den Haenden machen willst, dann wuerde ich innen nachgeben und sofort mit demBein nachtreiben, aber dann ueber den Sitz ( Becken und unterer Ruecken und Bauch) die Tritte verkuerzen.
Nur wenige versammelte Schritte reiten und danach sofort in eine Verstaerkung gehen, dabei dann die innere Hand weich werden lassen. Aus der Verstaerkung heraus wieder das Tempo verlangsamen, in Seitengaenge gehen, dann geraderichten und ueber den Sitz versammeln, danach sofort wieder Tempo verstaerken und im Sitz weicher und leichter werden, ebenso in der Hand.
Generell lege ich persoenlich grossen Wert darauf, ueber Seitengaenge die HH zu aktivieren und so wenig wie moeglich mit der Hand zu machen.
---------- Automatische Beitragszusammenführung ----------
---------- Beitrag hinzugefügt: 14:09 ----------
Zu spaet abgeschickt, habe eben erst gelesen, dass Du Angst hast, es koennte ihn belohnen, wenn Du ihn zulegen laesst, sobald er zu tief kommt.
Versuche, schneller zu sein als er.
Also bereits in die Verstaerkung zu gehen, bevor er ueberhaupt eine Chance hat, sich Dir zu entziehen.
Selbst wenn Du nur ein paar wenige Schritte in einer anstaendigen Versammlung bist, komme ihm zuvor bevor er nachlaesst und belohne ihn dann quasi uebers Zulegen fuer seine gute Arbeit.
Hab ich richtig verstanden, dass er Dir vor allem bei den Seitengaengen zu tief kommt?
Dann versuche, grade im Trab, wenige Schritte Schulterherein und danach sofort ins Konterschulterherein ( nun hab ich keine Ahnung, ob das auf Deutsch so heisst  ) zu wechseln.
Oder auch ein paar Schritte sauber ausgefuehrtes Travers, geraderichten und vorwaerts reiten und das im Wechsel
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02.12.2010, 14:25
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Wirkung der treibenden Hilfe im versammelten Trab Beitrag #6
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Schimmeltante
Registriert seit: 31.08.2008
Ort: Raum Stuttgart
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Zitat:
Zitat von Zonk
Zitat:
Zitat von kleineFee
Hallo Zonk,
mein Wallach befindet sich gerade erst wieder im Aufbau und wird momentan noch nicht wieder auf diesem Niveau trainiert, jedoch kenne ich dieses Problem aus der Vergangenheit.
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Mein Ruf eilt mir voraus?   
Zitat:
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Du solltest daran arbeiten, dein Pferd rein über den Sitz abfangen und in die Versammlung führen zu können. Am Besten funktioniert dies über viele Tempiwechsel: vom Arbeitstrab in die Verstärkung/in die Versammlung und zurück. Die Hand wird dabei stehen gelassen, lediglich Becken und Kreuz bremsen.
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Das funktioniert merkwürdigerweise sehr gut - schlimmer wird das Problem aber bei langen Trabreprisen und Seitengängen!? Hier solltest du bis du das Problem endgültig im Griff hast, nur in kurzen Reprisen arbeiten. Höre am Besten dann auf, wenn du zufrieden bist, also schon bevor es wieder "bergab" geht. Das kann unter Umständen schon nach ein paar Tritten sein!
Zitat:
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Löse die Versammlung auf, sobald er beginnt abzutauchen.
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Das habe ich mir auch überlegt, da ich dieses Abtauchen aber ehrlich gesagt als sich Entziehen (in den anderen Gangarten funktionierts ja auch), denn als Kraftproblem interpretiere, weiß ich nicht, ob das nicht noch eine Belohnung darstellt!? Nicht unbedingt, da du die Arbeit nicht abbrichst (=Schrittpause), sondern lediglich die Aufgabenstellung veränderst. Hier liegt es an dir, dein Pferd zu motivieren!Gebe dich am Anfang mit kurzer, aber dafür korrekter Ausführung zufrieden. Lobe dein Pferd dafür als hätte er gerade den Nobelpreis gewonnen!
Zitat:
Stattdessen lieber etwas antreten lassen um den Schub der Hinterhand zu erhalten und daraus dann erneut beginnen.
Sobald du Ansätze dazu spürst, dass er beginnt sich fest zu beißen oder abzutauchen, bzw. du nicht mehr zum sitzen kommst, solltest du die Übung abrechen, dein Pferd kurz ablockern...
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Locker ist er in dem Moment eigentlich, also er legt sich nicht schwer auf die Hand - ich fürchte eher, ich hänge im Maul. Versuche die Hand minimal vozugeben, wenn du dieses Gefühl bekommst. Wenn er als Reaktion darauf von hinten antritt dann versuche dies über den Sitz abzufangen und in Kadenz umzuwandeln. Hört sich leichter an als es ist, ich weiß . Aber wenn man es einmal raushat, ergibt sich daraus ein wunderbares "Flummigefühl".
Zitat:
(einige Tritte Leichttraben und die Hand etwas vor zu geben reicht meist) und dann erneut beginnen. Eine Lektion die Probleme bereitet aus der Verspannung heraus zu ereichen wird nie gelingen.
Eine Übung die recht hilfreich sein kann ist einige Traversaltritte zu fordern, aus diesen heraus dann Geraderichten und einige Tritte antreten zu lassen, wieder abfangen und erneut einige Traversaltritte fordern usw.
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Das funktioniert in der Tat gut, wenn ich aus einigen Tritten Traversale rausreite, zieht er schön gegen die Hand, das Genick bleibt obebn / kommt hoch. Ich sollte vielleicht das Pensum an Traversaltritten langsamer steigern... Ja, mach das. Diese Übung ist ideal um die HH aktiv zum untertreten zu bekommen und die Hankenbeugung zu fördern. Eine gute Alternative wäre die zuvor beschriebene Übung mit dem Rückwärtsrichten.
Zitat:
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Wenn er sich im Galopp besser setzt, könnte es auch hilfreich sein, den Versammelten Trab aus dem Versammelten Galopp heraus abzufragen.
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Das klappt wiederum sehr gut.
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Zu Beginn genügt es, wenn wenige Tritte mit der gewünschten Versammlung und ausreichender Kadenz gezeigt werden. An dieser Stelle solltest du sofort abbrechen, loben und es gut sein lassen.
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 Da glaube ich liegt bei mir der Hase im Pfeffer.
Zitat:
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Versammelte Arbeit ist schließlich außerordentlich anstrengend und es passiert leicht, dass man sich an einer Übung festbeisst und sich daran tot arbeitet.
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Wie gesagt: Lange und starke Versammlung im Galopp stört ihn aber nicht!? (bzw. beeinträchtigt meine Hilfengebung nicht!?) Jedes Pferd hat eine "Paradegangart" in der ihm die Arbeit leichter fällt, bei vielen ist dies der Galopp. Setze dir deine Ziele für Lektionen im Trab etwas niedriger an und arbeite lieber in kurzen Reprisen als in Endlosschleife. Beharrliche Arbeit zahlt sich irgendwann aus!
Zitat:
Denke daran, dass je länger du in einer Einheit daran arbeitest desto unwahrscheinlicher wird es sein, dass dein Pferd noch Kraft und Motivation für eine korrekte Versammlung aufbringen kann.
Gebe dich daher zu Beginn lieber mit korrekten Ansätzen zufrieden und schließe dann positiv ab!
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Die Sache ist einfach die: Ich reite eine Übung, hab ihn im Trab schön oben dran und hinten drunter - und nach kurzer Zeit gehts tendenziell (!) wieder nach unten. Was mache ich jetzt?
Wenn ich aufhöre, habe ich das Gefühl, ich belohne in in seinem Verhalten nur.
Kurz vorher aufhören wahrscheinlich... Das ist richtig! Dadurch belohnst du im richtigen Moment und motivierst dein Pferd für die Lektion .
Ich denke einfach, dass der Schlüssel nicht in bestimmten Übungen liegt, sondern dass ich Versammlung und Aufrichtung durch meine Hilfengebung wieder vermurkse...nur eben wodurch genau? Um das heraus zu finden müsste man das Ganze idealerweise live sehen, Video wäre wahrscheinlich visuell zu schlecht. Hast du einen Trainer mit dem du daran arbeiten könntest?
Zitat:
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Ob du mit Trense oder Kandare arbeitest, ist meiner Meinung nach lediglich eine Geschmacksfrage. Eine reel gerittenes Pferd sollte sich auch an der Trense ohne Probleme versammeln lassen. Die Kandare könnte in diesem Fall allerdings durch ihre mechanische Wirkung die Versammlung erleichtern. Wobei auch hier wieder gilt, dass der Zügel nur anstehen sollte.
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Generell bekomme ich ihn auf Kandare von anfang an geschlossener im Hals, in der Arbeit macht er sich dann leichter mal tief; auf Trense ist er anfangs etwas (zu) lang und spannungslose, dann zieht er aber besser an die Hand. Ich denke, das gibt sich nichts.
Zitat:
Liebe Grüße
Edit: eine Übung meines alten RL fällt mir noch ein. Hört sich simpel an, kann aber sehr effektiv sein: Aus dem Rückwärtsrichten heraus in den versammelten Trab anreiten. Sobald die Kadenz flacher wird erneut durchparieren zum Halt, Rückwärtsrichten und daraus wieder weiterarbeiten. Durch das RR wird dein Pferd quasi schon auf die Hinterhand gesetzt, daher eignet sich dies optimal als vorbereitende Übung bzw. zur Korrektur.
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Im Galopp hat uns das sehr geholfen.
Momentan arbeite ich an Übergängen MT / Halten / MT: Dadurch tritt er aus dem Halten sehr energisch an (und bleibt dadurch mit dem Genick ganz gut oben), außerdem muss er zum Halten schon ordentlich untertreten, dass die Parade aus der Verstärkung nicht auf den Kopf geritten wird. Hier lege ich dir wie gesagt die Übung mit dem RR nahe, da hier die Hankenbeugung gefördert wird.
Vielen lieben Dank für deine ausfürliche Antwort - die Sache mit den kurzen Reprisen sollte ich mir vielleicht wirklich mal verinnerlichen.
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Gerne geschehen . Ich wünsche dir viel Erfolg!
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